Band 
Erster Theil A - C.
Seite
369-370
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3 ó 9 ANASTASIUS ANAXAGORAS

contcmplatio mystica paífionum Christi &c. bcì)fgefegt, mit» viele anbete seiner Schritten liegen nochim XIS. J a.

A N A S*T A S I U S, eilt Hisioricus, hat 962 gelobet,unddas Leben Gregorii Narianreni, welches GrcgoriusPresbyter griechisch verfertiget, in die lateinischeSpräche übersetzet. H. Vo.

ANASTASIUS, ein Presbyterzu Constantinopel lindRector der Schule St.JohanniS daselbst im Ansängedes 18 Seculi/Hat expoiitionem rhetorices geschrieben,die aber noch nicht gedruckt ist. Proc.

ANASTASTUS, (Joh.), siehe de Arana.

ANATOLIUS, ein goleesfürchtiger und gelehrterKischoff zu Laodieea, von Alepandrien bürtig,hat inder letzten Helffte des z Seculi gelebet, ist ein vor-trefflicher Redner, Mathematieus und Philosophus,auch mirer den Christen der erste gewesen, der benAriscotclem zu Alexandrin erkläret; hat von derFey-rung des OsteiyFefees oder canonem paschalem ge-schrieben , welchen.Jbuehcoiuü mit Anmercknngen er-läutert, und seiner doctxina temporum einverlei-bet, der Verfasser der theologumenorum. aritlnneric®aber vieles daraus ausgeschrieben hat. EshatAna-rolius auch insticurione; arithmeticas hinterlassen;und Labbcus in Bebliotheca MStonnn führet pro-gnostica iereni aüris von ihm eilt- Mail hat auch V 0 I 1Thut ein ansehnlich fragmenrum ele iis, qeut antipa-tlna & sympathia Hunt, darüber Johann Jvenötctfgelehrte Ai merckungen gemacht, und welches mitdessen !at. Uedersetzuug in Fabricii Bibl. Graec Vol.IV stehet. Fa. Hie. T.

ANATOLIUS, ein Diaconus der römischen Kirche,zog an. 55g Fcrrandum, Diaeonum der Kirche zirCarthago, zu Rathe, wegen der Fretge, die derKay-ser Pustiniauus an den Pabst pwhanucm II hatte abge-hen laffcn: ob eine Person der heiligen Dreyfaltigkeitgelitten^ Die Antwort Ferrandi befindet siech in sei-nen Werden, welche?. Lhiflct An. 1649 zu Dijonauflegen lassen, m> ist ein Brief, welcher den Titelhat: de elnabus in Christo nauiris , & quod unus deTrenitate natus past’usque diel postit. C bijlet. in

. not. ad Ferrand.

ANATOLIUS, ei» Juriste, welcher das jus civilegelehret, und von Jusriniano um 560 zu Reinigungund Verbesserung der Jurisprudentz gebraucht wor-den. Rutilii vitx Jttorum.

ANAXAGORAS, ein Philosophus und Discipeldes Anaximenis, ist im ersten Jahre der 70 Olym-piade zu Clazomene in Ionien gebohren, und hat sichaus Liebe zur Philosophie seines reichen Erbtheils be-geben. Archelaus, Dcmocritus, Empedoclcs, So-crates, Themiscoclcs, Periclos und Euripidcs sind

■ feine Discipel gewesen : er aber soll siech aus die Astro-nomie geleget, de quadratura circuli, Wie auch Pv-n-»« geschrieben haben. Er hat viel sonderliche Lehrenfürgebracht; behauptet, daß der Mond ein bewohn-ter Cörper, die Sonne eine feurige Masse, und derSchnee schwartz sey; auch nebst der Materie einenGelehrt. I.cxiç. T. /.

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Geist zu Hcrvorbringung der natürlichen Dinge sta-tuiret, dahero man ihm den Nahmen »<>- 7 ? ober Geist ■beygeleget. Er wurde der Atheisterey wegen zuAchenangeklaget, und ins Gefängniß gebracht, dariime er,wie plutarchus bezeiiget seinen obgedaehten tr. daguadratuta circuii verfertiget hat rc. aber auch vonPcriclc vertheidigt, und musie ins. EHlimn gehen,worauf er zu Lampsacus im 72 Jahr gestorben. Mausagt, er habe niemahls gelacht, unter den Philosophisaber zuerst etwas geschrieben. Ueberhaupt ist er allemAnsehen nach in vielen Stücken ein Seepticus geweseil. /Llianu.s. Phi. Laerr. B. Ar. Stan.. Fa.

ANAXAGORAS, ein Grammaticus und Anhän-ger ocnodoti, welcher in lcholiis ad - Apolloniumangeführet wird, hat de regnn geschrieben. Fa. -

A N A X A N D R I D E S, oder wie Doßius aus dem Pluskarcho meinet, Alexandridez,. ein Historiens vonDelphos, hat TTSei rät rvXqSítìair L *raiij J «« , 7»»

geschrieben. Fa.

A NAX AND RIDES , ein griechischer Comödien-Schreiber aus der Insel Rhodus, hat in der rorOlympiade gelebt, zuerst geile Dmge auf dem Thea-tro fürgestellt, 6; Comodien, von deren 28 noch dieTitel übrig, und einige fragmenta von selbigen beymHertelio und Grotitt in excerptis anzutreffen sind,ver-festiget , und in 10 den Preis erhalten ; ist endlich,weil er die die Regierung der Athenienser getadelt,Hungers zu sterben verdammet worden. Ar.S. Fa.Meur.

ANAXARCHUS, ein Philosophus von Addern, hatzu Zeiten Alcrandri Magni gelobet, bey welchem erin sonderlicher Hochachtung gestanden. Der Tyran-ne zu Cyprus, Pöicoereon, ließ ihn nach AlepandriMagni Tode in einem steinernen Mörscl zerstampffen;welches aber 2lnaparchus gednltig ausstand, und sichselige die Zunge abbiß, welche er mit dem im Mundegesammleten Blut dem Tyrannen ins Angesicht ge-spien, weil er gkdrc het,daß er ihm dieselbe wolte aus-schneiden lassen. Er soll noch vor den Pyrrhonierndem Menschen das Vermögen, das wahre'von demfalschen zu unterscheiden, abgesprochen, auch obfer-vationes criticas über des Homcri Ilins geschriebenhaben. Laerr. Plu. Fa.

ANAXICRATES, wird von Strabonc angeführet.

ANAXILAS, siehe Anaxilans.

ANAXILAUS, ein pythagorischer Weltweiser, Ma-gns und Mcdicus, von Larissa auö Thessrlien, znAu-gusti Zeiten, wurde vo» demselben wegen seiner ma-gischen Künste, deren Plinins etliche erzehlet, aus Romund Italien gejagt. Er schrieb»«/,,,,« stve ludlera, wel-che verlohren gangen. Plinins. Fpipbmi. adv. lucres.

ANAXILAUS, eher Anaxilas, ein griechischer Poerrcomicus, war ei» grosser Eatyricus, und verschone-.te auch des plaronis Schrifften nicht. Er hat 16dramata , als.' ; fioTgvxlünj ; /f«,^««;

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