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cinischen zu Pari«, und Präsident der londner medicivischen Ge-sellschaft. Nebst der Medicin beschäftigte sich Fothergill auch eifrigMit der Kräuterkunde. Er kaufte 1762 zu Upton in der Graf-schaft Essrx ein großes Stuck Feld, und regte da,einen prächtigenGarten an, wo er ofsicinelle und andere Pflanzen aus allen Him-melsgegenden zog. Er bezahlte seltene Pflanzen sehr theuer, undließ sogar Botaniker auf seine Kosten reikenl Durch die bestenKünstler in London ließ er die Pflanzen seines Gartens abzeich-nen; bei seinem Lobe waren 7200 solcher Zeichnungen fertig, dienach Petersburg in das kaiserliche Cabinet gekommen sind. Seinzoologisches und mineralogisches Cabinet gehörte zu den vorzüglich,sten in England. Ob ihm gleich alles dieses viel kostete, so ver-wendete er doch noch große Summen zu wohlthätigen Zwecke».Er errichtete auf seine Kosten eine Erziehungsanstalt für armeLloäkerkinder, und unterstützte eine große Menge Nothleidender,oft ohne daß sie selbst erfuhren, woher ihnen die Hülfe komme.Zu seinen Lieblingsentwürfen gehörte die Abschaffung des Neger-handels, und es machte ihm viel Kummer, daß er ihn nicht durchsetzenkonnte. Er blieb unverheirathet, und starb, allgemein bedauert,am aüsten December 178» im 6ysten Jahre seines Alters. Eilvermachte sein sämmtliches Vermögen den Armen und verschiede-nen Erziehungsanstalten. Man setzte ihm die einfache Grabschrift:„Hier liegt Dr. Fothergill, der 200,000 Guineen zum Besten derArmen verwendet hat." Nach seinem Tode kam eine vollständigeSammlung seiner medicinischen und philosophischen Werke, mitseiner Lebensbeschreibung, London 1781 h'raus, wovon eine deutscheÜbersetzung, Altenburg 1785 in 2 W. m. K. erschienen ist,
*Fouchs (Joseph), Herzog von Otraut«. Wenn die Ge«schichte überhaupt die denkwürdigen Männer irgend eines Zeital-ters nicht nach einem früheren oder spätern beurtheilen und wür-digen darf, sondern allein nach hem Charakter der Seit, in der sielebten, aus deren Schooße sie hervorgingen, und deren Gewalt siewiderstrebten, oder sich hingebsn mußten: so gilt dies noch weitmehr von den Männern eines Zeitalters, dessen Jahrbücher nochnicht geschloffen find. Fouch« vsn NanteS gehört ganz dem Zeit-alter der französischen Revolution an. Die innere Nothwendig-keit dieser furchtbar großen Begebenheit und die Art ihrer Entwik-kelung hat die Geschichtsforschung noch nicht vollkommen befriedi-gend erklärt. Sie weiß bloß, daß ihr Maßstab für jene Begeben-heit nicht derselbe seyn kann, nach welchem sie ein Volk und Men-schen richtet, deren Leben in eine Zeit fällt, in welcher die morälisch-s^Msche Cultur der gesellschaftlichen Ordnung ruhig, d. i. gesetz-Nre ^streitet. Fouchä darf daher so wenig als das französische»olk, dessen böser Genius auch über ihn walten mußte, und wie die^""ution überhaupt, nach brittischen «der deutschen Ansichten,s.e Zustande der Dinge im I. 1317, oder im I. 1788.
a,,e 5"" werde»; am allerwenigsten darf man ihn verurthellenbloße Zeugniß dieser Revolution, deren eigene Aussagen7,/,? baruin verdächtig sind, weil sie selbst durchaus den gespenstischwliven Charakter der Leidenschaft und der Verblendung, wie derder Gewalt in sich trug; ein Charakter, der mit der' politischen Ordnung der Gesellschaft zugleich den Wahr-°er öffentlichen Meinung zerstörte, welcher Sinn mitV als die sittliche Grundlage aller bürgerlichen-Verträge ange-