Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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958
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-58 Labeboyere Labcsnadiere

geschicktesten zu spritzen wußte, d. h., daß nichts davon auf dirErde fiel, und auf wessen Wurf der stärkste Schall erfolgte, er- !Hielt den Preis, der in «onfekt, in Küssen und dergl. bestand. --- >

Der Name KottaboS war übrigens «och mehren» Spielen »«> >

mein. Dar hier beschriebene hieß zum Unterschiede noch Kat ab-tsS KottaboS.

«.gbäboyere wirb dadurch, baß er der erste höhere Offiziernach Bonapsrtr's Rückkehr von Elba auf dessen Zug von Cannetnach Paris zu ihm in Grenoble an der Spitz« seine» Regimentsüberging, und hiedurch dem Usurpator festen Fuß machte, in dkGeschichte unvergeßlich bleiben. Bon guter Familie in Pari» ge-boren, warf er sich früh in die militärische Laufbahn, zeichne^sich durch Kenntnisse und vorzügliche Tapferkeit aus, und was,noch nicht go Jahre alt, Oberst eines Infanterie-Regimefits, Ä»Ludwig XVIU. nach Frankreich kam. Er huldigte ihm, wie als«andere Ehest in der Armee. Bei Napoleons Rückkehr rürss »bet,da er mit sesnem Regimente gegen denselben nach Dauphme.ge-schickt worden, war er der Erste, der bei Grenoble zu des UMpators Fahnen überging, und so der Lavine des darauf allgemeingewordenen Abfall» den ersten Stoß gab. Napoleon ernannte W 'z»m Brigade-General, und Pale von Frankreich. Von einSchlachtfeldern von FleuruS und Waterloo kehrte er nach PärH ^-urnck, und sprach, nach Bonaparke'S Thronentsagung, noch hef-tig, für die Anerkennung Napoleons II. Nach der pariser Cap!« !tulatton begab er sich zur Loire- Armee, ward bald darauf arri-tivt- nach Paris gebracht, und vor «in Kriegsgericht gestellt, web !cheS ihn zum Tode verurtheilte. Er ward am igteN August i8lZauf der Ebne von Grenelle erschossen.

- Labesnadiere (le Chevalier de), Directsr der politische*Arbeiten im französischen Ministen'o der auswärtigen Angelegen-heiten, welchen wichtigen Posten er durch Talent und Gewandhettfast bei allem Wechsel der eigentlichen Minister und bei den ent< .gegrngesetztcsten Stellungen Frankreich», immer zu behaupten ge-wußt hat. Man darf ihn unbedenklich als einen der geübtesten«nd gewandtesten Diploinatiker unserer Zeit nennen. Er war ,Mitglied des Oratorien - Ordens (wie Fouche), als die Revolu-tion! eintrat. Er umfaßte diese mit der Lebendigkeit der erstenJugend, ging nach Paris, und wurde hier als gemeiner Schren .

hör in der Canzlei des auswärtigen Ministeriums angestellt. N ^

schwang sich Nun von einer Stufe zur andern, bis zum eigentn- ^

cheo Chef derselben empor. Er war unterm Directorio, unttt .

Wonqpar.tr, der ihn igiZ noch zum Staatsrath ernannte, eben §

st geschert, als er et wieder unter Ludwig XVIII. ist. Denn i

wiener Eongreffe begleitete er die französische Gesandtschaft, u>wvvir ihm wurden die Noten derselben entworfen, welche Sie M §gvinischen Hoffnungen und Projecte mehrerer Höfe und Gesandt- >schaffen gewaltig hemmten, unterbrachen, und die alre Ehre ve.

Kunst der französischen Diplomatie in einem Zeitpunkte ausrer? -