Band 
Erster Theil A - C.
Seite
535-536
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ARíSTEAS

535 ARISTARÇHUS ARISTEAS

zu 2 llepandrien gelebt, dessen Sohn er unterrichtet,und die Verse des Homeri, pindari, Arari und an-• derer Poeten, wiewohl etwas zu strenge, untersuchet;' daher man aus seinem Nahmen ein Sprichwort ge-macht, und scharffe Ccnsores 2lr!starchos genennet.Er hatte auch mit Lratctc, einem Grammatico, gros-sen Streit, hungerte sich in der Insel Cypcrn im 72Jahre zu Tode, und soll über 800 Bücher geschriebenhaben, unter denen sein thésaurus canonum tu derrönigl. Bibliothek zu Paris im MSt. anzutreffen. B.S. Fa.

AR IST AR CHUS, ein Mcdicus der Königin Bcre-niceo, der Witwe Antiochi. II.

A R í S T A R C 11 U s, ein griechischer Philosophas vonSamos, hat nach piuconi.--, und für ArehlmcSis Zei-ten gelebt, eine. Art der Sonnen Uhren erfunden, undzuerst mit behauptet, daß sich die Erde um ihr Cen-trum. und um die Sonne bewege, weswegen ihnLleanthes nach plutarchi Bericht einer grossen Jm-pictät beschuldiget. Er schrieb von der Grösse undDistanz der Sonnen und des Mondes, welches Buch. mit Lommandini und ssappi Erklärung cdirt ist; in-gleichcn ptLdiÄiones machem.irlcas de plauecls. Dasunter seinem Nahmen vorhandene Weit-Systcma ist.von Gilles st-ersonne oe 2 Sobcrvgl verfertiget.Eaert. 8.

A R í S T A R C H U S, ein Redner der Ambracioken, wel-cher die Bürger durch seine Reden wider PhilippumMacedonein anreitzte. II.

ARISTARCHUS Tegeate,, ein tragischer Poete,welcher in der 8 ' Olympiade gelebct, ist über iooJahr-alt worden,und hat 70Tragödien verfertiget,unter de-nen Açhilies, ATcuiapius, Tunalus und Rhésus beyden alten Scribentcn angemerekt sind. 8. Fa.

ARISTE, siehe Hedelin (Francise.).

ARISTEAS, ein Mcdicus von Rhodus. Meurs.ARISTEAS, ein Poet und Historien-Schrciber, zurZelt Cpri und Lröstwar ein SohnDemocharis oderLastrobii, aus Proconnesus bürtlg, und wird vor ei-nen Zauberer gehalten, weil er die Seele nach seinemBelieben von sich lasten, und zu sich nehmen können.Er hat ; Bücher von den Arimafplcrn, und ein fabel-hafftcs Merck von dein Ursprung der Götter geschrie-ben, welche Bücher zu Gellii Zeiten noch vorhandengcwcst. Fa. Gellius. Meurs Plin. S.

ARI S TE \,S, ein gebohrner Jude, lebte am Hofe desKönigs ptolcm»ri Philadelpyl in Egyptcn, wurdevon denyelben an den Hohenpriester Ele.var »ach Je-rusalem aogeschiekr, und erhielt von ihm 6 Personenaus jedem Stamm, und also zusammen 72 Personen,welche gemeiniglich die 72 Dollmctscher genennet wer-de», die das alte Testament aus dem Kebräischen insGriechische übersetzten. Daher hat Aristeas die Hi-storie von allem, was bey solcher Ueberscyung vorge-. fallen, beschrieben;, welche in der Bibliotheca Patrum,des Herrn van Dale Buche de Arirtea, HumpbredHady Libris IV de bibliorum textibus originalibus

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zu finden ist; wiewohl dieses Buch vermuthlich weitspäter von einem Betrüger unter Aristeä Nahmen be-kannt gemacht worden, wie v,odyirr einem besondernBliche courra Aristeatn erwiesen. Hody. van DaleFa.

ARISTEAS Phliasius, ein Comödien-Schreiber, des-sen'2ieUanus nebst andern gedencket, hat verschiedenedrainara geschrieben, unter denen die, |i)y.wAs»« und»von betitelt sind, vorn 2itheuäo und Gvida eiriretwerden. Fa.

A R I S T E N U S (Alexius), ein Nomophylap und Oeeo-nomus der Kirche zu Constantinopcl, lebte in derMitten des raten Seculi,und schrieb scbolla in lyn-opiin canonum , welche in Beveregii Pandecl. Cano- 'num stehen. Man trifft zwar unter seinem Nahmenauch Synopsm canonum in Voelli und JusteUl Bibl.can. an, solche aber rühret von einem ältern Verfas-ser her. Allat. Con. Fa. O.

ARIS FEUS, siehe Arilleas bliloricus.

ARISTIDES, ein platonischer Philosophus von 21 - .khen, hat im 2 Seeulo unter dem Kayser Hadeianogelebt, und eine herrliche Schutz-Rede vor die Christendem Kayser übergeben, davon ^man ein Fragmentumln Ufitardi marryroJogio Mitrißt. Fa.ARISTIDES, ein griechischerSeribent von Miltto,dessen Alter unbekannt ist, hat eine Historie von Si-cilien, Italien und Persien, wie auch eine verliebte undunzüchtige Unterredung unter dem Titel: Milesiaca,verfertiget, deren plmarchus gedencket. Der Scho-kiast des Pindari legt aucl) einem 2 lrisriöinist. Ki/Jou zu. Ob solcher eben dieser Aristides sey,ist nicht gewiß; doch scheinet es, er sey derjenige, sonach plinii Bericht de animalibus, arboribus & agri-cuJrura geschrieben. Fa. Vo.

AR ISTIDES Quintilianus, lebte bald nach Chri-sti Geburt, und schrieb de muiìca lîbros III, welcheM. Meibomius 1652 griechisch und lateinisch zu Am-sterdam heraus'gegcb-n, daraus Marcianus Lapcllavieles von Wort zu Wort in sein gtcs Buch gebracht.—Sein Buch de Poörlca ist verlohren gangen. Fa.ARISTIDES, vonSamus, wird bey dem Varroneangeführet.

ARI8TIDE8 (Lilas), ein Sophiste von Adrianopel,lxbte zu Smyrna unter shadriano uild denAutoníuls,von welchen er durch feine Beredsamkeit viel zu Wie-deraufbauung dieser durch Erdbeben ruinirteif Stadterhielt, daher ihm die Smyrnenser eine Ehren Säulesetzten, und ihn zum Priester des Aeseulapii machten.

Er starb im yotcnJahr, und ließ unterschiedene Reden,welche Lantcrus ins Lateinische übersetzet; SamuelJedb aber am vollständigsten 1722 zu Oxford nebstMassons und anderer Lebens - Beschreibungen Anis-dis heraus gegeben. Sonst war dieser Aristiocs einsehr abergläubischer und prahlerischer Mann. Fa.ARISTIPPUS, dcr ältere, ein Schüler Socratis,und Stiffker der Secte der Cyrenaicorum, lebte u>die 96 Olympiade, und Warans der Stadt Cyecuci^

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