ARNALD
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ARNALDUS, ein Dominicaner, welcher um 1421gelebt, und von dem in dem Consente SS. Johann,und Pauli zu Venedig Sermones historiales im MS.liegen- Einige halten solche vor des Arn. Dernarvivon üLvercv Sermones, der aber ein Seculum ehergclebet. Ech.
ARNALDUS Vilhnovanus, siehe Arnoldur.
ARNALD, oder Arnauld (Antonius), Herr Von An-dilli und Trie, ein berühmter Parlements - Advocat zuParis, gcbohren 1562 im Aug., war anfänglich derKönigin Latharmä von Mevicis Procureur - Gene-ral, ingleichcn Auditeur in der Cammer, gab aber die-se Bedienung auf, um dem Advociren desto ungehin-derter obzuliegen, und kam in solchen Ruf, daß ihnauch die Königin Maria von Medicis zu ihrem Ge-neral-Advocaren ernennete. An. >594 führte er imNahmen der Universität zu Paris einen Proceß widerdie Jesuiten, bey welcher Gelegenheit er wider drescl-bei?die bekannte und öfters aufgelegte Rede, so manphilippicam genennet, gehalten, und dadurch wie manmeint, nicht wenig beygetragen, daß sie damahls ausFrankreich verbannet worden. Zum wenigsten such-te er nachmahls ihre Wiederkehr zu Hintertreiben, undgab daher seinen franc & véritable discours au royfur le retablistémênt des J estâtes heraus. Er starbendlich An. >619 den ay Dec. in der catholischen Reli-gion, nachdem er mit Katharina Marion 20 Kindergezcuget hatte. L. Sam.
ARNALD, Ob« Arnaud (Antonius), war das zwan-zigste und letzte Kind des vorhergehenden Anton. Ar-naloi, gebühren 1612 den 6 Fcbr. wandte sich von derRechtsgelahrheit auf die Theologie, disputirte i6z;pro gradu B.iccalaureali wider seinen Lehrmeister l'Escot, indem Artickel von der Gnade; daher diesereinen solchen Haß auf ihn gemorsten, daß er erst nachdes Cardinals Richelieu Tode 164z in die Zahl derDoctorum der Sorbonne tonte aufgenommen werden,nachdem er schon 1641 die Würde eines Doct. Theos,und Priesters erhalten. Er bekam auch wegen seinesBuchs,vom öftern Gebrauch des heiligen Abendmahlsmit den Jesuiten Streit, und nahm in den jansenisti-schcn Controoersien des Iansenn Parthey. Hieraufwurde er wegen einiger heraus gegebenen Briefe ausder theologischen Faculrät verstoßen, gieng 1679 frey-willig aus dem Königreiche, und hatte in seinen an-dern Streitigkeiten mit Jurieu, Malebcanche undSimon viel Verdruß, bis er i694ttU>er Nacht zwi-schen dem 8 und9Aug. in einem Dorstem demStissteLüttich gestorben. Seine Schrifften sind : hkmensde Geometrie; la grammaire raisonnée unter dem Na-men Mr. ve Trign)' ; de la fréquente communion ; dela tradition de l'église fur la penitence; la morale deJésus Christ renversée par les Cahinifies; la moraledes Calvinistes convaincue de nouveauté ; de la leâitrede l'ecriture sainte; lettres contre le Pere Malebr an-che ; réflexions fur Véloquence des prédicateurs ; testa-ment spirituel; dénonciation du péché philosophique ;
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de la necefpté de la foi en Jésus Christ, welches Werckschon An. 1641 wider den Herrn la Morye le Vayevvon ihm geschrieben, An. 1701 aber allererst herausgegeben worden; considérations fur une censure pré-tendue de la faculté de Paris de i an ijóo touchant
la grâce, die in einer Sammlung unterschiedenerSchrifften über diese Materie befindlich sind, welcheAn. 1645, wie man dafürhält, von le Maître deSaci heraus gegeben worden; lettres de Mr. Arnauld,welche Jean Gout n, ein Priester im Dauphine, ansLicht gestellt, und die von desselben andern Briefen, sozu Nanci, wie auf dem Titel stehet, oder vielmehr inHolland An 1727 in 8 Duodez - Banden herausge-kommen, unterschieden sind; in decretum Roman*inquiiitionis de autoritate principum apostolorumPétri & Paula notationes ; réflexions fur un decretde Rome contre les 2 catéchismes de la grâce, davon
der eine M.Preyveau, der andere aber den Jesuitenl'-Hermire zum Verfasser hat, n. a. m. Eine Schmäh-Schrisft, so er wider den König Wilhelm soll ge-macht haben, führt den Titel: k Prince d' Orange,nouvel slbsalom , nouvel Herode , nouveau Crmnveel.
Mau sagt, daß erste An. >688 an den General-Poli-ccy-Le.utenant zu Paris Mr. de la Re^nie geschrie-ben üderschickc, der sie hierauf dem König gezeiget,auf dessen Befehl sie sodann gedruckt, und die Exem-plarien davon an alle europäische Höfe überschicktworden. Unter den Schrifften, welche er mit andernverfertiget, sind zu mercken: einige Briefe, als der 3,9,11,12,13,14 und 15 von den sogenannten Lettres
provinciales ; Apologie pour les religieuses de Port-
Royal, davon ihm die vierte Partie allein zugeschrie-ben wird. Von der Morale pratique, die in 8 Voll.heraus ist, hat er nur die 6 letztem aufgesetzt; dasBuch de la perpétuité de la foi , so ihm allein zuge-schrieben worden, soll aufs wenigste gröstenthcils ausder Feder deö Mr. Lêicole geflossen seyn. Es ist auchhiernechst gewiß, daß ihm viele Schrifften, als z. E.
die defenfe des prélats approbateurs du livre de lafréquente communion ; difficultés proposées au Docteuren théologie fur la réception da formulaire ; defenfedes libertes de Péglise Gallicane, contre les thefes desJésuites 1662; f act um pour les religieuses de Port-Royal,
u. a. m. mit Unrecht zugeschrieben worden, weil er andenselben keinen Theil gehabt. Anno 1684 kam zuDcventer Tlijprit de Mr. Arnauld in 2 Octav - Ban-de», und 1695 zuCöln P histoire abregee de la viestj desOuvrages de Mr. Arnauld !!! 12 heraus. 11 . Pe.
ARNALD (Daniel), ein Edelmann und Poet, vonTarascon aus Provence, lebte im raten Seculo, undschrieb verschiedene poetische Werche, welche petrarchaund Dantes rühmen; verfertigte auch einige morali-sche und andere Schrifften, worunter las pbantauma*rias del paganisme die beste ist. Er starb um 1189.Cr. Ve.
ARNALD (Isaac), ein Prediger zu Rochelle, schriebmépris du monde; résolutions vertueuses; del'obsistan-xe devue atiRoy ; méditation fur la Vieillesse. B.
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