Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
800
JPEG-Download
 

820 Flamen Flamsteed

dcS Helldunkels, VOrtreffltchkeit des Colorits zeichne« diese Schuleaus. Sie ahmte die Natur in ernsterer Bedeutung na», alsdie holländische Schule (der andere Zweig der n ic d e r l änd i-scken) und nennt einen Nembrant, van Dyk und andere großeKünstler. , " '

Flamen hieß bei den Römern ein Priester, dessen Dienst ei-ner einzelnen Gottheit gewidmet war und der von ihr seine»Namen erhielt; ;. B. Flamen Ncptunalis-, Pomcnalis u. s. >r.euch von den unter die Götter versetzten Kaisern, z. B. Flame»Augusti. Die drei vornehmsten Flamines standen dem Dienstedes Jupiter, Mars und Quirinus- d. h. Romülus »or, undhießen daher Flamen Diali», Martialis und Quirinalis. Siewurden allezeit aus den Patriciern gewählt, trugen ein lan-ges weißes Gewand mit einem Purpursaum verbrämt, Und einenspitzigen mit einem Ölzweig gezierten Hauptschmuck, ->xex ge-nannt; auch durften sie sich der Sella curuiis bedienen u. s. w.

'Flämisch, bedeutet flandrisch, aus Flandern herrührendU. s. w. Das, flämische Recht, ein besonderes Recht, welches vorZeiten den Colonisten aus Flandern in Deutschland gelassen wurde,und hin und wieder noch gilt. In Geldberechnunoen gibt esPfennig, Schilling und Pfünd flämisch. Siehe darüberRelkenbrechers Taschenbuch.

Flamsteed (John), ein berühmter englischer Astronom,geboren 164p zu Darby, in der Grafschaft Derbysbire. Er zeigteschon frühzeitig eine entschiedene Neigung zu astronomischen Be-obachtungen, Und in seinem 24ste» Jahre ^lieferte er astronomischeBerechnungen für das bekannte periodische Werk, die vbiiosvphü -schen TcansaclionS. Im Jahr 1663 gab er seine Dn-nide äs iLeyuatione rcrnpori» etc. heraus. Er ging in der Folge nach !London, wurde da mit Newton und Halten näher besannt, und >1670 Mitglied der königl. Societät. Earl ll. ernannte ihn zum >königlichen Astronom auf der von ihm errichteten Sternwarte(isslninstectiiiüuse) zu Greenwich, mit 520 Pf. Sterling Gehalt.Hier setzte er vom Jahre 1671 an seine astronomischen Beob-achtungen ununterbrochen fort bis an seinen Tod. Manwünschte die Resultate seiner vierjährigen Beobachtungen be-kannt gemacht zu sehen, aber cS lag tn Flamsteeds Charak-ter, eben aus dem Grunde weil man es wünschte, damit zu-rückzuhalten. Es war ein besonderer Beseht der Königin Auranöthig, um ihn dazu ;u bewegen, und so erschien denn sein Werk:Ili-uoria cvelesris IliiiainiicL, I.onck. 17,2 in 2 Theilen^ wel-ches seine bisher angestellten Beobachtungen und sein berühmt^ -Verzeichnis von Zono Sterne» enthält. Flamsteed selbst erklärtees für ein mangelhaftes Werk, und arbeitete unablässig an ercVervollkommnung desselben. Es kam aber erst nach seinem Te e1725 zu London in Z Theilen heraus. Die ersten beiden Th.'ueenthalten seine Beobachtungen über die Sterne; im dritten The>gbefinden sich eine Einleitung in die Geschichte der Astronomie, diesämmtlichen vor seiner Zeit erschienenen Strrnverzcichnisse, «u°sein eignes, vollständiger als alle vorhergehenden, unt.r dem ^mrn der b ri i t i sch e Cato lo g bekannt. Dieses Verzeichn!» Uiu den neuern Zeiten durch Herschel berichtiget und sehr verweh .worden. Ein anderes wichtiges und zur Kenntniß der Gestirn-fthr brauchbares Werk Flamsteeds ist sein kostbarer ^->5 coole- ,