BALDUIN
BALDUIN
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Theologie. Er hat de caiceo antique §c mvstico ge-schrieben, welchen Tractat D. L. G. Jöcher zu Leipzig17z z wieder auflegen lassen. Lf.DL.
BALDUIN (Ciirünan AdoJph), tínílii tiiiann zuHay-nichen in Sachsen, und Mitglied der Äcad. Rat. Cu-rios.mit dem Tue! Heimes, lebte in der andern Helftte des e/ten Eecul!, und schrieb observationes circagenerationem argenti; ingleichen c.rca urnas genti-iium germanorum; aurum luperins 8c inferius au-rse superions & inférions hermeticum ; de magneteuniveriali & auro aune potabili; phofphorutn her-meticum; Hennetem curiosum See. Hend.
BALDUIN (Franciscus), ein Rechtsgelchrter,geboh-renzu Arras den i Jan. 1520, studirte 6JahraufderUniversität Löven, hielt sich darauf eine zeulang beydem Marqvis von Bergen an Larol: V Hofe auf, undbegab sich darnach nach Franckreich. Seine Begierde,die bekanntesten Theologos kennen zu lernn, trieb ihnan, eine Reise nach Deutschland zu thun, da er Gele-genheit hatte, Laivmum, Ducermn und andere an an-dern Orten zu sehen. Nachdem er wieder nach Pa-ris gekommen, wurde er An. i zgZ zum Professore Ju-ris nach Bourges beruffcn, welches Amt er auch 7Jahr mit grossem Ruhm verwalket, so gar, daß er auchbey seinem College», dein Duarcno, eine ziemliche Ei-fersucht dadurch erweckte. Man berief ihn hieraufnach Tübingen. Da er aber unterweges erfuhr, daßdu Moulin wiederum dahin kehren wolle, blieb er zuStraßburg, und lehrte daselbst ein gantzes Jahr dieRechte. Von dar gicng er nach Hcydclbcrg, und gabdaselbst einen Profcssorcm Juris und Hiftvriarum 5Jahr ab, bis ihu der PfaltzgrafLastmir und der Her-zog von Würtenberg um die Zeit des Colloqvii zuPoißi uacki Frasickreich schickten, daselbst Vermittelungin den Religions - Streitigkeiten zu treffen; wie erdenn auch einen dahin gehenden Tractat Lassandrideswegen mitbrachte und ausbreitete: womit aberdie Hugenotten nicht zufrieden waren, deshal-beil er zu den Couferentzen nicht gelassen ward. Hin-gegen gab ihm der König Antonius von Navarra an-fthnliche peuftonen, und machte ihn zum Hofmeisterseines natürlichen Sohns Larcli. Mit diesem Un-tergebenen gieng er nach Trident, kehrte aber wiedernach Franckreich, als er vernahm, daß der König Au-to, iiuü gestorben, und traf daselbst seine Güter undBibliothcck in üblem Zustande an. Er gicng dcrhal-ben wieder in die Niederlande, die Rechte zu Douayzu lehren, wurde auch vom Duc dc Alba wohl em-pfangen. Doch da er merckte, daß er einen Richter in
, dem Blut-Gerichte mit abgeben solle, wozu er keineLust hatte, weiter jederzeit in Religions -Sachen sehrgelinde gewesen, nahm er bald seinen Abschied, kehrte'wieder nach Paris, und fieng daselbst an über einigeOerter der Pandecten mir grossen« Zulaufs zu lesen. 'Bald darauf nahm er den Beruff zur Profeßione Ju-ris auf der Universität Bisan; an. Als er aber er-fuhr, daß Kayser Maximiliane; der Universität die-se Profeßion aufzurichten verboten hatte, gieng er
wieder nach Paris, und ließ sich daselbst bereden, dieRechte zu Angers zu lehren. Solches verrichtete er4 Jahr: denn als derHertzog von Anjou zum Königt» Pohlcn erwchlct wurde, woite man ihn zum Pro-fessor Juris mCracau machen, weswegen er nach Pa-ris rciftte, aber daselbst den 2; Oct. «57z starb. Sei-ne Religion hat er zum öfter» verändert. Er war inFlandern in der katholischen auferzogen, begab sichaber zu Gcneve zn der rcformirten; als er nach Pariskam, wendete er sich wiederum zur catholifchen, undbald hernach aufs ncue zu Geneve zur reformirtenz daer zu Bourges lehrte, trat er wieder zur catholifchen,zu Straßburg hingegen zur rcformirten, zu Heydcl-berg zu der lutherhchen, mnd als er wieder nachFranckreich kam, abermahls zu der catholifchen. Manhat von il)»! leges dererustica ; novellamconiUmdo-nem de heredibus & lege Falcidia |ustiniani, Welcheer imoztenJahre seines Alters aus dem Griechische»übersetzt, und mit kurtzen Erläuterungen begleitet;prolegomena de jure civili; commentarios in li-bros IVInstitutionum; Juris civilis catechesinjScs-volam live de jurisprudentia Mutiana ; commenta-rium in leges 12 tabb. ; disputationes Papinianeasad legern Veroniam, Juliam , Papiam, Poppœam,Rhodiam, Aquiliam ; Contìandnum M. live Je Con-stantini Imper, legibus ecclesiasticis atque civilibusjnotas ad libros aliquot pandestarum ; in pnccipuasJustiniani novellas; historiain collationis carthagi-neníis inter carholicos Lc donatistas ; disputationes2 exPapiniano ; notas in Optatum milevitsnum 8c Vi-ßorem utlcensenf, fcholam juris civilis argentinen-fern; notas in 14 panegyricos vereres; in Pliuiiconiultarionem 8c Trnjarn relcriptum de christianis;ovüdonem de Jegatione polon ica nun dil'p. ad aca-demiam cracoviensem ; comment, ad leges de fa-molis libellis 8c calumniatoribus ; responiiones duasad Joh. Calvinum ; notas in Minutium l'elicem cur»prolixa prsefatione ; Juilinianum f, de jure novo ;leges Romuli cum tommentario. A. Ad. Cr. GhiJ-
PL. Sam. Mi. B.
SALDUIN (Fridericus), ein lutherischer Thcologus,gcbohren 1575 den 17 Nov. zu Dreßbcn, allwo seinVater Paul ein Kürschner war, studirte in der FÜHsie» Schule zu Meissen, und zohe izyz aus die U»hvcrsität nach Wittcnberg, allwo er An 1597 Magisterund gecröntcr Poet, auch An. 1601 Adjunctns derphilosophischen Faculeat worden. In eben dieselsJahre gieng er mit den beyden Theologis 2iegis>a-Hunnio und David Rungio nach Rcgcnspurg, deinzwischen den Catholifchen und Protestanten augcstäten Colloqvio zuzuhören. Darauf wurde er i6osDiaconns zu Frcyberg, r6o; Superintendent zuOcks^nitz im Vogtlande, und 1604 an Kungii StellepW'fessor Theologiä zu Wittcnberg, deswegen ersuch dfGradnm Doctoris annahm.An. 1607 folgte crGeorgtMylio in der SuperintendcntemSttlle zu Wittenberssund im folgenden Jahre wurde er Assessor Consistor»-An.iöiogieng cr mit Churfürst Lhristiano Hals