Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Französische LtaatLkuLs! K4t

rel für eint halten, und eine Simplicität affectirtn, die ihnendurchaus fremd ist. Der größte Theil der Gemählde aus der neu-ern Schule gleicht colvrirten Statuen und Bas «liess; die Um-risse der Figuren sind schneidend, der Ausdruck gewaltsam sprechend,die Composition leer, frostig und trocken, das Colorit endlich harr,weil sie nur die Lvcalsarbrn auS der Natur wählen, und der, Ei-fert durch dunkle, ins Schwarze fallende Schatten zu heben suchen.Die neuen französischen Künstler glauben die Einfachheit der Erik.

' eben in ihre Werke übertragen zu können, verwechseln aber dasEinfache mit dem Leeren, und arbeiten mit Mühe, um platt undlangweilig zu werde». Da sie nicht von echter classischer Bildungdurchdrungen sind, so bleiben sie nur bei dem Äußerlichen stehen,ohne je die Grundgesetze des Geschmacks zu finden, und es scheintwirklich, daß sie der Geist der Zeit immer mehr von der Kunsthes Ideals entfernen wird. Die Ausammenhäufung der großenKunstschätze der Niederlande und Italiens in Paris charaetcrisirtdie Nachahmer der Römer, aber weniger würde dadurch die Kunst(wenn wir einigt abbildende Kupferwerke, z. B. von London,und das Müsse Napoleon von Laurent und Robillarb Peronvilleabrechnen) als die Eitelkeit der großen Ration in Bewegung ge-setzt. Die neueste französische Schule theilt sich nach Fiorillo i»

! Z Classen, wovon die erste einige achtungSwerthe Zöglinge voqVincent, David (z. B. Drouait, Gcrard, Girvdet) und Reg,

! nauit (z. B. Prud'hon, den Mahler der Grazien) enthält, wel,

I che durch gründliche Studien in das Lnncre der alten Kunst ein-

! dringen, sich mit der Natur und Anatomie ernstlich beschäftigen,

^ die Werke von Rafael, Giulio Romano und Domenichino zu ihren

Hauptmustern nehmen, ein glückliches Talent im Erfinden undAusführen besitzen, und den Farbenzauber des venetianischen undlombardischen Pinsels aufs neue hervorrufen. Die Nachahmer die-ser Künstler bilden die zweite Classe, welche sich zur Höhe de«Ideals nicht erheben können; sie affectiren Simplicität, die demfranzösischen Naturell entgegengesetzt ist, werden extravagant, umAusdruck zu erzwingen, und gebe» allen ihren Werken «inen An-strich von ägyptischer Einfalt und Kälte, weil der Kaiser einegroße Neigung zur ägyptischen Kunst hatte. Die dritte Classebesteht aus den Überresten der alten Schule, welche auf «rbar-menswürdiqe Weise hinter ihrem Zeitalter zurückgeblieben sind»

^ Zu den ersten Miniaturmahlern und zu den besten Zeichnern mirSepia und schwarzer Kreide der gegenwärtigen Zeit gehört Isa-he y, der besonders Bonapart« und seine Familie in mehreren- Portraits sehr sprechend gezeichnet hat. Garnier, Le Bar?

1 dier sind noch im historischen Fache, Valenciennet, Lhi»baut, Säblet im Landschaftsfache ausgezeichnet. Die Blu«wen- und Fruchtmahlerei, die Abbildung der Naturalien,

! als Pflanzen, Znsccten, Bögcl, so wie die Porzellanmahlerei ist! m den neuester. Zeiten in Frankreich auf den höchsten Gipfel, ge«1 bracht worden, übrigens verdient angemerkt zu werden, daß un-l ter Napoleon viele glänzende Anstalten und Unterstützungen der! Mahlern zu Theil wurden. Die Museen dirigirte Vivant> Oenon.

, Französische Staatskunst. Man versteht unter diesemAusdruck im engern Sinne — mit Ausschluß des auf die innereLerwaltung sich beziehenden RegierungSsystems — das von der