68, ß A C C MIA RIU S BACCHINI
nicum tumultum ; homilias in epistolas quadragefi-males & in evangelia dominicalia; tabulant facro-rum carminum & piaruin precum enchiridion ; or.Rom* habitam; dialogos tlt 2 3 )!tc()et'n j apologèti-cmn pro defunctis ; spongiam ebrioi'orum ; com-mentarios in epistolas dominicales ; de christianiprincipis moribus, vira 8c officio u»d de tribus votis
monaíHcis, welche 3 letztere noch int MSt. liegen/ gabauch in seiner Muttersprache amicabile inrer animam& veritarem colloquium ; horrulum precationum ;tr. de tribus partibus pcenitenti*; tr. in orat. domi-nicain, eine Predigt born Gebet/ sonsten aber viram8c res gestas SS. Barlaami & Josaphat mit einer weit-läufftigen Epistel an den Abt Bagveum und Jo. fies-
J'elii precationem pro firma circa sacramentum eu-
chariibire fide, dieses zwar ins Niederländische über-setzt heraus/ und verließ noch dictata in symbolumfnlei, ingleichen tr. de eucharistia, welche beyde aberin dem Brande zu Brüssel im Rauch mit aufgegan-gen. Mi. Ech. Sw.
BACCHIARIUS, oder Bacchines, einJrrläuderundSchüler patricti , davor ihn pitjeus und Laleu«ausgeben, hat im 3 Seeulo, zur Zeit Augustin, ge-leht, und eine Epistel an Januarium de recipiendislapiis, welche in den Bibliothecis Patrum stehet; in-gleichen libellmn de fide, und der beyden angeführtenScribentenVorgeben nach,de ptognosticis nativitatumgeschrieben. Sonst hat er sich selten lange an eiltemOrte aufgehalten, damit er sich desto besser von derWelt losmachen möchte. Gen. O. Fa.
bacchines, siehe Bacdnarius.
BACCHiNI (Benedictus), ein Benediktiner, geboh-ren 1651, 31 August zu Borgo Sän-Donnino, einerStadt in dem Hertzogthum Modena, bekam in derTaufst den Nahmen Bernharvus, vertauschte abersolchen 1668, da er in den Orden trat, mit dem Nah-meisLeiredictus. Er nahm gedachten Orden in sei-nem i7ten Jahre an, und trieb die Gottesgclahrheitmit solchem Eifer, daß er da'rüber erkranckte. Dar-auf wurde er bey dem Benedictiner-Abt Arcioni, zuFerrara Secretarius, wobey er auch predigen muste-Er ließ aber beyde Verrichtungen 1683 fahren, undlegte sich, nachdem er mehr Zeit kriegte, mit Eifer aufdie griechische und ebräifche Sprache. 1688 machteihn der Hertzog von Parma zu seinem Theologo, und1691 ließ ihn der Hertzog von Modena nach Mode-na kommen, allwo er nachgehcnds Consultor St. Of-sicii, wie auch Professor der heiligen Schrifft zu Bo-logna wurde; wiewohl dieses ein blosser Titel gewest.Und er nie daselbst Lectiones gehalten. 1696 that ereine Reise durch verschiedene Theile von Italien, Bi-bliotheken und gelehrte Leute zu besuchen, und nachseiner Wiederkunfft machte ihn der Hertzog von Mo-bena zu seinem Bibliothecario. 1704 wurde er Prior
BACCHIUS
6zâ
gab sich von da wegen der bösen Lufft nach Placenza,ferner nach Padua, alsdenn nach Ferrara, und end-lich nach Bologna, allwo er 172t, 1 Sept. gestorben.Er war in der geistlichen und weltlichen Historie sehrerfahren, und lebte wegen seiner Verdienste in gros-sem Ansetzn, hatte aber sonst sehr unangenehme ver-drießliche Sitten. Seine Schrissten sind orazionenelle cj'eqnie della sey. Margherita de Medici; Ic cagionie gii efsettt deïï unione dì S. Niccola di Tolentino conDio ; Giornale de' ietterati von 1686 bis 1690, wor-auf 1692 und 1693 noch zwey Volumina, und 1696und 1Ü97 abcrmahl zwey andere folgten: daher die-ses Journal aus y Voll. in 4to besteht; Helena: Lu-creti* Corneli* Pifcopi® , virginis ordini D. Bene-dicti privatis votis adfcript* opéra a Bacchinio col-lecta cum ejus vlta, die auch in Christ. Gryphii vitisselectis stehet; Saggi d' Anatomia tradotti dalla fran-cise •, epistola ad Antonium Magliabeccium von ei-ner Medaille des Scipioni« Africani, welche sowohlbesonders gedruckt worden, als auch in des HerrnBacchini ‘Journal, und Herrn Bayle nouvelles de larepublique des lettres befindlich; de iïstrorum figura 8cdifferentiis, welche Dislèrtation auch in Gravit the-sauro antiquitat. romanar. Tóm. VI steht ; Anony-mi dialogi tres i) de constantia, 2) de dignitatetuenda, 3) deamoreerga rempublicam; Estoria delmomflerio di S. Beuedetto di Poliront nello ftato di Man-tovalibri s ; de ecclefiastic* hierarchi* originibusDissertation Ißdori Clarii epistol® ad amicos; A-gnelli, qui 8c Andreas, abbatisS. Mari* ad Blachernas8c S. Bartholonieei ravennatis liber pontificialis s. vitoepontisicum ravennaturn, welches Merck hernach M,I-ratorius nebst Bacchini Anmcrckungcn dem 2 Tomofeiner Scriptorumitalicorum einverleibt; de puellanostu vidente Dill. ; Benedicti Accolri opus de pne-stantia virorum fui *vi a Bacchinio editum ; Disser-tât. in chartam donations Opilionis, qu* asl'erva-tus Patavii in archivo S. Justin*; Epistel* polemi-c* V adversus Jacobum Piceninum ; Observationesfeu refponfa duo ad romanas epistolarum polemica-rum censuras. Er hat über dieses sein eigen Lebenin lateinischer Sprache beschrieben, welches in demGiornale di Venetia fielst. Nach seinem Tode kamen1738 ch 4 heraus: lettere polemiche contra il Sig.Gia-como Picenino, ministro in Soglio, Opera postuma del R.P. Bened. Bacchini , welchen Briefen man BacchiniLeben, aus des P. Armettini bibliotheca 'benedistino-casinensi beygefüget. Gi. Lami.
BACCHIU.S, von einigen unrecht Vacceus genannt,ein alter Musicus, welcher noch vor Aristide gelebet,tta-styuyvv ftsaxiiv f. harmonica & rhythmica ele-menta in Frage und Antwort geschrieben, welcheMersennus seinem Commentario in 6 prima Gene-seos capita einverleibet, Fed. Morellug aber 1623 in8 besonders edirt. Fa.
seines Klosters zu Modena, 1711 Abt zu St.Petri in B ACCHIUS, ein griechischer Medicus und Anhängergedachter Stadt, 171z Abt zu St. Pctri zu Reggio, des Herophilus, hat noch vor dem Teuxi floriret.«nd 1719 Abt zu St. Columban zuBobbio. Erbe- Galenus zehlet ihn nnter die ersten Commentatores
über