Band 
Erster Theil A - C.
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799-800
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709 BARON!

BARONIUS

B A R O N! U S , Zoo

Lobsprüchen beehret, wie ihn denn auch die berühm-testen Poeten als Lornerlhs, Racine, Rousseau, 1 «Motte, Lrebillon, Voltaire , und andere, vor dengrösten Acteur gehalten haben sollen, der iemahls inder Welt gcwcst. Man hak im übrigen einige Co-médien, als le rendez-vaus des Thtnüeries ; les enleve-mens ; /’ homme à bonne fortune ; la coquette &c. dieJU Paris unter dem Titel: les œuvres de Mr. 1 e. Baronzusammen heraus gekommen, dazu er aber auch nacheiniger Bericht, nur seinen Nahmen hergegeben,dir..

BARON! (Leonora), ein italiänisches Frauenzim-mer, welches wegen ihrer vortreflichen stimme indem 17 Sccülo sehr bewundert wurde. Sie war ei-ne .Tochter der schonen Adriana von Mantua, undkam in solches Ansehen, daß eine grosse Anzahl lusti-ger Geister, Verse zu ihrem Lobe machten. Manhat einen Band vortrefiichcr Stücken in lateinischer,griechischer, frantzosisch'er, italiänischer und spani-scher Sprache, so unter dem Titel : applaufi poeticialle glorie délia Signera Leonora Baroni zu Ro«N ge-druckt worden. Die Beschreibungen und Dollkom-menheiten ihres Gesangs kan man in der zu Paris1672 über die ttaliänischc Music gehaltenen Rede nach-sehen. B.

BARONIUS, oder Barronius, (Bonaventura), einFranciscancr aus Jrrland gebürtig, und ein naherAnverwandter ILucà wavdingi, von denr man dieHistorie seines Ordens hat. Nachdem er in Franck-reich die Philosophie und Theologie siudiret, gienger nach Italien, und lehrte zu Pisa mit gar giltcmBeyfall, wiewohl er mehr in den Schclasiicisals inPatribus bewandert war. Er lebte annoch An. 1678,und hat pliilolopliiam theologlas ancillanten ; pan-egyricos facro-prophanos, nee non controversias& ilrategemata sive orationes rhetoricas miscellas,cum ephemeri obíldionis dúnkaníe ; poemata &c.

geschrieben. HL.

BARONIUS (Cœfar), ein Cardinal, zu Sora im Kö-nigreich Neapolis 153S den 30 Oct. gcbohren. AlsAir. 1593 Philipp«!« Xfcvi baS 9 hntcinetf Superiorisüber die von ihm errichtete Congrégation niederlegte,trug er solches dem Baronio, als feinem Nachfolgerauf. Nach diesen machte ihn der Pabst Clemens VIIIerstlich zu seinem Beicht-Vater, An. 159; aber zumProtonotano apostolico, und 1596 zum Cardinäl,worauf er auch ncch dieBedienung eines Bibliothcca-rii im Vatican erlangte. Er legte sich sonderlich aufdie Kirchcn-Historie, daher er seine annale; eccletia-Itico,, so wider bic Centuries magdeburgenfes gerich-tet ge .est, in ra Tömis heraus gegeben (davon deru te in Spanien confiscirt ist) welche von Sponvano,L>)ovio und Rapnaloo vermehret worden; und widerwelche Lasaubonus, pagj und andere geschriebemwäre160$ durch Vorschub des Cardinal perron^ar Pabstworden.wenn ihn Spanien nicht gehindert hatte, demer im XI ss. seiner Annalium das Königreich Sicilienabgesprochen. Er hat inseincn Annalibus soviel vor

den Pabst geschrieben, als ihm Möglich gewest; daherman folgende Stelle ausdemTerenrio auf ihn gedeu-tet : chl iibi negotium credidit lblum dari, Papce utplacerent, quasfecit fabulas. Der Pater AugustinGarrorius,ein böhmischer Cisterc:enser,hat 1722 -1723ein Compenäiwn von Bat'múi utlb Raynaldi annalibusin verschiedenen kleinen Theilgen heraus gegeben.0011)1 hat er ein marryi-ojogium ronunum , welcl)esder Jesuit Conr. Vetter ins Deutsche übersetzet; vi-rant Ambrosii; Parcenelin ad Rempubl. venetam;Monarchiam Sicilias cumrefponsioneapologeticaad'versus Card. Columnam ; relationem historicam deRuthenorum origine ; de formali fidei objesso See.

drucken lassen, und ist 1607 den zotenJun. gestochen.Sein Leben hat Hieronpmus Darnabaus 1651- zuRom heraus gegeben, welches Grcg. Friy zu Wien1718 vermehrter auflegen lassen. PB.Er.Ghil.Im. Ol.To. Au. Nie.

BARONIUS (Dominicus ), ein florentinischer Prie-ster im 16 Seculo, hielt es mit den Waldensern,schrieb wider die römische Kirche, und lehrete, daß esnicht nöthig wäre, zur Zeit der Verfolgung hieWahr-heit äusserlich zu bekennen; worüber er mit CelsoMartinengo, italiänischem Prediger zu Gcnff,Schrif-ten wechselte. Er erdächte auch eine sonderbare Artder Messe, und vermeinte dadurch die Rcformirtenmit den Eatholischen zrr vereinigen. B.

BARONIUS (Franc.), hat 1630, 4 Bücher de ma-jestate panormitana heraus gegeben. K.

BARONIUS (Julius), hieß sonsteu Job. Calvinus,und veränderte seinen Nahmen, weil er sich zsiRom1600 oder 1601 von der reformirtcn zur eatholischenReligion «sandte. Er war aus dem Clevischen zuSautes gcbohren., promovirte zu Siena in derTheologie, und zu Perugia in der Jurisprndentz,hieltsich hernach zu Mayntz auf, und schrieb Pieudo-Ju-bilamm wittenbergenfe adverfus Hunnium, & Lu-tberum; de pralcriprione adverfus hxrericos, lindvindicias pro pneferiptionibus fuis adverfus Rcinol'dum. Hend.

BARONIUS (Octavhïs), ein Neapolitaner,vonSo-ra,gab 1617 in lateinischen Versen einen Panegyricun*auf den Pabst blrbanun« VIII heraus, so.

BARONIUS (Robertus), lebte in der Mitten des UScculi, und gab pbilofopbiam aneilianrem rbeolsggÍL nebst eine«» Tl'actat do peeearomorrali; ingleo-chen apodixin carbolieam ad Oe. 'Purnefuli cecrago-nifmum; pfeudograpbum; metaphysicam gener a 'lern & fpecialem ad ufqm theologix; rr.de objeK»fidei formali contra Ge. Turnebullum ; apologi^hujus tractatus; rr. de aiiimarum propagatione

aus., K.

BARONIUS (Theodorus), ein Mkdicus V0N Zna, lebte zu Anfailgedcs «7ten Seculi, «n«d

de operationis mejendi triplici lsefione & cura«libros II, in quibus morbi omnes renum & vequoad eorum cognitionem Sc curationem propon

tur, die zu Pabia 1609 m 4 gedruckt sind. g^^b-.