Band 
Erster Theil A - C.
Seite
577-578
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ARTEMON

ARTIGA

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ARTEMON, ein Ketzer , wird von einigen auchAr-temas genennet, und lebte am Ende des andern undvielleicht auch noch in» Anfange des z Seculi, trug,ausser dem, daß er die Gottheit Christi leugnete, unddemselbigen nur eine höhere Eigenschafft vor andernPropheten beylegte, nebst feinen Schülern, die vonihm Artemouiten oder Artemonianer benennet wor-den, kein Bedencken, die heil. Schlifft zu verfälschen,und ihre Aenderungen vor Verbesserungen auszuge-ben. r-cke verwarssen auch das Eoangelium Iohan-nis, irebst dessen andern Schrifften, weil ihnen selbi-ge insonderheit im Wege stunden. Ihre Lehre wardschon auf dem römischen Synodo An. 198 unter demPadst Victore I, oder weil die Zeit, worinnr dieserPabst regieret, bey den Gelehrten streitig ist, unterdessen Nachfolger Zephynno von 14 allda versamm-letcn Bischöffen verdammet. In den neuern Zeitenhat Sam. Lrcllius in seinem Buch, imtium evan-gefii S. Johannis restitutum,unter dem Nahmen JLuíc.r Mcllieril 2(rtemoitü, An. 1727 eben diese Ketzereywiederum aufwärmen wollen. Eu. Epiphanius.

ARTEPHIUS, oder Artefius, ein alter MagusundPhilosophns, hat clavem majons fapienri® Lc trans-mnrarione- wecallorum geschrieben, welches Buchin die frantzösische und deutsche Sprache übersetzetworden. Elend.

ARTlckOPEst (llonorius), ein Doetor Theologiä,ward 1668 der' 27 Probst derer Canonieorum zuTirnstain , schrieb um 1676 ein enchiridion rerummemorabilium Canoni® Tirnstainenlis, welches inRaym. Duellii Miscellaneis stehet, und starb 1678.

de ARTHOIS (Ambr.), einDominicairerznDouayin Flandern, war Lic. Thevl. und des Gymnafii S.Thomä daselbst Rector, auch als solches hernach zumKloster gemacht worden, erster Prior desselben. Erstarb zu Spa über der Sauer-Brunnen-Cur 1659,nachdem er 164» zu Dvuay Petit trésor spirituel her-aus gegeben. Ech.

ARTHUSIUS (Gothardus, oder Gothofredus), vonDantzig gebürtig, schrieb 1609 derebus in regno An-ti-Christi mcmorabilibus ; eine lateinische Historievon Ost Indien; den deutschen SIeidanum redivi-vum in 8 Octav r Bänden ; Moicurrl gallo-belgicifuccenturiati Tomuin XJV & Tomi XV librumpri-mum. H.

ARTIAGA (Anton), stehe da laParra.

ARTIAGA (Horrensius Eelix Paravicino), eilt Pre-diger in seiner Geburts-Stadt Madrit, Rector derProvintz Castilien, und Vicarius generalis, schrieb

elogia in obirum Reg!? Philippi III5 orationesevangelicas quadrageiimales ; festivales; funerales;ließ auch viele Gedichte, die unter dem Nahmen Fe-ile, de Artiagn im Druck erschienen , und starb denlaDec. 1633 im 53 Jahr. Ant.

^RTIEOA, siehe deEsparsa.

ARTIGA, siehe del Castillo, ( Didacus).

<Bclc^rt. Lexic. T I.

ARTIGAUT ARTOMEDES 578

r A R T IG A U T, ein geschickter Frantzose, brachteseine meiste Lebens - Zeit mit Lesung der griechischenAutorum und Scholiasten zu, suchte auch eine neueOrthographie in dem Frantzösische» einzuführen, dieder Aussprache näher kommen, und ohne alle Zwey-deutigkeit seyn sollen, wovon er eine Schl ifft, unterdem Titel: VOnografe française Jans Equivoque dru-cken lassen. Ueber dieses gab er mtSpbere hijlori-que heraus, darinne er die Fabeln erkläret, so bey denStern-Bildern am Himmel frirkommen; arbeiteteauch an einer Historie der Jonier und Aeolier, brachteaber solche nicht zu Stande, sondern starb darüber1716. NZ.

d’ ARTIS (Gabt.), ein Frantzose, war beyder Rechte»Doetor und anfangs reformirter Prediger zli Mil-liard in dem Gebiete von Rodes, wurde aver der Re,ligion wegen von da vertrieben, und hielte sich seit1694 zu Hamburg auf, wo er verschiedene frantzösi-sche Journale ausgehen ließ, und die lutherische Re-ligion annahm, hernach aber zu Berlin um 1700 derfrantzösische» Kirche Prediger ward. Er schrieb apo-logie de la retraite des Paßeurs de France, à cause de lapersécution ; defense de l’apologie pour les Pasteurs deFrance; Journal de Hambourg contenant diverses mé-moires, davon 4 Tomi heraus sind; Estai d'une histoi-re sainte; duas epistolas gallicas pro converlationesua cum Bidalio & transitai ad Lutheranos; l'aâumpour & par k Sr. Cabr. d'Artis contre k Sr. JeanBear d; 2 frantzösische Briefe an den Verfasser derlristoire critique de la republique des lettres ; re-cueil de trois écrits importuns à la religion; lettre pasto-rale ; lettres entre lui stf Mr. Lénfant fur les matièresdu SocinianiJ'me. Mol.

A R T O C O P.H I n u s (Henr.), ein Doctor Philoso-phier lind Medicinä, von Geburt ein Pommer, warStadt-Physicus zu Stettin, im i7Seeulo, gab pro-dromum mysteriorum natur® & artis mysteriosisli-morum, ingleichen eine analysin &t synthesin physi-co-medicam heraus.

ARTOMEDES (Sebastian), ein lutherischer Predi-ger, gebohren 1544 zuLangenzee inFrancken, studirtezu Wittenberg, ward daselbst 1567 Magister, undließ sich auf D. Ebcrr Anrathen, im folgenden Jahredaselbst häuslich nieder, ward aber nach einigen Jah-ren Rector der Schule zu CrailSheim,'und 1372 Hof-Diaconus des Marckgrafen George Friedrich zuAnspach, der zugleich das Hertzogthum Preussen ad-ministrirte, dessen Beicht-Vater er auch war. Mitdemselben reisete er 1578 nach Preussen : rmd da ebendas Pastorat im Dom zu Königsberg erledigt war,trug man ihm dasselbe auf, ob ihn gleich der Marck-graf ungern von sich ließ. Er trat aber erst 1579die Stelle an, welche er bis 1602 verwaltet, dwer denii Sept. gestorben, nachdem er 1589 zum andernmahl eine arme Dienstbothin geheyrathet hatte. Erhatte das Recht, alle Prediger im samlandischen undnatangischen District zu ordiniren, und erhielt ver-Oo möge

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