ulL Niederländische Schule
Erikas von kerben (geb. 1404, gest. 15ZZ), der Stifter ro»dieser Franz Floris (geb. 1520 gest. 1970), den man den flan-drischen Raphael pannre. Ost genug höre man die Behauptung,daß Darstellung der gemeinen Natur das Charaktcrist.sche der nie-derländischen Schule ssy. Einige sagen dagegen, dieser Vorwurfgelte bbcß von der holländischen Schule, die sich bestrebthabe, in der kleinen Cabinersmahlerci ihre Farbekunst zu zeigen,da hingegen die flandrische in größeren Gemählden auch diehohe, edle Natur gar oft dargestellt habe. Man hat geglaubt,die flandrische Schule dadurch gegen die holländische zu erheben,allein es könnte gar wohl seyn, daß eben das, wodurch map siezu erheben gedachte, ihr zum Nachtheil gereichte, weil es nichtauf das Was, sondern auf das Wie der Darstellung ankommt.Wie nun, wenn Georg Förster Recht hätte, welcher sagte, die'Werke der flamländischen Mahler seyen größtcnkheils der Art, dasman in dem vortrefflichen Handarbeiter den Dichter, in dem Bild-ner des Körperlichen oft den Seelenschöpfcr vermisse? Käme eidann nicht darauf an, ob die holländische Schule bei ihren Dar-stellungen der gemeinen Natur gerade das zeigte, was man dortvermißte? Daß aber dies gar oft der Fall s.y, vermag wohl nie-mand zu läugnen. Bester würde man daher Mangel an JdcaÜ-ssrung bei höchster Befriedigung der Wirkttchkeitsfsdcrungen, bis-weilen auf Kosten der Schönheit, als allgemeinen Charakter du.niederländischen Schule angeben. Zwischen der flandrischen und!holländischen bleibt deßhalb immer noch ein Unterschied. Die flan-drische hat in großen Kompositionen glänzende Farbengebung,Magie des Helldunkels und einen kräftigen Ausdruck, die hollän-dische copirt die Natur bis zucvVewunderung, auch in den gering-fügigen Kleinigkeiten, und hält sich in Zeichnung und Farbenge- -bring mit möglichster Treue an die Natur. Daß sichcheide Schnur §wesentliche Verdienste um das Praktische und Technische der Mählerer erworben haben, ist niemals in Zweifel gezogen worden; daßaber auch die ästhetischen Federungen von ihnen weit häufiger sindbefriedigt worden, als man gemeiniglich sich einbildet, das kar» ^nur der läugnen, welcher keine Arten des Schönen annehme"will. — Zu der flamändische» Schule gehören der Geschicht- und !Jagden-Mahler Stradan (de Gtraet) aus Brügge (geb. iA.W- ^Martin dy Vos (geb, 1536), Spranger (geb. 1546), Peter -und Franz Porbus, Vater und Sohn, Henr. Steenwyk,der Perspectivmahler (geb. 1550), Dionysius Calvarti5S5)r die Brüder Paul und Mattdias Bril, Ban-Oork(geb. 1557), Peter Brcughel und sein Sohn, Joh. Rvla»"Savery aus Courtray (geb. t-z?ü). Nach allen diesen kam Pe-ter Paul Rubens, ei« Wann'von unerschöpflichem Fleiße,»""riesenhafter Phantasie und Darstellungskraft, dem man Mk»4000 bekannte Gemählde zuschreibt. Mit ihm hob sich die flama»-dische Mahlern auf ihren Gipfel. Mehrere ausgezeichnete Künsturfolgen; Franz Snvders (geb, 157Y), dessen Jagdstüch^ alle amdern an Kühnheit übertreffen; Jadoous Momper (geb. IZNR -dessen Bergthäler dem Auge angenehme Fernen zuführen: Ps'sReefs, der berühmte Kirchcnmahler; David Leniexs, -«anund Eoh», die in Darstellung vonBauerngesellschaflrn, Dorss-ste-Wachtstuben u. dergl. kaum ihres Gleichen haben; CasparCray er (geb, rZLÄ, der sich tst stinkst Wäschen Gemählden
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