541 ARIST ON ARISTOPHANES ARISTOPHANES ARISTOTELES 54*
ARISTON, ein alter griechischer Medicns, lebte umdie Zeiten des -Híppocraecs, und man sieht aus demGalenus, daß ihm bereits von den ältesten Medicisdas unter Hippocrates Nahmen vorhandene Buchde ratione viftus beygeleget worden. Bey dem Celfofindet man auch ein Malagma Aristonis adverfus po-dagram omnesque dolores aufgezeichnet. Ke. Fa.
ARISTON, ein Superintendens in Böhmen undMähren, schrieb Anmcrckungen über das neue Testa-ment in böhmischer Sprache, und starb 1606,8 Febr.W,d.
ARISTONICUS, ein Grammaticus von Alexan-drien, hat ^5-- rSv an/uim , und 6 Bücher «5^-
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Pho. 8.
ARISTONICUS, von Taranto, dessen Photius ge^denckct. Pho.
ARISTONYMUS, hat de Fhiminibus geschrieben.Plu.
ARIS TONYMUS, ein Poet und Comödien-Schrei-ber, hat unter ptolomäo PHUadelpho und Philopa-tore gelebt, und verschiedene Comödien, deren Titelman beym Athenao, Gtobäo,Gvida undplutarchoantrifft, verfertiget, ist auch, da er bereits 64 Jahralt war, der königlichen Bibliotheck vorgesetzt wor-den. Er wurde, weil er davon zugehen gedachte, insGefängniß gesetzt, nach einiger Zeit aber wieder los-gelassen, und starb im 77 Jahr. Ar. S. Fa.
ARISTOPHANES, ein berühmter griechischer Co-mödien-Schreiber, in der 8; Olympiade, hat denSo-cratem und andere Athenienscr in unterschiedlichen sa-tyrischen Schrifften scharff durchgezogen, ist aber da-bey in solchem Ansehen gewest, daß ihn die Athénien-ser mit einem Krantze von den Zweigen des im Schlos-se stehenden geheiligten Oel- Baums beehret. Er hatsehr viel Comödien geschrieben, davon wir noch XIübrig haben, welche Ludolph Rüster 1710zu Amster-dam in fol, sehr schön heraus gegeben. Lhrysosto-NMS hat dieselben allzeit mit zu Bette genommen, undfrüh und Abends darinnc gelesen; und in PlatonisBette hat man dieselben gleichfalls nach dessen Todebey feinem Leichnam gefunden. Die erste griechischeEdition beym Aldo zu Venedig 1498 in fol. enthältnur 9 Comödien. Unter denenselbcn ist die, soPIurusheist, und hernach die Nubes, die besten, welche letz-tere die Mad.Dacicr 200 mahl gelesen und ihrer dochnicht überdrüßig worden, auch beyde 1684 ins Fran-
e }t übersetzt mit Noten zu Paris in 12 drucken. Gedachte Comödie PIuru5 hat Tibcrius-Hem-sterhuis 1744 zu Harlingen besonders heraus gege-ben, die oder Nabe«, ist eben dem Jahre zn
Harderwich von einem unbenahmten nach Ludolph■ Küsters Ausgabe «biet worden. Fa. S. Pß.a |UStopHANES, ein Historicus ausBöotien,hat QyßxUs %§ss und HoiuTOid geschrieben.
"« Plu.
ARISTOPHANES, ein alter Autor von Byzantz,hat plmiooiena geschrieben, davon in dem Leben Ara-ri, welches Dickorius heraus gegeben, Meldung ge-schiehet. Fa.
ARISTOPHANES, ein Grammaticus zu Byzantz,ist des Ariftarchl Lehrmeister und unter ptolemaoPhiladelphoBibliothecarius zu Alexandrie» gewesen,
hat Siógd-utrtv poematum Homeri ; de dictdonibus At-ticis & linguis Laconicis; Epicomen librorum Ari-ftotelis de animalibus; animadversiones In Calli-
machi ahuKas öcc. geschrieben, und ist im zoten Jahregestorben. Fa.
ARISTOPHANES, ein Grieche, dessen Alter unbe-kannt ist, mit dem Zunahmen Milesius oder Maleo-tes, hat vom Ackerbau geschrieben. Dessen Buch wirdvom Darrone und plinio angeführet.
ARISTOPHANEUS, stehe Artemidorus.
ARISTOPHON, einPoetc undComödicn-Schrei-ber, welcher zur Zeit Alexandri Magni gelebct, undunterschiedliche Oramara verfertiget. Ar. 8.
ARISTO TELES , ein Sohn Lllcomachi, des Leib-Medici bey Alexandri M.Groß Vater 2imynr«s, wardas Haupt der peripatetischen Philosophorum, undwurde zu Stagyra in Macédonien in der 99 Olymp,gcbohrcn. Er lebte in der Jugend sehr liederlich, ver-that seine Mittel, und wurde einSoldat, wandte sichaber auf dcsOracnli Rath zu den Studiis, und triebzu Athen unter Platane die Philosophie mit solchemFlcisse, daß er dabey wenig aß und schlief, auch denSchlaf abzuhalten, die eine Hand, worinne er eineküpfferne Kugel hatte, über ein Becken ausgestreckthielt, damit er durch den Klang der fallenden Kugelaufgewecket würde. Er blieb aber nicht beständig beyPlatonis Meinungen, sondern schmiedete eine gantzneue Philosophie, wodurch er sich zwar platonis Haßzuzog, aber auch solchen Ruhm erlangte,daß ihn phi-iippus zu Alexandri Magni Lehrmeister erwehlete,welchen er 5 Jahr lang in allem, was znr Skaats-und politischen Erfahrenheit diente, wie auch in eini-gen besondern Stücken der Philosophie unterrichtete.Als er bey demselben in Ungnade fiel, verfügte er sichnach Athen, richtete daselbst eine neueSchule an,undlehrete im Spatziergehen: daher man auch seine Sectedie peripatctische genennet. Er wurde nach diesemmit Alexandra wieder ausgesöhnet, welcher ihn nebstandern Gnaden-Bezcigungen, durch ein grosses Prä-sent zu Erkundigung der "Natur und Eigenschaft derThiere ermunterte. Endlich begab er sich wegen ei-ner üblen Nachrede, als ob er von den Göttern ver-ächtlich gesprochen, nach Chalcis, allwo er in der 114Olympiade an der Colic, oder wie andere wollen,durch freywillig getrunckenes Gisst gestorben; wie-wohl auch einige behaupten, daß er sich in den Euri-
pttm gestüi tzet. Er hat Caregorias; de inrerprera-tione ; analytica priora Lc posteriora in 4 Büchern;de locis; de sophisticis elenchis; organum ; artemrhetoricam ; Rhetoricam ad Alexandrum ; de arte
poeti-