Band 
Erster Theil A - C.
Seite
611-612
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irr ATTALARIUS ATTENDOLI

ATTENDOLO ATTICUS 6rr

ATTALARIUS, ficjje Amalarius.

ATTALIO, ein alter Medicus, dessen GalenusuudGribasius gedencken, hat über desDippoeraris apho-riimos commentirt. Fa.

ATT ALI AT A (Michael), ein griechischer ]Ctus,Proconsul und Richter zuConsiantinopehzudesKay-scrs Michaelis Duc» Zeiten, schrieb Anno 1070auf eben dieses Kaysers Befehl Breviarium legum,wie auch Pragmatica, sive opus de jure, davon ssoö.Lctmchiv'ms Tomo II Juris Grasco-Romani ein Spe-cimen heraus gegeben. O.

ATTALUS, der letzte König aus Pcrgamo, setztedieRömer zu Erben ein, und starb 621 nach Erbauungder Stadt Rom. Er legte sich auf die Medicin undGarten Bau, schrieb auch de agriculrura tmb de me-dicinis ex anirnalibuz, welcher Bücher plinius, Varro,Lolumella und Galenus gedcncken. Julìiui bitt. B.Fa.

ATTALUS, ein Mathematicus von Rhodis, hatüber den Äratum geschrieben. Mmrfius in Rhodo.

ATTALUS, ein stoischer Philosophus, hat zu TibcrüZeiten gelebt, wird wagen seiner subtilen Gelchr-ftmikeit und sonderbaren Beredsamkeit sehr gerühmt,und hat feine Schüler, unter denen L. Annaus Ge-neca war, im Herumspatzir.cn unterrichtet Er hatde fulminibus geschrieben. Man hält ihn auch vor denVerfasser der , davon Hcspchius gedencket.

Seneca. Fa.

ATTALUS, aus Sicilien, hat de re rustica ge-schrieben. M.

ATTALUS, ein Medicus zu Rom, lebte im andernSeculo, und hatte die Artzneykunst bey dem Sora-nus erlernet, weswegen er auch den Lehrsätzen'derMerhodicorum eifrig anhicng. Wie er dem cynischenPhilojopho, Thegcni, der an einer Entzündung derLeber sehr kranck gelegen, durch den Gebrauch derCaraplasmatum relaxantium v2M Leben zum Todcge-holssen , solches hat Galenus umstäi,blich crzehlet,auch ihm dieferhalben den Titel eines Aiini ThessaliLbeygeleget. Le.

ATTAVANTIUS (Paul.), stehe Atavantius.

ATTEJUS Capito (Lucius), ein berühmter JCtusund Bürgermeister in Rom, zur Zeit des KaysersAugusti, war der Urheber der sabinianischcn Secte,

«Nd schrieb de jure sacriíjciorum , de jure Pontifi-cio; conjectaneorum libros 260; de officio senato-rio. Ber. Gro. Mas.

ATTEIUS, mit dem Zunahmen Philologus, ein la-teinischer Grammaticus, von Athen bürtig, lehrctezuRom die Rhetoric, legte sich aber hernach auf dieHistorie, »nd verfertigte einen kurtzen Begriff der rö-mischen Geschichte. Er soll auch noch andere Werckegeschrieben haben, und unter andern eines, darinneuntersucht wird, ob Aeneas wircklich in die DiVoverliebt gewesen f Sve. Vo.

ATTENDOLI (Darius), ein Neapolitaner, in dem

16 Seculo, war anfänglich ein Soldat, und Genc-ral der kayserlichen Infanterie in Piémont, begab sichhernach zur Ruhe, und schrieb ein Buch unter demTitel : il'Dueüo. To.

ATTENDOLO (Jo. Baprista), ein Philosophus,Astrologus und berühmter Poet von Eapua, ausdem Neapolitanischen, zu Ende des 16 Seculi,schriebviel Reden und Gedichte , wie auch bozzo di n

Leftioni sopra la Canzone di M. Francesco Petrarca »Vergine bella. Er starb elendiglich , indem die Pfer-de mit ihm durchgiengen, den Wagen zerbrachen,undmit den Rädern über ihn wegführen. Seine Gedich-te oder Rime sind neb|t Dened. dell' Ur« und C»-milli pcrcgrinl seinen 1584 zu Florentz in 8 herausgekommen. To.

ATTERBURY ( Franciscus) , ein Bischofs von Ro-chester, war von schlechter Herrunsit, und An. 1662gebohren, wurde inö Collegium Christi zu Oxfordaufgenommen, und brachte es so weit, daß er denTitel eines Doctoris in der Theologie, und nach undnach die ansehnlichsten Stellen erlangte, wie er dennnicht nur bey der Königin Anna Capellan, Sprecherbey der Versammlung der Geistlichkeit,^ inglcichenDecanus zu Carlisle und des Universikäts-Collegirzu Oxford; sondern auch An. i/rg Bischofs zu Ro-chester und Decanus zu Westmünster wurde. AlsGcorgius I An. 1714 den Thron bestieg, sann er aufMittel und Wege, denselben zu stürtzen, und wechsel-te mit dem Prätendenten, dem Cardinal Albcroni,dem Hertzogc von Ormond, dem Grafen von Marrund andern aus dem Reich Vcrbanneten Briefe. Alsman aber einige davon An. 1722 aufgefangen, ver-sicherte man sich den 4 Sept. seiner Person, undsprach ihm das Urtheil, daß er aller Ehren und Wür-den entsetzet, und auf Lebenszeit aus dem Reichever-bannet seyn solte. Nachdem er nun an verschiede-nen Orten herum geirret, wendete er sich endlich nachParis, woselbst er nebst dem LordMasham cinHauskauffte, ein eingezogenes Leben führte, und An. 17)2den 7 Mertz in dem 70 Jahre seines Alters das Zeit-liche gesegnete. Sein Buch vom Rechtgcistlicher Ver-sammlungen, ist von D. kennet widerleget worden,dem er aber aus Hochmuth nicht antworten mögen.Mémoires du regne de George.

ATTERSOLL ( William), ein englischerTheologns,schrieb in seiner Mutter-Sprache einen Commenta-rium Über das 4 Buch Most, welche Eorn. Dicnier-broeck und B. AAeppel ins Holländische übersetzt,1667 zu Amsterdam in fol. herausgaben.

d’ATTICHY ( Ludovicus Donius) , ein Edelmannaus Florentz, war aus dem Orden der Minimorunr,und Bischoff zu Riez und Autun, schrieb de vitarébus geíhs Pétri Berulli, Cardinalis ; flores hin 0 'rite Cardinalium ; historiam ordinis Minimorum,»» 0

starb 1664 den 2 Jnl. im 67 oder 68 Jahre. 1 bu fC ‘Her Diar. minimorum.

ATTICUS, ein platonischer Philosophus, so unterdem Kayser M. Aureüo 2 intonino gelebt, hat vo^^