Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Deutsche Tüschen-Encyclopädie oder Handbibliothekdes Wisseuöwnrdigsteu in Hinsicht auf Natur und Kunst,-Staar und Kirche, Wissenschaft und Sitte. In alphabc-' tischer Ordnung; Vier Theile mit zo Kupfern. ( Votteiner Gesellschaft Dresdner Gelehrten, undheransgeaeben von Prof. Hasse in Dresden.)1817- Erster und zweiter Theil mit 26 Kupfern ent-haltend die Buchstaben A — K. 4 Thlr. oder 7 Fl. 12 Xr.Rhein. .

Alles Wissen und Thun ist Stückwerk, wenn cS nickt innern Zu-sammenhang hat. Dieser gibt dem Wissen die Einheit der Gründe undderBedingungen des GrkenuenS, so wie jede Reges für das Thun auseiner Grundregel und mit dielrr zugleich ails jener Einheit hervorgeht.Der Umschwung allerThätigkeit des geistigen Menschen hat daher nur-eine Are: die Natur, und Einen Mittelpunkt. Die beiden Poleder geistigen Bewegungen aber: der Gliedbau der Erkenntniß und dieGestaltung des Thuns, verknüpfen alle Strahlen, die dem Mittel-punkte entströmen, -nut jedem Ring« der Are, zu einem großen Son-nenringe: dem Leben der Menschheit in Gort. Allen Reich-thum, den dieses Leben in sich hält, umschließt ein Doppelkreis!S taa t und K i rch e.

Der Verstand hat den Reichthum des geistigen Lebens zergliedertund geordnet. Schon ist viel hierin geleistet, aber das Kunstgebäuselbst steht noch nicht vollendet. Indeß habe» Gelehrsamkeit, Umsicht-und Fleiß das Einzelne sinnlich bequem zusammengestellt, und fürdas verschiedene Bedürfniß vielfach aufgespeichert: zuerst in Deutsch-land; dann mit »lehr Geschick, obwohl mitmindcrerKraft, in Frank-reich ; hierauf mit glücklicher Berechnung des Bedürfnisses in demLande, dessen Volk sich hierauf vorzüglich versteht, in England.Seit Kurzem haben die Deutschen, mit Franzosen und Brittsn wett-eifernd , ihr Werk wiederum vorgenommen. So entsteht vor UnsernAugen, von zwei würdigen Gelehrten nach einem wohl durchdachtenund gründlich vorbereiteten Entwürfe geleitet', die große Ersch-Grubersche Encyclopädie, ein Gesammtmagazin der Gelehr-samkeit und Kunst an sich; und so geht mit raschem SchrittseinerVollendung entgegen: das encyklopädische Handwörterbuch für diegebildeten Stände, das mit seltenem Werfall aufgenommene, soge-nannte Eonversations-Lexicon, ein reichhaltiges Magazinfür dic gesellige Bildung der neuesten Zeit. Allem außer den beide»verschiedenen Zwecken, den diese größere!, Werke sich vorgesetzt haben,gibt es noch einen dritten, der nicht minder als Zeitbedursnißschon in England gefühlt wurde, und der daselbst mehrere „La-sch en - En cy clo pä d i en" hervorgebracht hat.

Man will vor allen Dingen wissen und behalten das Nothwen-digste, das Wesentlichste, das Wichtigste, mit einem Worte; dasW issens w ü rdigste. - Auch der Unterrichtete, der rn seinem Facheunaufhörlich zulernt, will aus den ührigrn erfahren, «der nicht ver-