847 BASSIERE BASSUS
de BASSIERE (N.), eilt Frantzose, war Doctor derTheologie, rmd anfangs Archidiaconus, hernach Ca-nonicustheologalis in dem Capitel zu Sagun,-und gabEJJais de la théologie positive zu Paris 1643 heraus.Car.
B A S S IO (Donato), suche Boili.
B A S S O (Sebastian) , ein gelehrter Medicus, und Feindder aristotelischen Philosophie, gab 1574 zu Rom in4foDiíiêrt. in philosophiam naturalem ad versus Ari-stotelem heraus, und defendirte sonderlich die bypo-theím Platonis de anima mundi contra Peripateti-cos. Launojus de varia Aristot. fortuna.
BASSOLIS (Jo.), ein Schottländer und Minorité,des Johann Duns Discipel, mit demBeynahmen Do-Lkor ordinatlstlinus, hat IZ22 gelobet, und in libroslententiarum, wie auch rniscellanea pbllosopbica Lcmedica geschrieben. Poste V. Wa.
BASSOLIUS (Antonius) , einIesuite, von Tüll, ausLothringen bürtig , schrieb Über des Dionysii Alexan-drin periegesin Anmerckungen, und starb 1622, im30 Jahre. AI.
BASSOMPIERRE (Francisais), ein Ritter des kö-niglichen Ordens, Colonel General der Schweißer, undMarschall von Franckreich, gebohren 22 April 1579,von einer edlen Familie in Lothringen, war nicht nurein geschickter Hofmann, sondern auch ein tapffererGeneral, hielt sich im Kriege sehr wohl, wurde aberhernach von dem Cardinal Richelieu gestürtzt, und indie Bastille gesteckt, worinne er 12 Jahr sitzen muste,und darinne seine Memoiren, auch Anmerckungen überdie von Dupleix heraus gegebenen Geschichte Ludovic!XIII, und eine Relation von seinen Ambassaden uüdgeführten Conduite bey selbigen Handlungen verfer-tigten Nach diesem wurde er wieder in die Freyheitgesetzet, und starb am Schlage t o Octobr. 1646. Vonseinem Leben sind zwey Bücher zu Paris, das eine un-ter dem Titel: Journal de la vie du Mr. de Bajfow-pierre , und das andere mitderAufschrisst: negotiationsambassades de Baß'ovtpieire gedruckt worden.
BASSUS, siehe Baste.
BASSUS, ein Ketzer im andern Seculo, war ein Jün-ger Lcrinthl, Ebionig und Valentins hielt dafür, dasmenschliche Leben und Vollkommenheit aller Dinge be-siehe in 24 Buchstaben und 7 Gestirnen, und suchteseine Meinung aus den Worten: Ich bin das A unddas (l>, zu erweisen. Pbilasirius de hxresi.
BASSUS (Angelus), siehe Politiamis (Angelas).
BASSUS (Antonius), ein neapolitanischer Poet, gabeine Poesie heraus; mischte sich in die Rebellion unterPhilipps IV, wurde aber 1647 auf Befehl des Her-zogs von Guife enthauptet, und der Cörper nackendan einem Fusse aufgehängt. To.
B A S S U-jS (C. Cxsius), > wird auch Bastus Sabinus ge-nannt, ein lyrischer Poete, lebte zu Neronis Zeitenbis auf Vespasianum, war ein Freund von Pdoper-tio, (Pviöio, und Aulo ^istceo, soll de metris; com-ment. in Aratum; Lyrica Lee. geschrieben haben, und
BASSUS BASTIDE 848
ist nebst seinem Land-Gute durch die ausgeworffenenFlammen des Vesuvii verzehret worden. Quintiüa-
. nus. H. Ja.
BASSUS (Cassianus), mit dem Zunahmen Scbolasti-cus, eolligirte einige Fragmenta griechischer Geoponl-corum, s. de re rustica libris 20, die t;89 zu Baselgriechisch in 8/ lateinisch aber 1540 zu Basel, und1543 zu Lion in Sans Licht traten, griechisch und la-teinisch aber 1704 vyn Peer. Needham mit Noten zuCambridge in 8 aufgelegt worden.
BASSUS (Christ. Gotthard), siehe Wilisch.
BASSUS (Gabius) , siehe Gabius.
BASSUS de Ruvere (Hieron.), siehe de Ruvere.
JßASSUS (jo.), ein Jtaliäner im Anfange des 17 Se-CUtt, schrieb cur homines faciliores sint ad male co-gitandum & loquendum de alterius imbecillitate,quam perfectione ; utrum res humanee magis risuquam planctu dign* ; de Romx laudibus; paneg\'ri-cum in obitum SiiJxLuccii, und descriptionem urbisVelitne. All.
BASSUS (Simon), einCanonicuszuBenevento, lebteim Anfange des 17 Seculi, und schrieb rime toscane-,fragmenti deW epica poésia ; apologiaper latnonarchiadiSpagna. To.
BASsUS (Tullius, oder auch Julius) , ein gehöhnterRömer, hat die Artzney-Kunst bey dem Afclepiadeserlernet, und in griechischer Sprache von der Materiamedica etwas geschrieben, so aber längst verlohrengangen. Plinius hat ein und anders in (eines bist.natur. aus den Büchern des Bassus angeführet, undbeymGalcnus kan man noch einige Composttiones mé-dias von felbigem lesen. Plin. Ke.
BASTA (Georg), Graf von Hüst auf Sult, ein be-rühmter kayserlicher General im Anfang des 17 Se-culi, ist in einem Dorsse, la Rocca, nicht weit von Ta-rento, aus einem Geschlecht von Epiro gebohren, hatsich bey unterschiedlichen Belagerungen geschickt erwie-sen, auch maesiro di Campo generale, so sich deutsch Mder menckischen Bibliothec ich MSt. befunden, und eingoverno délia Cavalleria leggiera, Welche V 0 N denKriegs-Verständigen sehr äsiimiret worden, beschrieben. B.
BASTARD (Tboma;), ein C'ttgelländer, von Blondsford bürtig, war Prediger bey dem Grafen von Susifolck, hatte einen sehr lustigen Kopff, schrieb allerhandGedichte, sonderlich tines Magna Britannia genannt,wie auch Predigten und Epigrammata, und starb t?April i6i8- W, d. Wo.
BASTIDA (Ferdinand), eilt spanischer Je suite, vonValladolid, gebohren 157t, lehrte die tbeologi 1sebolasticam , und schrieb in spanischer und icallau "scher Sprache eine Apologie vor die Venelianer,sich dem Pabsi Paulo V widersetzt hatten, unter 0Titel : Antidoto contra las consideraciunes de P>‘- * ade Venetia. AI. Ant.
BASTIDE (Lud.), ein Frantzos zü Ende des *7und Anfange des izden Seculi, war Kömgeo^vier XIV ordentlicher Prediger, auch Professor d