A M B R O S I U S
AMBROSIUS
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vortreflicher Lehrer der heiligen Schrifft, gebohre» zuTrier, oder Arles 333, oder wie du Pin meinet, um340 zu Lion, auf dessen Mund sich in der Wiege einDienen-Schwärm gefetzet, welcher sich »ach öfftermEin- und Ausfliegen in die Höhe gezogen; dahero ihmfein Vater gleich was grosses prophczcyet. Er hieltsich, nachdem er seine Etudia absolviret, zu Rom auf,allwo ihn Anieius Probus, Valentiniam fürnehmsterMinister, zu feinem Rath, und hernach zum Bürger-meister machte; worauf er die Etathalterfchasst überdie ligorifchcn und amilifchcn Provintzen erhielt. Nach-gchends wurde er zum Bischoff zu Mcyland crwchlet.Ob er nun wohl sehr für diesem Amte flöhe, so ließ ersich doch des Volckes Bitten bewegen, selbiges an-zunehmen ; worauf er sich den Arianern großmüthigwidersetzet, und den Kayser TheoSssium, wegen desan den Thessalonichern begangenen grausame» Mords,nicht eher wieder in die christliche Gemeine angenom-men, bis er eine lange und öffentliche Busse darüberbezeiget. Sein Lebcns-Ende hat er vorher verkündi-get, daß es vor dem Ostcr-Fcst 397 heran nahenwürde, welches auch eingetroffen. Er ist in der Dom-Kirche zu Mcyland begraben, und hat Je officiisjdevocarione omnium gentium ; de bono mortis ; deJacob & mabeara; de interpellarionibus ; de my-steriis initiandorum ; Commentar. in Lucam & epi-stolasPaulij de Trinitate ; de Gedeon ; de pceni-rentia; de virginitarej sermones; epiftohs See. ge-schrieben. Seine Schrifften sind zuletzt zu Paris1686, und 1691 foi. von den Bcnedictinern mit gros-sem Fleiß, nebst einer schönen Nachricht von seinemLeben und Schrifften heraus gegeben, und von ebendenselben mit dem miilili Ambrosii vermehrt, und1726 wieder aufgelegt worden. Seine merckwurdigeEpistel de potestate imperiali 8c episcopali hat Golv-ask dem 2 dorn Tomo seiner Monarchie einverleibet;das Buch aber de doÄrina & moribus Brachmanum,so Eduard Bissaus mit dem Palladio zu Louden herausgegeben, wird ihm von einigen abgesprochen; daheres auch die Bencdictiner in der letzten Auflage seinerWcrcke weggelassen. Fa. Hie. O PB. Sig. T.
AMBROSIUS, ein reicher,beredter und mit grossemNachdencken begabter Diaconus zu Alexandria, im 3Seculo, welcher durch Grigenem von der KetzereyMarcioniz und Valenrini bekehret worden, und her-nach die christliche Lehre, auch bey der Marter, behertztund freymüthig bekennet. Vrigenes hat ihm die hei-lige Schrifft erkläret, auch auf sein Antreiben dasgrosse Werch der Auslegung über die Bibel verfasset.Hie. Fu.
AMBROSIUS, ein Schüler des Didymi, gebürtigvon Alexandrie», lebte im 4 Seculo, und schrieb ad-verfus Apollinarem; de dogmatibus, und Comm. inJob. Hie. Fa. Postev. Pin.
AMB ROSIUS de Altamura, oder del Giudice, sieheAltamura.
AMBROSIUS Autpertws, fUl)( Autpertus.
AMBROSIUS, ein oberster Abt des camaldnlensischenOrdens (daher er Camaldulensis zugenahmt wurde)war zu Portieo in Romagna, ohnweit Forli, den. 24Sept. An. 1378 gebvhren, und hieß mit seinem Ge-schlechts, Namen Travcrsari. Erlegte sich unter deinEinauucl Lhrysolora zn Venedig, und sodann auchzu Florentz mit großem Eifer auf die griechische Spra-che, und trat hierauf den 8 Oct. An. 1400, in dem22 Jahre seines Alters, zu Florentz in den gedachtenOrden, da er denn nicht lange hernach den Schulendes Eonvcnts, und An. 1431 als General dem gan-zen Orden vorgesetzet wurde. So bald er dieses Amtbekommen, gab er sich sehr viel Mühe, die verfalleneDisciplin in den Klöstern seines Ordens wieder herzu-stellen, und eine Reformation darinne vorzunehmen,wobey er aber viele Verdrießlichkeiten auszustehen hat-te. Er ist, um sich in der griechischen Sprache nochfester zu setzen, selbst nach Constantinopel gere,set, undhat auf dem Concilio zu Ferrara und Florentz mit denGriechen disputiret. Er hat eine Vercinigungs-For-mcl zwischen der griechischen und lateinischen Kirchen,ein cnronicon montis .Casmi , welches er zwar, ei-niger Meinung nach, nicht selber geschrieben, sondernnur revidirt haben soll; eine Historie, was er wäh-render Zeit seines Generalats verrichtet; einige Le-ben der Heilige», als Eugenuc virginis und SS. Proti& Hyasinthi ; ein Hodœporicon, welches NicolausDartholímîscdirt; tractatum desacramenro admira-bili corporis Christi &c. verfertiget, auch desDiony-sil Areopagitä Werek de ccelesti bierarebia ; des Ma-nuelis <Ldeca wider die Irrthümer der Griechen;Palladü Lebens-Beschreibung des Chryiostomi ; desLhrysoskoml 3 Bücher de providenria und adverlusvitos monastic* vituperatores : JEncam Gazuum : Jo.Climacum: S. Bajilium de vera virginitate : S. Epbt'i-mi sermones ; ferner S. Athanaftum contra gentes,Cbryjbflomum in Àlatthœum und andere Werekgen des-selben mehr; Sopbronii und Jo. Moj'chi pratum. l'piri-tuale; Eusebium de tempere refurrectionis Christi,viram Gregorii Nazianzeni und unterschiedene andereaus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt, und istzu Florentz, nicht ohne Argwohn beygebrachten Giffts1439, 2i Oet. gestorben. Augustmus Floreurinushat seiner historia: ordinis camaldulensis eine schöneLebens-Beschreibung dieses Ambrosii fürgesetzt. B.Jov. T. Wh. ÄE. Gi. Fa. Nie.
A.MBROSIUS Catharinus, siehe Carharinus.
AMBROSIUS Caturcenlis, ein frantzösischer Bischoff,lebte um das Ende des 8 Seelrli, und kriegte den Zu-nahmen Caturcenlis von der Kirche Qverey in Gvie»-ne, welcher er vorgesetzt war. Gudin hält ihn für denVerfasser des tractatus deiis cjuiinitiantur mysterii«,Und der 6 Bücher de Sacramentis, welche unterbrosil mediolanenlis Werckcn stehen. . O. Si.
AMBROSIUS, aus Bergamo, schrieb 1490 zunedig ein Chronicon. K.
AMBROSIUS de Cordua, ein Neapolitaner, ausSpanien herstammend, wurde zu Paris 1611 Magr^
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