573 ARSENIUS ARSONCINUS
nebst einer Nachricht von Arfenii Leben und Schriff-ten zu finden.
ARSENIUS, ein Ertz-Bischofszu Monimbasia oderMalvasia in Morea, in der ersten Helfte des 16 Se-culi, trat von der griechischen zur römischen Kirche,weshalben er von dem Patriarchen zu Constantin^pel in den Bann gethan wurde. Sonst hat er sich inliteris elegantioribus sehr geübt, Scholia über denEuripidem, unh eine Collection einiger Apophtheg-matum in griechischer Sprache, ingleichen seholia inArillophanem drucken lasten. Er hat auch Fyntagmalogicum geschrieben, welches in der kayserlichenBiblio-theck zu Wien im MS. liegt. B. Fa.
ARSENIUS, ein Bischoff zu Hypselis im 4 Seculo,von dem ein Brief an den heil. Athanasium vorhan-den ist, der in dieses seiner apologia ad Constantiumstehet. Fa.
ARSENIUS, ein Ertz-Bischoffvon Corcyra, zu wel-cher Zeit aber, ist unbekannt, hat d'e laudibus S. An-dres apostoli & de S. Barbars martyrio geschrieben.Fa.
ARSENIUS, ei» Benedictiner- Mönch von Lüttich,hielt sich anfangs in dem St.Paulerkloster zu Rom auf,ward darauf -442 Abt bey St. Maria zu Florentz,und schrieb zum Lobe der Regel seines Ordens einenBrief an den Cardinal Joh.de Turrecremara, wel-cher dessen Commentario in regulam S. Benedictivorgedruckt ist. Sw. Fa.
ARSENIUS, ein griechischer Mönch, lebte nach derMitte des 13 Scculi, und übersetzte Zanata, einespersischen Philosophi, Gcomantie in die griechischeSprache, welches Werck in der kayserlichen Biblio-theck zu Wien iiiMS. liegt. Fa.
ARSE N IU S,ctn griechischer Mönch,im 16 Seculo,hatwider Lyrillum Lucare, n, Patriarchen zu Constan-tinopcl, cincu Brief geschrieben, welcher zu Parismit den rieten des Concilii, worauf der Patriarcheparthenius 1642 des Lyrilli Glaubens-Bekcnntnißverdammt,griechisch und lateinisch gedruckt ist. B.ARSENIUS Sulcerus, siehe Sulcerus.
ARSENIUS (Cornelius), ein Juriste, dessen Mcrulagedencket. X.
ARSENIUS (Nenricus), ein gelehrter Geistlicherzu Rostock, ist in der griechilchcn Sprache und inden Patribus, die er beständig las, sehr erfahrengcwest, und hat einige Bücher hinterlassen, die La-felius zwar besessen, davon aber noch nichts ansLichtgetreten ist. Er war ein grosser Liebhaber von Gär-ten. Jo. Caselii epiilola ad Joan. Reccium.
ARSILLUS (Franc.) ein Medicus und Poete, hatprologuia Uippocraris und ein Buch de poëtis ur-banis heraus gegeben, stov.
ARSTEN
ARTEDI
574
cii & Pererii Jesuirarum opiniones evidenter tk so-lide disseritur, Marpurg 1608 beygedrückt worden,darinne er verschiedene Gründe zeiget, warum dieAlchymisten im gemeinen Wesen sollen geduldet wer-den. Ob der NahmeArsoneinus ein wahrer oder er-dichteter sey, ist nicht bekannt.
ARSTEN, oder Arnstein, (Jo. Henr. ), ein luthe-rischer Prediger, gebohren 1644, n Nov. zu Mündenin dem Hanooerischen, studirte zu Erfurt und Gies-sen, wurde an dem letzten Orte zum Poeten gekrö-net, und 1668 zum Mag. Philosophiägemgchtz dar-auf Reetor zu Münden, nach ein paar Jahren Pro-fessor Claßis seleetâ in dem Gymnasio zu Gotha, undwar bey Hertzog Ernst dem Frommen wohl gelitten,welchem er fast täglich gewisse geistliche Leetiones undTisch-Andachten aufsetzen muste, die über der Tafelgelesen wurden. Der Hertzog machte ihn hernach zumPfarrern zu Pastlvben bey Gotha : er wurde auch indie deutsch-gesinnete Genvssenschafft unter dem Nah-men der Betende oder Ery-Schreinhalter aufge-nommen. Nachdem er zu Pasilobe» das Predigt-Amt i2 Jahr geführet, lehrete er auf den Universi-täten Erfurt und Giessen die Philosophie, Poesie undTheologie etliche Jahre, bis er 1688 zu dem Pasto-rat in Sehmen und dem vormahligen Kloster Hirtzen-hayn in der siolbergischen Grafschaft Ortenburg be-rnffen wurde. Endlich starb er 1698 an der Hectieals Prediger zu Langula , in der den Churfürsten zuMayntz und Sachsen, wie auch dem Landgrafen vonHessen Cassel gemcinschafftlich zugehörigen sogenann-ten Vogtey, wohin er ein Jahr vorher von demLandgrafen beruffen worden. Er schrieb annota-riones in Plutarchum ; Hand Duchlein in Ster-bens-Läufften; Öfter-und Michaclis-Gcdanckcn;verschiedene Predigten, viel deutsche und lateinischeGedichte; ferner geographiam tabularem; cateche-tam methodicum latino-germanice in usem f. mi-nisterii candidatorum j biblisches Spruch A B C.Eeb.
ARTAL (Jo.), ein spanischer Jesuite, gebohren 1561,starb zu Valentin ums Jahr 1643, und schrieb überetliche Epp. Pauli, Jacvbi, viele Psalmen und dieOffenbarung Johannis. AI.
ART ALE (Joseph.), war aus einem adelichcn Ge-schlecht von Neapolis gebohren, und schrieb 1658encyclopsdiam poëticam. To.
ARTAVASTES, siehe Artuasdes.
ARTEAGA, siehe deErzilla.
de ARTEAGA (Dom.), ein spanischer Dominica-ner in der Mitten des 16 Scculi, gab usm o dtcon'-
templiiciun hallada en el rvfario de nuejha fennora con- .ja exeracidy zu Palentia 1572 in 8 heraus. Ant.Ech.
ARSONCINUS (Thomas), schrieb sich Doctorem Ju- ARTEAGA (Fortunius Garzia), siehe de Erzila.ris, und gab ein Relponsem heraus de jure alchy- ARTEDI (Petrus), ein schwedischer Physicus,geboh-mia:, weiches der dilguilltioni de Hella Artilla, in rcn 170; den 22 Fcbr. wurde von seinem Vater der
Ma de metallorum transftormatione adverses Hage- Gottesgclahrheit gewidmet, hatte abervon Jugend