277 ALLAMANON ALLARD
de ALLAMANON (Bertram), ein Poctc aus Pro-vence, machte viel Verse zu Ehren der Gtephanettede Remania, einer Verwandt!» der berühmten A-au-ra, die vom petrarcha besungen wurde, verfiel dar-auf in satyrische Verse, ,n,d schonte auch Laroli Hnicht, daher er seine Einnahme, die er imHafen Per-tnis vom Saltze hatte, verlohr, darauf aber von K.Roberto, als einem grossen Poeten-Patron, an Hofgezogen wurde. Er schrieb von den frantzosischen in-nerlichen Kriegen in Versen,und starb 129;. Ve.
l’ALLAMANT (Johannes), ein Medicus von Att-tun, hat im i6Scculo gelebet, und de collationean-ni romani pnecipuarumque gentium exterarum, soIN den 9 romum thesauri gronoviani eingerückt wor-den, herausgehen lassen.
ALLARD (Claudius), stehe Alard (Claudius).
d’ALLARD (Claudius), einJesl'.ite, von Lion bürtig,hat des ffrancistl Akiau Tractat de gravirare pecca-ri morcalis , und des ‘Job. Etifebii Nicrembergii ama-bilem Jesum Christum, Sc modum eum amandi, aus
dem Spanischen ins Frantzösischc übersetzet, und ist1641,1 Ocr. gestorben. W, d. AI.
ALLARD (Guido), ei» Frailtzose aus dem Dauphi-ne, gebohren um die Mitte des 17 Scculi, war Gé-néalogiste von Dauphine und Präsidentin der Electionvon Grenoble, wclchcsAmter «Herwegen seiner schlech-ten Aufführung wieder niederlegen muste. Er mach-te siel» drirch viele Schrifften, welche meist die Histo-rie solcher Provintz angehen, bekannt. Solche sind:
la bibliothèque dti Dauphine ; P histoire de HumbertllDauphin du Viennois; les Présidais uniques pre-miers Présidais du conseil Delphinal ou du Parle-ment' de Dauphine; les Gouverneurs Lieutenantsau ■gouvernement de Dauphine; Zizimi, Prince Otto-man , amoureux de Philippine Helene de Sajfenage; hi-stoire de la vie de Soffroy , Prcjident au Parlement deGrenoble ; vie de Charles du Pny , Seigneur de Mont-brttn; vie de François de fíaufrcmont , Baron desAdrets, so mit den beyden vorherstehcndrn ;u Gre-noble 167z in 12 unter dem Titel hijhire des troishommes illustres du Dauphine zusammen gedrückt wor-den ; histoire du conseil Delphinat ou du Parlementde Grenoble ; les anciennes inscriptions de la ville deGrenoble; le nobiliaire du Dauphine; ou discours hi-storique de familles nobles de Dauphine avec le bla-zon de leurs armoiries; bstoires généalogiques desmaisons de Dauphine in 4 Ovart-Bande»; hstoiregénéalogique de la maison de Langon ; histoire généa-logique de la maison de Montcbenu ; histoire genealo-' giqnc des familles de du Pny-Montbrun tjf deMurinais;généalogie de la maison de Simiane , liest auch noch ti-ne vollständige Historie des Parlaments zu Grenoble;Tractat vom Justitz-Policey-und Finantz-Wesen inFranckreich mit historischen und politischeir Anmer-kungen rc. und starb 171;. Lo.
A L L a R d (Marcellin), hat 1605 zu Paris la gazettefrançoìfe herausgegeben.
ALLASIDENUS ALLAT 1 US 278
ALLASIDENUS, sieheUrstiüus.
ALLATIUS (Leo), oder Allarri, ein gelehrter undin den Alterthümern wohlcrführncr Grieche, gebohrenauf der Insel Chio 1586, gicng 1600 nach Rom, undstudirte in dem griechischen Collcgio: worauf ihn derBischoffzn Anglona zu seinem Groß-Vicario machte,welche erteile er aber nach zwey Jahren verließ, undwieder nach Chio gicng, allwo ihn der Bischofs ge-dachter Insel, Màrcus Iuftiniani, gleichfalls zu sei-nem Groß-Vicario ernennte. Aber er gieng nach ei-niger Zeit zurücke nachRcm, trieb allda die Medicin,und wurdeDoctor in derselben. Nach dicftm legte ersich auf die Humaniora, und wurde in dem griechi-schenCollegio zuRvui/Proftssor der griechischenSpra-che, gab aber auch dieses Amt nach einiger Zeit auf,und wolte bloß vor sich leben. Gregorius XV schick-te ihn nach Deutschland, daselbst die heydelbcrgischeBibliotheck abzuholen, die ihm der Churfürst vonBayern gcschcncket hatte. Als aber dieser Pabsi iu-dchen gestorben, wurde er in Verhaft genommen, weilman ihn beschuldigte, er habe die besten Bücher ausgedachter Bibliotheck eutivendct: wiewohl er hernachvon dieser Anklage losgesprochen, und auf'freycnFußgesetzt wurde. Er hielt sich darauf bey dem CardinalDiscia auf, wurde Bibliothccarius bey dem CardinalBarberiui, und 1661 zum Ober-Aufseher der vatica-nischen Bibliotheck ernennet. Er war ein sehr arbeit-samer Mann, der ein trcflich Gedächtniß und grosseGelehrsamkeit besaß; wobey er die Absicht hatte, diegriechische und lateinische Kirche zu vereinigen; wie-wohl er stets die Parthey der römischen gegen die grie-chische nahm. Er lebte unvci hcyrathet, und wolte sichin keinen Orden begeben. Alexander VIII fragte ihn,warum er in keinen Orden trete? und er antwortete:damit er hcyrathcu könne wenn er wolle: worauf derPabst fortfuhr: Aber warum hcyralhct ihr deimnicht? und feine Antwort war: damit ich in cinenOr-dcn treten kau, weint mir die Phantasie ankommt. Erhatte eine treffliche Gabe, die griechischen Manuscriptegeschwinde zu copircn : und wie ihm eine Feder, die er40 Jahr dazu gebraucht hatte, verdorben war, be-trübte er sich dergestalt darüber, daß er sich kaum derThränen enthalten konte. Er starb zu Rom 1669den i9Jan. im 8Zken Jahre, und gab heraus Cate-nam S. patrumin Jeremiam prophecam; EustathiumArchiepiscopum autiochenum in Exahemeronejus-que Diil.de Engastrimytho cum notis & suo deEnga-strimytho syntagmate, welches syntagma auch ttt bettcriticis sticris steht; Monumentum aduJiranum Pto-lomœi III /Egyptiorum régis ; iatro-Iauream Gabrie-lis Naudsi pariiini, gneco carmine inaugu/atam;Julii Cœfaris Lagalla: de cœlo animato diiputatio-nein; confurationem kiibulw de Joanna Papista exmonumentis graccis; Mantisiam & opéra S. AnselmiEpiicopi cantuariensts ; Apes urbanas , Welche Do-ktor Fgdritius 1711 zu Hamburg auflegen lassen; dePscllis & eorum feriptis , welches inan auch in ffa-vritii Biblivtheca gfaca findet; de ermribus viro-
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