Band 
Erster Theil A - C.
Seite
339-340
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339 AMEL1US AMELOTTE

Erführet/ wir wir aus einem Fragments sehen, so Ea-sebius in prsparatione evangelica erhalten; ohnewelches wir nichts von seinen Schrifften übrig haben.B. Porp.hyrius in vira Plotini.

AMELIUS (Georgius), sonst Achtsnit genannt, einberühmter Rechts-Gelehrter, imi6Seculo, lebtelange Zeit zu Freyburg im Brißgau, und schrieb Re-sponsa. Ad. Pant.

AMELIUS (Martinus), ein Sohn des Georgii Amelü,gebohrenzu Freyburg in Brißgau 1526,30 Oct. warein berühmker Doctor Juris und Cantzler zu Baden,undwurde von dem Kayser Ferdinands I wegen seiner Ge-lehrsamkeit geadelt. Ad.

AMELIUS (Petrus), ein frantzösischer Augustiner-Mönch von Brenaco in dem Bißthum Aleth, wurdeUrbana V Sacrifia und Kirchner, hernach GregoriiXI Pönitentiarius und Bibliothecarius, sodann 1365Bischofs zu Sinigaglia, ferner Ertzbischoff zu Tarent,Patriarch zu Grado und Alexandrin, wie auch Admi-nistrator von Aqvileja. ^ Als Patriarch hat er 1392unter den Cardinal-Bischöffcn seinen Platz gehabt, undist noch 1397 am Leben gewesen. Er hat ein Buchde ceremoniis Ecclesue romans , inglcichcn itinera-rium Gregorii XI geschrieben; davon ersteres \nMa-hiüonii Mufeo ItaL T. II, letzteres beym Bzovio adan. 1376, und beym C 'iacconio im Leben Gregorii XIstehet. Er hat auch registrum omnium librorum li-brarias Gregorii XI Verfertiget. Ech. Fa. Gandulpbusde 200 S eriptor. Augustin.

AMELOT de la Houslaye (Abr.Nic.), ein guter Cri-ticus, war zu Orléans An. 1634 im Febr. gebohren,und wird in den dasigen Taust-Registern nur alleinNicolaus genennet, woraus zu schliesten, daß ihm derNahme Abraham, der ihm von etlichen beygelegetwird, nicht zugchöre. Von seinen Lcbens-Umständeufindet man sonst nichts, als daß er An. 1669 bey demfrantzösischen Ambassadeur zu Venedig de G. Andre,Secretarius gewesen, und in dieser Stadt sich etlicheJahr aufgehalten, soustcn aber, ohngeachtct seinesgrossen Fleisses, iederzeit in Dürfftigkeit gelebet hat.Er schrieb Hifloire du gouvernement de Venise, übersetzteP. Suavis Historiant Conc. Trid. und seinen Tr. debeneficiis aus dem Italiänischen; ingleichcn des Gra-vant homme de cour aus dem Spanischen ins Fran-zösische ; edirte auch trefliche Noten über den Tacitumund die Lettre; de Cardinal d'OJflat, schrieb la Moraledu Tacite ; le Prince de Machiavel; tr. de la flatterie;recueil de traitez de paix; la vie de Jesus Chrifl Und

andere, darinne er ei» gut Jndicium und viel Bele-senheit weist, starb aber in höchster Armut zu Paris1706, 8 Decembr. in seinem 73 Jahr. Ist. Nie.

AMELOTTE (Dionysius) , ein Mitglied von derCongrégation desOratorii, und Doctor der Sorbon-ne zu Paris, war zu Saintes An. 1606 gebohren,wurde An. 1632 Priester, und trat An. 1650 in diegedachte Congrégation, worinne er auch verblieb, biser endlich den 7 Oct. An. 1678 mit Tode abgieng.

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Deine vornehmsten Wercke sind eine frantzösische Ue-bersetzung des neuen Testaments, so zum öfftern niitund ohne Noten an verschiedenen Orten aufgelegetworden, und die unter andern auch deswegen merck-würdig, weil er in derselben Zucignungs-Schrifft anden Ertz-Bischoffzu Paris, Oe perefixe, die von Port-Royal, und insonderheit den berühmten Nicole, heff-tig angegriffen; wiewohl diese Schrifft in den neuernAuflagen weggelassen worden; ferner vita Jesu Chri-sti, seu unitas 4 Evangelistarum ; und abrege de Theo-logie See. * Sonst hat er auch auf ausdrücklichen Be-fehl der Königin 2 lnm von Oesterreich, das Leben derMargarethä vom heiligen Sakrament, einer Carme-liter-Nonne, beschreiben müssen, welches aber viele»Widerspruch gelitten, und nicht eher ausgegeben wer-den dürffen, bis die darimre erzehlten Dinge von demBischoff zu Antun d'Attichi, bekräfftiget und gcbilli-get worden. Nie.

AMELRY (Franc.), ein Niederländer im 16 Seculo,war Baccalaureus Theologiä und Prior der Carmeli-ter zu Ppern in Flandern. Er ließ eine sonderbareFrömmigkeit von sich spüren, und schrieb paraphrasâtin Plaint. 114 ; ingleichen in exitum Israel ex Aigy-pto. Svv. A.

AMELUNG (Christian), ein lutherischer Prediger, ge-bohren 1640, 30 Jan. zu Stettin in Pommern, ftu-dirte daselbst und zu Leipzig, ward 1672 Pastor zuS. Gertrud und Johann zu Stettin, starb 1696 den29 Mart. und verließ viel Disputationes und Leichen*Predigten. Jsn.

AMELUNG (Petrus), ein MedicusvonStendalausder alten Marck bürtig, hatte zehcn Jahr mit Erler-nung der Artzlreykunst aus unterschiedenen deutscheir,französischen und andern ausländischen Akademien z»-°gebracht, wurde 1604 zu Jena Doctor, practicirtehierauf in seiner Geburts-Stadt, suchte die Chymieund die hierdurch verfertigten Arzcney-Mittel, sehr z»erheben; sschrieb deswegen TraLkazum nobllem prstmum, in guo Alehemis, s. chemies artis antiquE'fimse inven.no , progreiîìo, obscuratio & instauratimturn dignitas, neeeffitas 8c utilitas demonstratur, lei-tete den Ursprung dieser WissenscHafft von Adam HT,gerieth aber mit Gui!. Bœkelío, einem andern Medicoin Stendal, hierüber in Streit, publicirte also zu sei-ner Vertheidigung den Tractatum nobilem secundurn,continentem apologiam, quee macitlam a D. Cup-Bcekelio chemicae medicins tentere adspersam diluwatque repurgat, welcher zu Leipzig 1603, 8Vorschein gekommen. Er machte mit der von »st»erfundenen Tinctura antinephritica vieles Aufseht»!wie denn auch die amelungischen Pillen noch zu darihre Liebhaber finden. Li. Kest. u

von AMELUNXEN (Isibordus), Will’ »»<? dem 'ten ad liehen Geschlecht des von 2imclunxen, welcheLarolris M. wegen seiner Tapsscrkcit bey Erobcrm »Brunsberg das Gut scheuchte, welches ietzo noch A»lmixen genennet wird. Er ergab sich dem Studwe /-und besuchte die Schulen zu Paris, Oxftrt, C-m