Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
804
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8<-'4 Flöge!

WnderS auf der Insel als Gefangener bleiben» Die Entdeckun-gen der französischen Seefahrer Entrecasteaux und Baudin in je-nen Gegenden, welche während dieser Zeit bekannt wurden, hat-ten die Folge, daß verschiedene Puncte, welche FlinderS untersuchthatte, französische Benennungen erhielten, und daß sein Verdienstdadurch in gewisser Art geschmälert wurde. Nachdem Flindcriseine Freiheit wieder erhalten hatte, kam er gegen das Ende dckJahres iglo nach England zurück. Hier beschäftigte er sich damit,se:n Tagebuch zu ordnen, um es mit den dazu gehörigen Chartenherauszugeben. Eben als das Werk vollendet war, und ehe eiausgegeben wurde, starb Flinders am ryten Juli 1814. LiefetWerk: Reise nach Australien, um dieses große Land bekannter zumachen, unternommen in den Jahren iMr — i8c>3- London 18142 Bde. mit Charten, — setzt den Verfasser unter die Zahl derausgezeichneten Seeleute der neuesten Zeit, enthält aber meistertnur nautische Details, die für die größere Classe von Lesern we-nig Interesse hüben können.

Flöge! (Carl Friedrich), dieser verdiente Literator, wurdeI/2Y zu Lauer in Schlesien geboren, erhielt auf der Schule stirerVaterstadt und auf dem Gymnasium zu Breslau seine erste gr- ;lehrte Bildung, und widmete sich dann auf der Universität Hrllrder Theologie. Nach seiner Rückkunft von der Universität beschäf-tigte er sich zu Jaucr ewige Jahre hindurch mit dem Unterrichtejunger Leute, wurde 1761 als Lehrer bei dem Gymnasium zuBreslau angestellt, bald darauf aber Prvrector und 177z Recter-er Schule zu Jauer. Im I. 1774 erhielt er den Ruf als Pr»-feffor der Philosophie an der Ritteracademie zu Liegnitz- wücheStelle er vierzehn Jahre hindurch bis zu seinem Tode (den L?W >Mai 1788) mit Ruhm und Nutzen bekleidet hat. Ihm verdankt !mancher edle Mann seine frühere Bildung zum richtigen Denken,z« bessern Gesinnungen und zur Anleitung zu Geschmack "»«Kenntnissen. Seine Muße widmete er literarischen ForschunMund seine Schriften beweisen seine ausgebreitete Belesenheit undsein geläutertes Urtheil. Seine Schriften sind: Geschichte de»menschlichen Verstandes, Breslau 1765. Die Zte vermehrte unsverbesserte Auflage erschien 1776 und würde 1788 in daS Italieni-sche übersetzt. Dieses Werk handelt von den Ursachen oder Lun-ten des menschl. Verstandes, größtentheils aus der Geschichte«"vieler Belesenheit hergeleitet und angenehm vorgetragen. — ^schichte des gegenwärtigen Zustandes der schönen Literatur >>Deutschland. Jauer 1771. — Geschichte der römischen Literatur,

4 Bde. Liegnitz 1734 — 1787. Das erste Werk dieser Art, der-gleichen noch keine andere Nation auszuweisen hatte. AußerAbhandlung über das Komische und Lächerliche, und einer aM-meinen Geschichte der komischen Literatur, enthält es die Gf'schichte der Satire und die Schilderung der vorzüglichsten älterund neuern Satiriker, und zuletzt eine Geschichte der Kcmid«im weitläuftigsten Sinne des Worts. Dieses Werk ist die FrMvieler Untersuchungen, und enthält eine Menge interessanter wgenftände. Eine weitere Ausführung einzelner Theile des Ko« -scheu enthalten: die Geschichte des Grotesk-komischen (PossensMbei christlichen Festen, komische Feste, komische GesttifchasttLiegnitz 1788- Geschichte der Hofnarren, Ebend. 1789,zweiten Theil des vorhergehenden Werke- ausmacht, und Gefch"»

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