Band 
Erster Theil A - C.
Seite
435-436
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435 ANSGARIUS ANSIDEUS

Auchè angestellet, um 83 r zum erstell Bischofs in Ham-burg eingesetzt. Er crhielt834oder 835 dasPalliumund zugleich ein päbstliches Diplom«, daß er und sei-ne Nachfolger den Titel als Legat oder Vicarius vonallen mitternächtigen Reichen führen selten, that ver-schiedene Reisen der Religion wegen in Norden, standunter andern in Schweden währenden Banren-Tu-mults die Bcranbnng seiner Güter und Gefangen-schaft aus, stifftete zu Ramsol in Verben, damit er voneiner Matrone war beschenckct worden, 841 einBene-dictiner-Klosier, erhielt auch 844 das Bißthum Bre-men, that 847 nochmahlcn und zuletzt noch um 858oder etliche Jahre später eine Reise nachDännemarck,undflarb zu Bremen an der Dysenterie den z Februar.864. Erwarb vomPabst Nicolas -I unter die Heili-gen gefetzt. Man hat von ihm lib.de vitaSc miracu-lis S. Willehadi, so kurtz zusammen gezogen beymSurio und -Har.ro Act. SS. stehet, vollständiger aberund accurater in Pbil. Ctesm-is triapostolatu fepten-trionis, desgleichen in de>r Memoriis hainburgens. undin MabiümniKSi, Benedift. Sec. ÍII ; Epillolas, davoneine tttbeitActisSS. ad Z Febr. und IN Stspborftii hist.eccles. hainburgens. befindlich ist. SeinMiMe liegtnoch im AlS. und Rembertua, der fein Leben beschrie-ben, gedencket unter andern von ihm, daß er über ie-dcn Psalm ein kurtzcs Gebet verfertiget habe, dahinauch Crmmius metrop. zu zielen scheinet. Seine übri-gen Schrifften, darunter einige practifthe und asceti-

td)C, ungleichen das manuale librorum iciiieriunqueiacrorum, und epidolx de legatione sua in septen-trione evangelica, sind längst vcrlohren gangen. Mol.Fa.

A N 8 Ç A R I U S, oder Anchersen (Matthias) , geboh-ren zu Coldingen, wo sein Vater Pastor war, 16 Mertzr68r, wurde von demselben, als cr Bischoff zu Ripeirworden, allhier erzogen, und bekleidete von 1701 bis170; die Rectors-Stcllc an der Friedrichs - Schule inJuten, ward hernach, als er von seiner Reise nachHoll-nnd Cngelland zurückgelanget, 1709 ProfessorMa-them.zuCoppenhagen, anch zur theologischen Profes-sion vorgeschlagen, und der Académie von 1711 bis1720 Notarius. Er war in den orientalischen Spra-chen trefflich vcrsirt, und schrieb specimen defestusLexicorum rabbinicorum ; poenta Tograi arabicumcum vedione lat. Jac. Golii haftenus inedira notis

ilhdh-atiim ; versprach auch des R. Pos Aibo Buchkbbarim genannt, welches Stcenbuch lateinisth zuübersetzen angefangen, vollends zu verfertigen undaus Licht zu stellen, davon der erstr Bogen bereits 1724zu Amsterdam die Preste verlassen ; ferner Lexiconcoranicutn u ingleichen fragmenta coneionutn Mo-hamine.iis arabice cum vedione lat. Lc notis und ei-nige talmudische, arabische und persische Tractate.

Mol.

«le ANSIDEIS (Lenincasi), sieheBenincasa.

A NSIDEUS (Balrhaiar), eilt Verweser der Bibliotheckim Vatican, aus Perugia bürtig, im i/Seculo, allwoer anfangs die Humauiom gelehret,und von dar nach

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Pisit, und endlich nach Rom bcruffen worden,auch denCardinals-Hnt bekommen haben würde, wenn nichtdurch den 1621 erfolgten Tod Pabsts pauli V, derihm sehr gewogen war,solches wäre unterbrochen wor-den. Fa.

ANSIDEUS ( Joseph. ), ein Sohn Jol). Vinccnliivon Perugia, war ein grosser Freund der Gelehrten,lebte in der lctztenHelfte des 17 Scculi, gab Coust.Riccii lucubrationes literarias unter dem Titel Poesie delSig.D.Coß. Ricci heraus, schrieb auch selber verschiede-ne italiänische Gedichte. OI.

ANSIDEUS (Marc. Ant.), von Perugia, ein JCtusund Poete, schrieb 1612 Poöticos plaulus &c. Ja.

ANSLO (Reinier), einer der berühmtesten niederlän-dischen Dichter, war zuAmsterdäm An. 1602 gcbohrcn,und in den erstcnJahrcn bey der mennonitischc» Re-ligion auferzogen. An. 1649 gicng er nach Italien,und machte sich durch seine lateinische und niederlän-dische Verse beliebt. Pabst Innocentais X befchenck-te ihn wegen eines lateinischen Garmlnis auf das An.1650 gefeyerte fgubiläum, mit einer wichtigen Medail-le, und die Königin Lhristina belohnte ein auf sievon ihm gemachtes niederländisches Gedicht mit einergüldenen Kette. In seinen Schrifften will man eini-ge Spuren gefunden haben, daß er der römischen Re-ligion nicht eben allzu abgeneigt gewesen. Er ist end-lich zuPcrugiaAn.i669,i6May gestorben. W,d.

ANSO, oder Anfus, etit Holländer, ward 776 Abt zuLobies im Luttichischen,und starb 8or. Er hat, als ernoch ein Mönch gewesen, das Leben 8 . Ursmari undS.Ennini, zweyer Acbte zu Lobies, beschrieben, welchein den Actis SS. ad 18 8c 25 April, auch in Mabiilonii8. Lenecl. See. III stehen. Fa. Sw.

A N S P A C H (Petrus) , siehe Petrus.

ANSPERTUS, siehe Autpertus.

A N S U S, siehe Anso.

ANTsEUS, ein Medicus, dessen plinius gedencket.Plin.

ANT AGORAS, ,citt Poete aus der Insel Rhodus,welcher in der lasiOlympiade im 480 Jahre nach Er-bauung der Stadt Rom gelebct, bey dem Könige inMacédonien Antigono sehr wohl gelitten gewest, undThebaidem geschrieben Hat. Einsmahls fand ihnAnügonus mit Fische-Kochcn beschäftiget, und sagteihm ìs Ohr: Homerus, als er des AgamemnonisThaten beschreiben wollen , hatte sich um das Koch-Wesen nicht bekümmert. Der Poet aber antworteteihm mit gleicher Freymüthigkeit: und AgamemnoUwar nicht gewohnt, diejenigen, so Fische kochen,«« Fck-de anfzusucheu. At. Plu. ^ •

ANTANDER, oder Antandrus, ein Bruder des Ty-rannen Agathoclis, von Syracnsa bürtig, hat in deri2o Olympiade gelebet, und sich sonderlich durch Ta-pferkeit im Kriege hervor gethan, auch eine Hrst^rie von den Thaten seines Bruders Agathoclis verser-