Band 
Erster Theil A - C.
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97 ADLER

ADLERFELD

A D L E R S H E L M ADNEZ 98

rentualium St. Francisci aufgenommen worden; daer anfangs Diaconus gewcst, und hcrnachmahls vondem Ertz-Bischofs zu Epheso, BasiUo Lacacro, dieStelle eines Presbytern i6g2, auch darauf i6z7voilBcrardiccUo im Nahmen des Collegii Bononielchs,den Gradnm eines DoctorisTheologiä erhalten. Wieer sich einige Jabren hierauf nach Wien, Prag, Dreß-den und Wittenberg begeben, hat er die evantzelffcheReligion angenommen, und ist Professor Lingua itali-lwa in Wittenberg worden, allwo er iL68, den 21May gestorben, und niafftme politiehe ; oradonem re-vocatoriam de erroneaRom. Eccleha öeo. hinterlassen.K.W,d. HL.

ADLER, stehe Aquila.

Von ADLER (stob. Salvius, Baron ), siehe Salvius(stob. ).

ADLERFELD (Gustav), ein schwedischer Edelmann,gebohren 1671 bey Stockholm auf einemDorfe, wel-ches sein Vater Carl Adlerfelv, der Cron-Schatzmei-ster war, besaß. Er studirte zu UpsaL und hielt imJahr 169z an dem GeburtATage Carls XU, damah-Iiqcu Cron - Printzcns, eine lateinische Rede, die ge-druckt wurde; dispittirte auch 1696 unrcr Prof.Lan-«enlöffs Vorsitze de ordlnibus equestribus. Hieraus

besähe er den dännemarckischrn Hof zu Cvppenhageniind den gottorsischen zu Kiel, und kam über Ber-lin nach Halle, wo er sich über ein Jahr aufhielte.Zu Ende des Jahrs i697gieng er nach dem Haag,undward von dem schwedischen Abgesandten bey Schlies-sung des ryßwickischen Friedens in wichtigen Angele-genheiten gebraucht. Nachdem er die vornehmstenStädte in den vereinigten Niederlanden gesehen, thater eine Reise nach Franckrcich und Engelland, kehr-te aber 1700 von Paris nach seinem Daterlande zu-rück, und schiffte sich zu Stralsund in eben die Jagdein, worinne der Hcrtzog von Schleßwig - Hollsteinwar, der ihn zu Earlshafen dem Könige vorstellte,welcher ihn zu seinem Cammer - Juncker ernennte.Hierauf sicng er an, ein genaues Taze-Buch vondenFeldzügen CarlsXII zumachen, dar;« ihm von demKrregs>Rath alle nöthige Nachrichten auf königlichenBefehl ertheilet wurden. Er setzte auch dasselbe be-ständig fort bis auf die Schlacht beyPultowa 1709,da ihm eine Etnckkugel das Leben nahm, als er ebendamahls die Aufsicht über den würtembergischen Printz,rNarmnlian Emanuel, hatte. Von diesem ward,dasAl8r. sorgfältig aufgehoben, und nach dieses Printzen^vde kam es mit nach Stuttgard, und endlich in die^^Essarl Maximilian Emanucl Adlerfelds, der desPassers Sohn und hcrtzoglich-hollstcinischer Cam-stl™ Dieser übersetzte es aus dem Schwedi-

n a Hrantzösischc,worauf es zu Amsterdam 1739

nJ Ä gedruckt ist, denen noch ein Tage-Buchb. » « 3 f lf 5 des Königs nach Bendcr beygefügt wor-w'D.mscheu bereits nut vielen fremdenl! Stönttit sew,'st. Es hat des obigen GustavsGemayim, gebshrne van Stebcu, einen Auszug auserimidctcm Lage - Buch, so bis auf den Einfall inGelehrt. Lexk. T. 1 ,

Sachsen gehet, in deutscher Sprache gemacht, auchsolchen auf ihre Kosten zu Wißmar drucken lassen.Man hat aber wenig Exemplare davon übrig behal-ten, indem eine grosse Anzahl derselben auf der Seeverunglücket. Bey gedachter ftantzösifchen Ucbcrft-tzung, so zu Amsterdam unter dem Titel : Hijloire mi-litaire de Charles Xll Roi de Suede, heraus gekommen,findet man auch die Lebens - Beschreibung des Ver-fassers.

ab ADLERSHELM (Johanna Lorenzin), eine Toch-ter Christian Locenyens von Aolcrshclm, Bür-germeisters in Leipzig , und Wittwe des österreichi-schen Grafen von Oppendorf, hat die Scraronicamaus dem Frantzöfischeu ius Deutsche übersetzet. Siewar zu Hamburg gebohren, und nebst ihren Schwe-stern von zarter Jugend an im Haag erzogen, her-nach zu Leipzig in Sprachen und Wissenschaften wohlunterrichtet worden. Jhr Geinahl hat fie verstossen;man weiß aber nicht weswegen, und sie hat densel-ben überlebt, ihre Witbenschaft zu Erfurt hingebracht,und ist daselbst 1680 gestorben. Mol.

ab ADLERSHELM (Matthias Andreas Lorentz),ein Rakhshcrr in Leipzig, woselbst er gebohren, schriebDifpucationes de Monarchia; de subditis ; de tem-perantia; de Magistratu &c. tmb starb löZg den 22Jul. im 66 Jahr. W,d.

ADLUNG (Johannes Ghristophorus), einPHilofopHusund Mcdicus, von Erfurt, wurde daselbst anfangsProfessor Linguarum Oricntalium, und nachgehcndsMedicin«. Er schrieb Übserv^tiones nonnullas phi-loiogicas, ex utroque testaendnto erutas ; Anti - Co-rollarium kippingianum/ feu animadversiones phy-fico-medicas in Henrjéi Kippingii corollarium desanguinis motu; difiautationes varias; und starb1681 den 20 In«, imgz Jahr. W,ll.

ADLZREITER ( jbh.), ein berühmter Historiensund Rcchtsgelehrter bon Tcttenweiß, war Eantzler inBayern, und gab 1644 eine astertionein Elcctoratusbavarici, pro Maximiliano, Principe Electore, con-tra vindicias palatinas Johannis Joachimi' a Rusdorfheraus; machte sich auch durch feine Annales hojicLgentis , dariunc er die gantze bayeristl-e Historie vonAnfang bis auf den Tod des Churfürstens Maximi-lian! i6;o ausgeführet,bekannt, welche zu München1662, und wiederum zuLeipzig nebst des Herrn Leib-niycns Vorrede 1712 in folio gedruckt find; darinneAdhreitern, warfufaus, oder Johann Ferveaux, einJefuite aus Lothringen, im Stylo soll aßistiret haben.Leibnitz in prœf.

ADME TUS, ein griechischer Poet, zu den Zeiten desKayscrs Crajani und Haoriam, welcher eine Ode derebns facilibus liebst verschiedenen Saufiiedcrn ver-fertiget, auch sich selbst eine Grabschrift, darüber sichLucianus mogviret, gemacht, daß fein Leib aufErden,und fein Geist im Himmel sey. Vo.S.

ADNEZ, mit dem Zunahmen le Roix, ein frantzosifcherPoet, welcher imizEeculo unter der Regierung Kö»

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