2 z 3 ALBUCUS ALB U QUER QUE
ALBUCUS (Aurelîus), schrieb 1554 zu Venedig i»-stitutiones chriitianas IN drey Büchern. K.
AL-BUCHAR (Muhamet Walphai), ein târckischerGeistlicher , legte sich auf die mystische Theologie undschrieb unter andern in arabischer Sprache: einen kur-zen Begriff der orientalischen Philosophie, darinne erGott also anreden soll: 0 mein Gott, der du das Ge-heimniß meines Wesens, der Geist meines Lebens unddas Licht meines verfinsterten Fcnstcrgens bist, machedurch dein Wesen mein Wesen herrlich und stucke mei-ne Eigenschaften in de.nc Eigenschaften ein. Tenyelsmonatliche Unterredungen.
A L B U I N U S , ein Presbyter, hat ein Buch de virtu-rlbu; 8c viril? geschrieben, wovon die Vorrede in '.Nar-ren e Anecdot. T. I p.66s stehet. Fa.
ALB ü AI AS AR, oder Aiboailar, ein arabischer Phi-losophas, Medicus und Astrologns, welcher inAfricaerzogen, und mnsJahr Christi 844 gclebct, auch un-terschiedliche Sachen, die Gesnerug anmcrckct, z. E.äs rnagnis conjunctionibus traitants; de judiciis
aftrorurst geschrieben hat. Durch sein Werft von demUnilauf der Jahre hat er sich den Ruhm erworben,daß er einer der grösten Astronomorum seiner Zeit ge-wesen. K. Blanciinus chron. mathem. Vo.
ALBUNIUS, siehe Albinu?.
de ALBUQUERQUE (Alphonsus), siehe Alphon-sus dc Albuquerque.
de ALBUQUER.QÜE (Andr.), ein Portugiese vonCintra ohnweit Liffadon, gcbohren 1621, war in derKriegs - Kunst sehr geschickt, empfieng in der spani-schen Belagerung der Stadt Elvas einen Musqveten-Schuß, daran er den 14 Jan. 16^9 starb. Man hatvon ihm eine Beschreibung der Schlacht 1653 widerdie Spanier, zwischen Arronches und Assumar, dieKönig Johann IV zu Lissabon hat drucken lassen.Alemoire? de Portugal.
de ALBUQUERQUE (Bernhard.) , ein Spanier,von seiner Geburts - Stadt zngenannt, studirte zu Al-cala die Philosophie und Theologie, begab sich daraufnach Salamanca, und ward bey den Dominicanernein Laye, weil er in nichts merrken ließ, daß er wasgclernet hatte. Als aber hernach 2 junge Clerici imKloster über einer theologischen Streitigkeit sehr hartan einander geriethen,mengte er sich in ihren Discoursein, und entschiede ihren Disput mit grosser Wohire-denhcit und vielen Gründen, die er aus des Thomasvon Aqvino und anderer Schrifftcn geschickt mit ein-zubringen wuste^ worüber jene, die ihm nicht ein-mahl zugetrauet, daß er sie in ihrer lateinischen Un-terredung verstanden haben kvnte, in grosse Verwun-derung geriethen, die es auch ungesäumt den! Priorcrzehlten, der ihm alsobald den Dominicaner-Habitanlegen, und nach der Zeit zum Priester einweihenließ. Hierauf ward er ein Mißiouarius in der Pro-vinz Zapoteca, und in verschiedenen Collcgiis in Me-xico Rector, auch 1533 Prior Provincialis, endlich1559 Bischof zu Gvaraca, wo er 1579 den ug Iul.mit Tode abgicng. Er hat in der zapotecischeu Spra-
ALBUQUER^UE ALCAEUS 224
che, die er vollkommen verstanden, und darinne vie-le ^Predigten gehalten, einen Catcchismum oderTractatvon der christlichen Lehre geschrieben, welchen dicMiftsionarii daselbst mit grossem Nutzen brauchen können.Ech. Anr.
de A'LBUQUERQÜE(CuelloEduardus), killMarck-grafe von Basto und Pernainbuc in Brasilien, ausPortugall bürtig. war bey dem Könige in Spanien,Philipps I V , Cammer-Diener und Staats - Rath,ließ sich auch in Keieges-Diensten brauchen, schriebmemurias diarias de la guerre de! Brr.Jil , und starbUM 1658. Anr.
ALBURGIUS (Jo.), siehe Johannes Alburgius.ALBUTIUS SILUS (Cajus) , ein berühiutcr Red-ner zu Rom, aus Novara bürrig, kcb.e in dem erstenScculo, und war cinAdvocat, welche Lebens-Art eraber qvittirte, da er in einem Proceß unglücklich ge-wesen. Als er im Alter mit einem Geschwür incom-modiret wurde, gab er dem Volck in seinem Vater-lande, dahin er sich wieder gewendet, seinen frcywilli-gcn Tod in einer langen Rede zu verstehen, welchen erauch durch Htmger bewerftstelligct. B. Sve.ALBUTIUS (joh. Petrus), vonMcyland bürtig,lehr-te als Professor Philosvphiä zu Pavia, schlug andereVocationes aus, praccicirte glücklich, und starb 1583zu Pavia, nachdem er ausser andern Consilia medicahinterlassen. Picinelli ateneo.
ALBUTIUS ( Titus ) , ein epicurischer Philosophus,welcher sich in der Jugend zu Athen auf die griechischeLitteratur geleget, und hernachmahls Sardinien A. U.649 als Pro-Prator regieret. Als er aber wegen un-rechter Verwaltung der gemeinen Gelder angeklagt,und in die Acht erkläret wurde, begab er sich wiedernach Athen, und erlustigte sich daselbst mit der Phi-losophie. Cic. B.
A L c A D I N U S, ein sicilianischcr Medicus von Syra-cusa bürtig,.florirte zu Ansgangc des 12 und Anfangedes 13 Seculhgab zu Salerno einen Professoren! Me-dicina ab, stund auch zugleich bey dem Kayscr Hcn-rico VI undftriscrico II als Leib -Artzt inDienstcn,schrieb auf Befehl dieses letzter» ein lateinisches Ge-dichte de balneis puteolanis, welches der zu Venedig1553 in foi. publicirten Sammlung de balneis mitcinvcrl ibet, nnd von Joh. Franc. Lombards inseinem Buche de aquis pueeolauis fast gantzlich aus-geschrieben worden, verfertigte auch eine Schrift detriumphis Henrici imp. inglcichen eine andere debis gute a Friderico II Imp. prceclare ac fortiter ge-sta fant, nnd starb in einem Alter von 52 Jahren.M. Fa.
ALCAEUS, ein lyrischer Poete von Mitylcne, lebtein der 44 Olympiade, verfertigte bcliicas res; einGedichte de navigitione sua ; hymnos in Apolline;«& Mercurium, in welchen Gedichten er wider die Dftrannen scharf geschrieben, und die Sitten und T'^à gcndcn recommcndiret; wicwol er selbst nicht allezeltdergleichen Meinung gehabt. Er war dem Trunftesehr ergeben, und überaus geil, aber dabey ein guter
Solda.e;