Band 
Erster Theil A - C.
Seite
373-374
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ANCILLON (Abrihim), siehe Ancillon(David).

ANCILLON (Carl), eilt Sohn des David 2 íivcilion, gcbohrcn zu Metz 1659 den 29 Jus. studirte insemer Vaterstadt und zu Hauau, wie auch zu Mar-pnrg, Genev und Paris, wurde an dem letzten Orteim 18 JchrAdvocat, practicirte darauf zu Metz/ undals daü Edict von Nantes wiederruffrn wurde, schick-tcn ihn die Rcformirte» allda 1685 nach Hofe, umvorzustellen, daß sie diese Wiederruffung nicht treffenkönte; wobey er aber nichts ausrichtete, als daß manetwas glimpflicher mit ihnen verfuhr. Er folgte dar-auf feinem Vater nach Berlin, allwo ihn der Chur-fürst zum ordentlichen Richter und Dircctor der fran-,zösischen Colonie in dieser Stadt machte, ihn auch1Ö95 als Gesandten in die Schwcitz schickte. Ais ihnderHcrtzog von Baden-Durlach hatte kennen lernen,machte er ihn zu feinem Rath, und erhielt von demChurfürsten, daß er ihn einige Zeit bey sich behaltendurfte. Als er 1699 wieder nach Berlin kam, wurdeer Ober-Richter über alle frantzöstfchen Gerichte in denköniglichen preußischen Landen, königlicher Legations-Rath und Historiographns, wie auch Inspector _fcecfrantzösischcu Schule zu Berlin, und Mitglied der So-cietät der Wissenschaften, in welchen Würden er 1715den 5 Julii gestorben. Seine Schrifften sind l’lr-revocabilité de Pedit de Nantes ; Reflexions politiquespar lesquelles on fait voir , que la persécution des re-formés eji contre les véritables interets de France ; laFrance inter c fée à rétablir P edit de Nantes; Histoirede rétablissement des François réfugiés dans les Etatsde son Älteste Electorale de Brandenbourg ; Melangecritique de liter autre recueillie des conversations du feuMr. Ancillon ; dissertation fur P usage de mettre la pre-mière pierre au fondement des édifices publics ; le der-nier triomphe de Frédéric Guillaume le grand, ou dis-cours fur la fiatue equejìre érigée fur le pont neufde Berlin; h fit, ire de la vie de Soìiman II Empereurdes Turcs ; traité des Eunuches, Unter ÎH'lît anagram-mati scheu Nahmen, d'Olline.-n ; Mémoires concernantles vies ft les ouvrages de plusieurs modernes célébrésdans la République des lettres; hfioire de la vie ff dela mort de Mr. Lichtfcbeid ; réflexions fur la toléran-ce ; le portrait de Mr. de Danckelman ; la balance dela religion & de la politique; la découverte dlun Espionfrançais tflsc. Nic.BS.

ANCILLON (David), ein rcformirttr Theologus,gebohren zuMctz ibi/dcn 18 Mark. allwo sein Vater,Abraham Ancillon, ein berühmter J C tus war, gieng1633 nach Genev, und studirte daselbst, wurde 1641Prediger zu Mcaux, und 1653 in seiner Vaterstadt zuMetz, von da er 1685 wegen Wiederruffung desEdicts von Nantes weichen muffe. Er erhielte einePrediger-Stelle zu Hanau, hatte aber daselbst so vielVerdruß, daß er solche verließ und nach Franckfurtund Berlin gieng, da er denn an dem letzten Orte ei-ne Prediger-Stelle erhielt, und allda 1692 den 3 Sept.verstarb. Man hat voll ihm la relation d'une Confe-rence, qu'il eut avec M. Bedacier Eveque d'Aout fur

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la mutiere des traditions ; apologie de Luther, deZteingk,de Calvin <fj de Beze; vie de Guillaume Furet, ou Pidée du fidele ministre de Christ; ks larmes de S.Paul,welches eine Predigt ist; Me/ange critique de literatu-re. Zu den Büchern hatte er eine uuguneine Liebe,und sagte von sich selbst, er habe die Btbliomamam;wie er sich dann eine sehr kostbare Bibliotheck ange-schafft, welche aber, als er von Metz weggegangen,zerstreuet worden. Sein Leben steht vor seiner Melan-ge critique so istanch 1698 ein Traetätgcn z-ir Bafelunter dem Titel discours Jiir la vie de feu Ancillon ge-druckt worden. B. Nie.

ANCINA ( Jo.juvenalis) , ans Fossano, florírte amAnfange des i7Sccuki, studirte anfangs die Medi-cin; wie er denn bey Fridr. Nladrmio, der sich alssavoyichcr, und hernach als kayferlicher Abgesandteram päbstlichcn Hofc aufgehalten, Leib-Medicus gewe-sen: legte sich hernach zu Rom auf die Theologie, undnahm den Prediger-Orden an, zu welchem Ende er sichunter die Anführung phUippi von XTeti, des Stiffcersder Congrégation Oratoriibegeben, und sich vom Pabst(Elemente VJII das Bistchum Salnzzo ausgcbeten.Er hat in feiner Jugend viel schöne Gedichte geschrie-ben. Er. Ug.

de ANCINÍS(Gérard.), ftdjeHatjcinus,

ANCKELMANN (Dieser.), ein Hamburger amEnde des 17 und Anfang des 18 Seculi, studirte zuHalle die Rechte, und ward daselbst 1695 Doctor,nachdem er seine Jnaugmal-Disputativu de pastis da-talibus gehalten. Er practicirte nach diesem in seinerVaterstadt, und gab 1707 eine Gegen-Vorstellungund Ehrenrettung gegen Mich. Weber an die hanr-burgische, Bürgerschaft heraus. Mol.

ANCKELMANN (Eberhardus), ein Liccntlatiis Theo-logie »nd Professor der orientalischen Sprachen aufdem Gymnasio zu Hamburg,istdaselbstgebohrcn 1641den 7 May, mtd war Theodor! Bruder. Nachdemer auf selbigem Gymnasio in der Philosophie, dem He-bräischen, RabbiinscheiyChaldäichen und Syrischen,einen guten Grund gelegct, hat er sich zu Wittenbrrg,Straßbnrg, Leipzig, Jena, Altorff, Giessen, Rostock,(woselbst er promovirt) und Tübingen auf die Theolo-gie appliciret, eine Reise nach Spanien und Portugallgethan, und sich dieselbigcn Sprachen bekannt ge-macht, damit er also mit den Juden in Hamburg rede»und sie gewinnen möchte. Nach seiner Wiederkunftward er Professor der hebräischen Sprache in Ham-burg, gab eine distertarionem de peribna, & officioChristi ; orationem inauguraient ; bina elogia ; Gene-lin hebraice cum versione lat.XantisPagnini&notisin hanc, ohne Meldung feines Nahmens; tabulaihebraieas in cap. I Genes. ; Prograromata funebriaheraus, hinterließ auch im MS. Loca de iìJe V. T.und Nachricht aus dem alten Testament vom Meßia,und starb in seinem Rectorat am Gymnasio 1703 de»i Nov. G, e, p. Mol.

ANCKELMANN (Theodor.), ein Hamburger aus-er andern Helfte des 17 Seculi, studirte zn HelmstadtAa 2 und