Band 
Erster Theil A - C.
Seite
445-446
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ANTIST

445 ANTIPHON

Macht vieles beygetragen; aber er hat auch fcttt Va-terland unter das Joch der Tyrannen bringen helffen,und es öffentlich mit den Lacedàmoniern gehalten.Cr begab sich endlich nach Sicilien, allwo ihn jbtonyvft'us der altere todten ließ, weil er die von ihm verfer-tigten Tragödien verachtet und ihm auf die Frage:welches Metaller vor das vortrefflichste hielte? dicfespitzige Antwort gab: dasjenige, woraus die Bild-Säulen des Harmodii und Aristogitonis, zweyer offen-barer Feinde der Tyrannen zu Athen, gegossen worden.Er soll zu Athen die Rhetoric zuerst in forma, n artisgebracht, auch daselbst zuerst 4 ,««»,--«'5 My«« geschrieben,und zu Corinth t «V wa«, die Kunst Traurige zutrösteik, gclehrct haben. Von seinen Reden sind noch16 vorhanden, welche Aldus zuerst An. 1513 griechisch,und hernach An. 1619 2 ilphonsus Miniatuu griechischund lateinisch zuHanauheraus gegeben. Fa. Phi. Plu.ANTIPHON, ein Sophiste, welcher de quadraturacirculi, und yinvii ■xdnm soll geschrieben haben, undvon Aristorele angezogen wird. Aristor.

AN TIP HON, ein griechischer Scribent, soll Georgi-ca geschrieben haben, und wird von Arhcnao ange-zogen.

ANTIPHON, ein Grieche, von dem man nicht weiß,wenn cr gelobet, hat ßUvs tZ> «» ùgirp nçaTtwánai ge-schrieben. Porphyr, vita Pyth.

ANTIPHON, ein Athenieuser, hat vermuthlich zuGocrütis Jetten gelebt, und srífi x^ínuç Ivsiçùv, *íçìirctinZ, geschrieben, und ist mit dem Antiphonte x,-farto-xiira und Aoyeftayi/f«, welcher von den Alten all-geführet wird, eine Person. Fa. Jon. S.de la ANTIQUA, siehe de la Antigua.ANTIQUARIUS', siehe Lyriaouz, von Ancona.ANTIQUARIUS (Jacobus), ei» gelehrter und be-redter Italiäner zu Ende des 15 und Anfange des 16Seculi,von Perugia bürtig,bekleidete bey Galeacio undLudor>ico Sfor;a zu Mayland die Bedienung einesStaats-Secrctaru, stand auch bey Laur. Mcdiccsund pico Mirandulano, ja bey «Heu Gelehrten feinerZeit in grosser Hochachtung. Im Alter kehrte er infein Vaterland zurücke, ward ein Geistlicher, versäheauch dcn Studirenden zum Besten, das gregorianischeCollegium mit milden Stifftungen. Er schrieb ver-schiedene Brieft an Aug. politianum, welche unterdieses seinen Episteln nebst der Antwort befindlich sind.So gab auch Joh. Maria Vibms 1519 zu Perugiabesonders heraus Epistolas eruditiss. & optimi viriJacobi Antiquarii, welche von denen, die in politianiWcrcken stehen, unterschieden sind- OI. Fa. Goerze.ANTIQUO Jlomano, fies)« Bartb. de Hono-phoriis.

^ N T I S T (Barthol.), eilt Spanier aus Valentin, warrin guter Mathcmaticlis, und hatte den Hier. Mun-'w; zu seinem Lehrmeister. Er lebte im 16 Scculo,Und schrieb g-mgraftatmiverfal del mmuto, wie auch Al-manach adhistoriam, Astrologiam Lc Coimographi-*m. Ant.

ANTISTHENES ANTISTIUS 446

ANTISTHENES, von Athen, ein Schüler Socra-tis, Praceptor Diogcnis, und Urheber der cynischeu.Philosophie, deswegen er auch ««-W»* genennctwird, und sich meist an sittliche, wiewohl piqvanteLehr-Satze gehalten. Er soll zuerst unter den Philo-sophis den Bart haben wachsen, sich eines doppeltenMantels, eines Stabes und einer Tasche bedienet, »md10 grosse Volumina von den Figuren, den Naturender Thiere, Erzeugung der Kinder, Physiognomie,Tapfferkeit, Wahrheit, Mnsic, Homero, dem Gebrauchdes Weines, der Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit rc.rc.geschrieben haben; von welchen nichts, als etlichesinnreiche Reden, einige Declamationes, die man beymAldo UNd in Ste])hani oratoribus veteribus findet, undein Bries übrig ist, der in sUlat'ü Epistolis ibcraticisstehet. Er starb A. U. 430, in der 1x4 Olympiade, im 90Jahre. Pros. Stolle hat 1724 eine eigene di)T. devita, moribus, ac placitis hujus Antisthenis zu Je IMin 4 ediret. Eaer. Stau. Fa.

ANTISTHENES, ein pcripatetischer Philosophas,ist vielleicht derjenige, welcher zu Rhodis gcbohreuworden, und tuccetllones Philofophorum geschriebenhat. gilt anderer dieses Nahmens, welcher ebenfallsvon Rhodis und ein Historiens gewesen, hat narratio-nem de Alexandre M. geschrieben, die unter Antisihesnis oder Lattiftheniü Nahmen in verschiedeneu Bi-bliotheken griechisch in MSt. liegt, von den Gelehrtenaber vor untergeschoben gehalten wird. Daher ihnAllatius, der eine Stelle daraus anführet, denpscud-Antisthcncm irennct. Vo. Fa. Eaer.

A N T I S T H E N E S, ein Grieche, welcher einige Zeitfür Christi Geburt gelebt, hat de pyramldibus /Egy-pti geschrieben, welches Buches ssliitius llllì. nat. ge-dcucket.

ANTISTIUS, «».römischer Artzk, lebte zu den Zeitendes jíuíií Lasaris, und hat nach Svetonii Berichtdie Wunden des ermordeten Kayftrs besichtiget, da erdenn unter so vielen empfangenen Blessure» nichtmehr als eine tödlich befunden. Suetonius.

ANTISTIUS, mit dem Zunahmen Gapella, ein Red-ner int 2 Seculo, welcher ein Praceptor des KaysersLommodi gewest, bey dem aber die Unterrichtungübel angeschlagen. Phi.

ANTISTIUS (Quintus), mit dem Zunahmeit Eabeo,ein Rechts Gelehrter, so zu Zeiten Augusti gelebt, wur-de Proconsul in der Provincia narbonensi, und schlugdas Bürgermeister-Amt, welches ihm Augustus auf-trug, ab, damit er im Studiren nicht gehindert wür-de. Er hat Commentaria von dem Recht der Ober-Priester, deren Festus gedencket; 15 Bücher von derhetrurischen Disciplin; Anmerckuugcit über die 12Tabellen; libros VIII vnêìtvZì live probabilium &c.geschrieben, und ist das Haupt der Proculejaner oderPegasiauer einer juristischen Secte gewest. Plin. Grd.Gellius. Mas. >

ANTISTIUS Sollanus, ein lateinischer Poete, zurZeit des Kaysers Treroum, wurde ins EMum verja-get,