BARTOLUS
BARTOLUS
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ret, auch darinne die Doctor-Würde erlanget hatte.Er lehrte die Moral-Theologie, ward Rector desCol-legii zu Mantua, und starb daselbst den n Jul.1622. Man hat von ihm, wiewohl ohne Vorsehungseines Nahmens das Leben B. AloylU Gonzagae in ita-liänischer Sprache, welches aber einige dem JesuitenJacob Grassetto zuschreiben. Esistzu München 1630lateinisch heraus gekommen. AI.
BARTOLUS, oder wie sein völliger Nahme warBartolus Severus de Alphanis, ein berühmter Rechts-Gelehrter,zu Sassoferrato inUmbrien, 1313 gebohren,siudirte zu Bologna, und erhielt daselbst in seinem 21Jahre die Doctor-Würde, war zu Todi Beysitzer imGericht, woselbst er sich aber wegen seines harten Ver-fahrens bey dem Volck vcrhast machte, und dcshaldenauf das Land begab; von bannen er in seinem 2;tenJahre nach Pisa, und hernach nach Perugia zum Pro-fessore Juris beruffen wurde; war auch kayscrlicherRath, führte das böhmische Wappen, womit ihn derKayser Carl IV begnadiget, und starb zu Perugia 1355den I; Jul. nachdem er super Codice; super institu-tis ; de Guelphis ; de Gibellinis ; libr. Coniiliorum ;de insigniis & armis ; super pandectis ; de sta-tuas ; tabulas distinctionum; de alimentis; proces-sum Satans contra B. virginem 'vïariám coram judi-ce Jesu , welche Schrifft in den Indicem prohibitor.gekommen; Tiberiadern; de regirnine eivitatis; detyrannia See. geschrieben. Sonst hat er die Speisenallezeit abwägen lasten, damit er einen gleichen Ver-stand und Judicium behielte; und wird von einigenfür einen Plagiarium angesehen, indem er des Fran-cisci Tigrim, eines JCri von Pisa, annotationes fürdie seimgen ausgegeben. Um die Zierlichkeit der la-teinischen Sprache bekümmerte er sich wenig, son-dern pflegte zu à sagen : de verbibus non curatjCtus. Unterdessen brachte er es so hoch, daß er voneinigen juris Iucerna & ccecorum Dux, wie auch verita-tis spéculum & parer gcnennet wird. Seine Wcrckesind zu Basel 1588 und zu Venedig j6i; in 5 Folian-ten zusammen gedruckt worden. Sein Leben hat un-ter andern Thom. Diplovararius beschrieben, welchesbey dieses commèntario de restibus anzutreffen ist.Fleh. Jov. PB. Ja. Bo.Panz.Fa. Ol.
BARTOLUS (Abraham), gebohren zu Veuthen inMeisten, ward Philosophia Magister, und gab 1644Jfylusicam rnathernatlcam heraus, darinue er das Fun-dament der Musie, daß diese in der Natur stecke, ihregewisse Proportiones d. i. Zahl und Maß habe, wiesolche in der Machest, sonderlich in dcrGcometrie undAstronomie beschrieben wird, zeiget. Man hat auchvon ihm eine Schrifft unter dem Titel: Agulla Esdrsd. t. historische Auslegung und Erklärung des Ge-sichts Esdrä, so er von dem letzten Reich der LVeltund dessen Zustand rc. welche 1621 in4aufKosten desAukoris gedruckt worden.
BARTOLUS ( Angelus) , ein gelehrter bischöflicherBuchdrucker zu Perugia in der ersten Helfte des i/tenScculi, gab Elogia' & epigrammata in XII Coeiares
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Suetonii, die er dem Wcyhbischoff daselbst, LasarioBorcä, dedicirt, und dieParentaliaLud. Alberti, wel-che die Académie der Insensatotum gehalten, mit einerZuschrifft an deren Präsidenten Scip. a Smffa 1639heraus. Ol.
BARTOLUS (Daniel), ein berühmter Jésuite, ge-bohren zu Ferrara i 6 og, war Professor Rhetorices,und darauf Rector des Collegii zu Rom, beschriebAsiam in 3 Theilen,Europan, in etlichen Theilen, welchebeyde Lud. Janninus aus dem Welschen ins Lat. über-setzet; etlicher Jesuiten Leben ; charasterem hominisliterati, den ebenfalls Janninus lateinisch übersetzet;paupertarem contentant; sternitatern consiliatri-cem; geographiam ad sensum moral ein deductam ;de orthographia línguœ ital. Gedichte tc. ttt italiäni-scher Sprache; ingleichen la ter.fione e la preffionedisputant!, quai di loro soßenga sargetilinitro ne cartel-li doppo; del Ultimo e beato fine del buomo libri due;ricreationi del savio libri due ; penjieri facri ; vita diRob. Bellarmino cardinale , und starb zu RvM den 133 <m. 1684. Al.Cre.
BARTOLUS (Sebastian), ein Medicus vonMonzel-la, aus dem Neapolitanischen, gab 1667 Heraus Bre-ve raggaaglio de bagni di Pozzuoli dispers; thermolo-gis Aragonneprodromum. Top.
BARTSCH (Fridericus) , ein Jesnite von Brauns-berg in pohlnisch Preussen, lehrte zu Wien die griechi-sche Sprache, und zu Braunsberg und Posen Theolo-giam casuisticam; worauf er Rector der Collegiorumzu Braunsberg und Vilna, Präpositus provincialisin Pohlen und Lithauen, Doctor Thcologiä und Beicht-Vater bey dem Könige in Pohlen, Gígísmundo IIIworden; schrieb unter dem Nahmen ïrideriá BornsTheologi eine refutationent oracionis Andrea: Volani ;Spéculum jesuitarum contra D an.Cramerum ; com-mentarios in Evangelia Adventus, & qus sequuntprdontinicarum; wie auch ohne Vorsehung seines Nah-mens thesauruni ipiritualon rerum ad societatemJesu pertinentium ; theiaurunt precunt ac variaruntexercitationum spiritualium, und starb 1609 den 2lNov. im boten Jahr. W, d. AI.
B A R T S C H (Jac.), ein Doctor Medicina und Profes-sor cxtraord. Makhcmatum zu Straßburg, gebürtigvon Lauban in der Ober-Lausitz, schrieb methodurnsynopticam artium; epheineridem solarem perpé-tuant ; usunt astronomicum planisphsrii stellati; ta-bulas novas logarithmico-logisticas; tabulas diari«
quantitatis dierum; Uraniburgum strasburgicuiti 5catalogiun sixarum ad annum 1630 See. und statb1633. W, d.
BARTUTI (Vincentius), ein Legations-Secretarius
und Dollmetscher der türckischen und persischen Spt^che Königs Phiiippi IV in Spanien, von Ragusa, HP)in der Mitten des rpSeculigelebet, und aus dertur,kischcn in die italiänische Sprache, ottomannische Chro-nick,wie auch aus der türckischen in die spanische Spewche des alten chinesischen Doctors Berhemenio Btdpay
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