Band 
Erster Theil A - C.
Seite
489-490
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489 AQUILIUS AQUINASScävola gelcrnet, und ist Autor derFormul de dolo

malo, de posthumorum institutione, de stipulationegewest. J. F. -Heincccius hat 17z 1 eine schöne latei-nische Rede auf diesen Aquilium zu Franckfurtan derOder in 4 drucken lassen. Cic. Ler. Gro,AQUILIUS (Sixtus oder Henricus), ein Historiensvon Arnhkim, schrieb 1566 cornpendiurn chronicigeldrici, welches petr. Gcrivcrius vermehrt und mitAnmercklingcn versehen hat; Moralium libros 3 ; pro-gymnasmata de pailione Christi ; paraphralin in ora-tionem dominicam;tin& in Versen , deDucibus Gel-drix. Sw. A. Hend.

AQUILONIPOLENSIS (Henricus), stehe Hen-ricus.

, AQUILONIUS (Bertilus oderLiberkus), stehe Ca-nurus.

AQUILONIUS (Franc.) , stehe Aguilonius.AQUILONIUS (Henr. ), siehe Henricus.AQUILOVICANUS (Minurius), einFrießlander,hat 1624 ein examen Theiiurn theologicarurn Jac.Capelli heraus gegeben, darinne er »ntersuchek,ob mandie Streitigkeiten der Arminianer lieber verdammen,oder toleriren solle. L.

AQUINAS, ein nicht gar guter Poet, dessen Cicerogcdencket. H.

AQUINAS, ober deAquino (Ant.), ein Neapolita-ner im Anfange des 16 Seculi, welchen Topp'ms ßibl.Neapol. fälschlich vor einen Dominicaner ausgiebt, hatin keinem geistlichen Orden gelcbet, dem ohngeachtetaber sich um die römische Kirche sehr verdient gemacht.Er sannnletc die Epiikdas decretales Rom. Pontiii-cum, welche er mit einem Auctario aus Licht stellenwolte. Feh.

AQUINAS (Antonius), ein Etlckck des philipprAqvinas, ist der vornehniste Medicus bey dem KönigeLudovico XIV gcwcst. L-

ste AQUINO (vominicus), ein Neapolitaner auseiyem adelichen Geschlechte, gab 1677 heraus Giuccod’armi deiSovrani & ßati d‘ Europa. To.de AQUINO (Jac.), ein Anverwandter des Thomäde Aqvino, hat im l Z Seculo fioriret, ob er aber eini-ger Vorgeben nach ein Dominicaner gewesen, ist an-Noch zweifelhaft. Man leget ihm opuiculum adyer-l'ns Wilh. de S. Amore pro defenlione regularium, rr ‘endicantium bey. Ech.

* e AQUINO (Lud.), ein sicilianischcr Dominicaner,War ein Poet, Theologus, Magister Novitiorum undPrior seines Profeßhaufts zu Ncapolis, ließ daselbst. Ger. de Leodia rr. de doctrina cordis 1605 auflegen,ll,I b starb den 8 May 1623, im 76 Jahr. Ech.To.^UlNAS (LudoxicusHenricus), ist aus jüdischemstamme, und nach einiger Meinung des vorherge-henden jüdischen Anwnii Sohn gewesen; hat zum. innigsten ttm dieselbe Zeit gelebt, sich zum christlichenGlauben gewendet, und R. Levi filii Gerfonis cotn-ni entar. in Jobum; R. Sal. Jarcbii gomment, in libr.

AQUINAS 490.

Esther ; excerpta ex Talmudo & Jalcut aus dem He-bräischen in die lateinssche Sprache übersetzt. Col.W.AQUINAS (Philippus), ein bekehrter Jude, hieß erstMardochxus, und wurde zu Aqvino im Neapolitani-schen getauft, daher er seinen Zunahmen bekommen,war zu Carpentras in Provence gcbohren, zog 1610mit seiner Familie nach Paris, und lehrete das He-bräische, bis er endlich daselbst An. 1650 mit Todeabgieng. Er hat auch bey den bibliis polyglottis desGup Mich. lc Jay, sowohl was den Druck als Cor-rectur des hebräischen und chaldäischeir TeytS bctrift,viel geholssen. Sein Sohn, Kudovicus Agvinas,der sich zugleich mit ihm tauffen lass'», genoß so wohlals sein Dater eine jährliche Pension von der frantzö-sischen Geistlichkeit, und gab verschiedene Wercke her-aus. Des Vaters Schrissten sind: dictionariumHebrxo-Chaldxo-Talnuulico-Rabbinicum unter demXitel: .“TD'untn pire; capitula patrum; l' exposi-tion de /j maniérés dont les anciens rabins Je fontservis pour expliquer le pentateuche ; V interprétationde P arbre de la Cabale ; discours du tabernacle tbf ditcamp des Israélites ; sentences morales des anciens hé-breux ; radices lingux lânctx &c. Col. B. W.AQUINAS (Thomas), ein berühmter Schvlasticus,gebohrcn 1225 oder zu Anfange des Jahres 1227 znChaon in Calabrien, aus einem alten gräflichen Ge-schlechte, studüre zii Neapolis, und gieng daselbst 1241ohne seiner Eltern Wissen in ein Dominicaner-Kloster.Seine Mutter bcmnhetc sich zwar auf alle Weife, ihnauf andere Gedanckcn zu bringen; aber vergebens.Hierauf hörte er zu Coln den Aibcrtum Magnum,und wurde von dar nach Paris berusscn, die librossentent, bafdbfi publicc zn erklären, nahm allda r255den Graduni Docroris Theologia an, und wohnete1263 als Dcfinikor seines Ordens dem General-Con-vcnt zu Londen bey. Nach der Zeit hat er auf ver-schiedenen italiänischen Academieu die Theologie geleh-rct, und solchen Ruhm erlanget, daß man ihn aqui-lam Theologorum, Doctorem angelicum oder irre-fragabilem nenncte; wiewohl er in seiner Jugend ei-nen schlechte» Kopf gehabt. Erwürbe damahl, weiler wenig redete, bos mutus genennet. Allein feinPräceptor sagte.' Bos hie, li mugire cœperit, totumarbem mugira suo replebit. Seine Anhänger wer-den die Thomiste» genennet. Er schrieb surnrnarn

totius Theologix ; eommentarios in Aristotelem,in Petrum Lombardum , in Pialmoruin quinquage-nam, in Prophetas, in Evangefia UNd EpistolasPau-linas; summam catholicx fidei contra gentiles; deanima ; contra grxeos &c. welche Wercke das letztemahl zu Paris 1636 und folgende Jahre in 23 Volu-minibus aufgeleget worden, wiewohl diese Auflagenicht die beste ist. Er starb 1274 den 7 Mertz znFvsseneuve auf der Reift nach dem Eoncilio zu Lyon,weiches GrcgoriusX angeordnet. Anno 1323 wur-de er canonisiret,, und 1567 unter die Zahl der Kir-chen Lehrer gesetzt. Sein Leichnam liegt zu Toulouse,und wird für eine grosse Zierat dieser Stadt gehal-Hh 1 ten.