Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
975
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Lomonossow Ludwig XVIll. 975

«in System zu bringen, welches bis auf die Reformation ein fastclassisches Ansetzn unter den Theologen hatte, und bei allen theo-logisch-philosophischen Untersuchungen und Vorlesungen zum Grundegefegt wurde. Er stellt in demselben die Aussprüche der Kirchen-vater über Dogmen,, besonders aber des Auguftinus zusammen,und führt dann Zweifel und Einwendungen so wie die Widerle-gungen derselben an, ohne selbst zu entscheiden. Sein vielmalaufgelegtes Werk heißt: Lsiitenriarum IV. libri,, daher sein Na-me seiitantini liin. Er starb 1:64.

Lomonossow, Mib ailo Wasslljewitsch, «in berühmter rus-sischer Dichter und Geschichtichreiber, geb. 1711. Es ist bekannt,daß er im I. 1741 auf siiner Reise vor« Marburg nach Rußlandüber Holland von preußischen Werbern überlistet, angeworben, nachWesel gebracht wurde, bald darauf entsprang und glücklich in seinVaterland zurückkehrte. Er starb 1765. L. hat sich um die russi-sche Sprache sehr verdient gemacht, seinu Prosa zeichnet sich durchKorrektheit und Wohlklang aus; und seine Poesien, namentlichseine lyrischen Gedichte, haben ihm den Namen Vater der neuernrussischen Poesie erworben. Doch hat eu auch epische, dramatischeund epigrammatische Gedichte von Werth geliefert.

Löschen, Losen, Losssn, Enti! offen, in der Schiffer-sprache, die Waaren ' aus einem Schiffe ausladen. „Das Schiffmuß gelöscht werden." „Das Getreide muß schnell gelöscht werden,,sonst entzündet es sich," Gewöhnlich bedingt sich der Schiffer ein«gewisse Zeit aus, in welcher ihm die Ladung vom Bord genommenwerden muß: das sind die L ösch t a g e oder Li eg eta ge; und ererhalt für jeden Tag, den er, wegen noch nicht vollendeter Löschung,über die bedungene Zeit im Hafen oder auf der Rheede liegenmuß, eine gewisse Entschädigung: das sind die Üb er liege tage,Überliegegelder.

-j-Louis«. — Auch wird ihr Andenken durch die Louiien-stiftung gesegnet. ' Wir empfehlen unsern Lesern die eben s»sachreiche als gcmüthvolle Schrift der Frau von Berg, welche imLahre 1314 unter dem einfachen Titel: Louise die Königin,rn Berlin bei Hitzig erschien. Man wird die edle königliche Frästhier durch ihre Briefe aus der verhängnißvollen Zeit von i 8 e,gund izc>7 und durch die Erzählung ihrer auch im Unglück königli-chen Haltung und ihres großsinnigen Betragens bei der Zusammen-kunft mit Napoleon zu Tilsit, erst ganz kennen und würdige» ler-nen. Vieles in diesem rauhen und rohen Herrscher und Empor-kömmlinge wird die kältere Nachwelt ruhiger beurtheilen, als w-'Les konnten und noch könne», aber seine Lästerungen der KöniginLouise, in seinen verruchten Bulletins, und, sein ÜbermurhTilsit der königlichen Frau gegenüber; — dieß wird immersirengrr gerichtet werden, und seine moralische Nichtswürdigkeitstets beurkunden.

Loyola, s. geistliche Orden.

Ludwig XVIII. — Die neuen auswärtigen Verhältnisseordnete Tallcyrand mit gewohnter Feinheit, nicht ohne Würde undschonender Rücksicht auf die Eitelkeit und den Stolz der Ra-tion, Vorzüglich trat er auf dem Congresse zu Wien als ein be-deutender Wortführer der Opposition gegen Rußland und Preuße»Deine Diplomatik athmete jetzt nur Völkerrecht und Groß-Eh. Dagegen verfehlte der Minister br? Innern, der Abbs