BLUT1NG BOAS
1143 BLUMBLACHER BLUTEAU
gegen D. paul Anton diíT. de harmonia fidei qu* ju-ftificat & fidei quatenus justificare dicitur geschrieben,Welchem D, TMumbecg entgegen setzte dislertationemexegeticam de praxi fidei evangelica; Anri-Since-rus evangelicus ob neglectam sinceritatem evangeli-cam castigatus, in welchem Werckgen alle vorher an-geführte Schrifften, die Thätigkeit des Glaubens inder Rcchtfcrti ung betreffend, zusammen gedruckt,und solchen noch distertatio anti-berriana de justiti*Christi imputât* in hac & altéra vita pnerogativa &Lternirare beygefüget worden ; Abbildung deslandes, oder der sogenannten RalanD-Drüderschaff--ten; dreyfaches zwickauisches Dcnckmahl in dreybesondern predigten ; die geistliche Himmels-Ü-eitcr,ein Gebet r Buch ; die sieben Andachts « Seulen,welche Echrifft man dem Verfasser, auf sein Verlan-gen mit in das Grab gegeben; geistliche Gchrvanen-Lust, oder zwickauisches Gesang-Buch; erbaulicheGcdancken über die Evangclia der Sonn- und Fest-Tage ; de notabili numero septenario; de prover-bio : omnis inutatio periculosa, welche zwey Anmer-kungen in den Mifcellaneis lipfienfibus stehen ; Pro-grammata; orariones; Lieder ; Vorreden; Leich-undandere einzelne Predigten. Im Er. hinterließ er:onomatognofiam curiolam listentem quinque anti-quitatum nominalium libros ; Grammaticam turci-cam; lingu* arabic* institutiones; lexicon copri-cum; dictionarium ebraicum integricati Tu*, quoadlicuit, redditum ; ein Bibelwerck darinne die gantzeheil. Schrifft mit Anmerckungen crleutert wird. Ra.
BLUMLLACUER ( Christo. Andreas), ein saltzbur-
gischer Rath und Pros Juris zu Saltzburg, in der Mit-ten des 17 Sccull, schrieb de jure emphytevtico, vi-talitio Sc de jure precariae, vulgo Erb-Recht, Leid-Geding undFrey-Stift-Rccht ; defervirutibuspr*-dialibus & realibus ; de rutelis ; de retractu genti-litio & conventionali ; Comment, über die peinlicheHals Gerichts-Ordnung, und lebte um 1673.
BLUME L (Jacobus), ein JCtus, lebte in der erstenHelffte des 17 Seculi zu Leipzig und schrieb: diiT. defidejuffione ; de gradibus cognationum, feu arboreconfanguinitatis Lc affinitaris ; de privilegiis pupillo-rum ex jure divino, civili, canonico, & saxonico.
BLUMENDAL (.so.), siehe Blomendal.
B L U N D U S (Jo.), siehe Blondus.
BLUTEAU (Raphaël), ein Theatiner-Mönch, geboh-ren zu Londen in Engelland von frantzösischcn Eltern,den 4 Dec. An. i6;8, begab sich, nachdem er in Franck-reich eine geraume Zeit zugebracht, und um das Jahri68c> Superior des Profeß-Hauses von seinem Ordenzu Paris gewesen, auch Doctor Theologiä und beyder damals in Franckreich sich aufhaltenden Hcnrier-ta Maria von Engelland Hofprediger worden. Erlegte sich dabey sonderlich auf die portugiesische Spra-che, arbeitete über 30 Jahr an einem grossen portu-giesi chen Wörtcr-Buche, und wurde dadurch so be-rühmt, daß der Großhertzog von Florentz desfalls ei-
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nen sehr genädigen Brief an ihn schrieb, welchen erins Portugiesische brachte, und seineiu Wörter,Buchevorsetzte. Der Hof zu Lissabon ließ ihn durch einenCapitain der königlichen Leib-Wache nach Lissabonnöthigen, allda seinWörter-Buchzu Ende zubringen.Er gicng also dahin, ward bey dem Jnq'oisitivns-Gc-richce zu Lissabon Qvalificator, und stellcte sein Buchzu Coimbra zwischen 171; und 1721 in acht Folian-' teil, unter dem Titel: Vocabulario purtuguez e latinoautorizado,,com exemplos dos melhores e J'critores por -tttgttezes e latinos e offerecido a e! rey de Portugal,
an das Licht. Es ist merckwürdig, daß man für die-sem Wörtcr-Buche zehn Vorreden findet. Er ist 1734den 13 Februar» zu Lissabon gestorben. Mem. Jour.Gœtten.
BLUTîNG (Joach.), einAdvocat des schlcßwig-holl-steinischen Hof-Gerichts, lebte gegen die Mitte des 17Seculi, hielt sich zu Schlcßwig auf, und schrieb glos-fas oder gründliche Erklärung des jütischen Lowrbuchs und aller 3 Theile desselben, welche Eman.xuölfcl der Edition von Blas. Eckenfcergeri veriionenomocanonis jutici mit angefügt ; obfervationes denomocanone jutico; tr. vorn Erbgange nach Demjütischen Recht ; ließ auch im MSt. tr. de emptionevenditione prœdiorum ; tr. de jure retractus ; tr.von mancherley Todtschlagen im jütischen Landeund von der Mann-Busse und Aussühne, daran aber,weil der Verfasser ein besserer Practicus als Theore-ticus gewesen, vieles auszusetzen gefunden wird. Mol.
van BL YENBURG (Adrianus), eilt Patricius vonDordrechk und Prätor allda, war ein guter lateinischerPoete, und gab 1588 poernata varia heraus, undstarb 1599. Sw.
van BLYENBURG (Damafus), ein Patricius zu Dpr-drecht, gebühren 1558, schrieb poümata unter dem Ti-tel verieres biyenburgic*; centonem ethicum ausPoeten ; epitornen operum B. Fulgentii, und zog1616 in Böhmen, allwo er auch gestorben. A.
van BLYENBURG (Wilhelm), ein Philofophusund Theologus, und Anverwandter des vorigen,schrieb 1671 Kennifte Gedts; 1674 Wedderlegingevan bet Boeck genoemt: tractatus theologico- politi-cus; 1682 WedderlegmgevandeZeedekimftvanB.deSpinofa; übersetzte auch 1685 Jo. Bapt. Nannt histo-ria délia republica Veneta ins Holländische.
BLYMESTER (Christian), von Hotterfnes in Jä-ten, war Magister der Philosophie und anfangs von1666 bis 1676 Conrector zu Ripen, hernach Pastor-an der Kirche Botulphi zu Aalburg, starb aber nochim nur gedachten Jahre. Er hat difp. de constitu-
tione metaphyfic* ; diatr, philof. de 4 qu*stionibusmifcellaneis, und themata philofophica geschrieben.Mol.
BLYSSENIUS (Henr.), siehe Blissenius.
BOAS (Jofua), ben Abraham, aus der Familie Ba-mch, ein spanischer Rabbine im 16 Seculo, welchersich, nachdem er aus Catalonien weichen müssen, zu
Cre-