1157 BODECKER . BODE N STEIN
BODECKER (Joh.), citt hamburgifcher Prediger,wurde 1552 von Wittenberg zum Pastorat an derSt. Jacobs-Kirche beruffen, bezeigte einen heftigenEifer wider die Philippisten, schrieb auch brevem
comprehenüonem fundamentorum orthodoxa; do-ctrine & sidei de cœna Domini, inglcichen Berichtvorn heiligen Abcndmahle Des Herrn Lhrisii wi-der die Sacramentschänder, und starb 26 Nod.1564 an der Pest. Mol.
BODELWIN (joh.), ein catholifcher Abt, wurdehernach ein Lutheraner, und half in Pommern in derReligion zuerst die Reforniatiou mit anstellen. H.
BODEN (Johannes), ein Liccntiak in der Theologieund Canonicus zu Hertzogenbusch in seiner Vaterstadt,wo er auch vorhero Pastor an der Cathariuen-Kirchegewesen, hat im Anfange des 17 Seculi gelebt/ und
conciones in decalogurn geschrieben. Sw.
BODEN (Joh.), ein Prediger zu Langenhorn imFlensburgischen, von Pctcrshagen im Schaumburgi-schcn, lebte in der ersten Helfte des 17 Seculi, undgab 162z das gülvne tLicinov oder Luthers Cate-chifmum in Fragstücken mit einer Vorrede in nieder-sächsischer Sprache heraus. Mol.
de BODENSLEVE (Wilhelm), siehe de Nienhuss(Otto).
a BODENSTAIN (Liborius), ein deutscher JGtus,fd)rkb 1601 de jure divortii , quod maritus habetproprium & peeuliare adulterii caussa , und 16 IIjurisprudentiam politicam s. arcanarum disquisitio-num politicarum libros duos.
BODENSTEIN (Adam), ein Sohn Andrea,geboh-reu 1528 zuCarlstadt in Francken, legte sich auf dieMedicimund hielt sich sonderlich anTheophrastmnPa-racclsnm, dessen Lehre er auch fast am ersten zu Baselvortrug. Als 1576 daselbst die Pest ciugerisseu, ver-fertigte er einen Theriac, welcher alle, die ihn brauch-ten, präserviren solte,und gab eine eigene Schrifft da-von unter dem Titel Consilium philolbphicum her-
. aus. Allein das folgende Jahr muste er selbst an derPest sterben, als er kaum 49Jahr ziemlich frey gelebthatte. Seine übrigen Schrifften sind: epistola adFu^eros pro aslerenda alchymia; de podagixeprx-íervatione ; de heçbis duodecim zodiaci signis dica-tis ; ifagoge in Arttoldt de Villa nova roCarium chy-micum; de veritate Alchemise; Übersetzte auch vieleSchrifften des paracelsi ins Deutsche oder ins Latein.Verschiedene seiner Schrifften sind i;8i zu Bafel infol. zusammen gedruckt worden. Teiil Ad.
BODENSTEIN (Andreas) , sonst Carolostadius ge-nannt, weiter zu Carlstadt in Francken gebohren,lebte im 16 Sccnlo, und studirte zu Rom die Theo-logie, worauf er zu Wittenberg Canonicus, Archi-Diaconus,wie auch 1 502 Doctor und ProfessorTheo-logiä worden; da er denn Luchcrum auch 1512 zumDoctor Theologich creirt; hiernächst 1519 zu Leipzigmit Eccio diffutiret, in Luther! Abwesenheit dieBilder gcstürmet, die Gradus verworffen, Mtmzeri
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und der Calviniste» Partey angenommen, und aufeinem Dorff? Bauer-Arbeit verrichtet. Er dispntirkedeswegen mit Luthers scharff, und muste, als er her-nach Pastor zu Orlamünde war, das Land räumen:begab sich nach Straßburg, Basel, Rotcnburg, allwoer wegen entstehender Gefahr in einem Korbe dieMauer herunter gelassen wurde, und nach Zürch inder Schweitz gieng, woselbst er asî der Kirchen Dia-conus wurde, als er sich eine Zeitlang vorher in Sach-sen wieder aufgehalten. Endlich lehrte er auch zuBasel in der'Kirche und auf der Universität, woselbster 154z, 24 Dec. an der Pest gestorben. Er hat deutraque speeie ceeiw ; de pontifice romanoj Glau-bens - Spiegel ; libellum de eanonicis scripturis;conclusiones theologicas ; dispurationcs 3 cum. so.Eccio 1519 Lipsis habitas; de iis, qui'sacra cœnautuntur; de abusu panis & calicis Domini; de effi-cacia indulgentiarum geschrieben. Seck. Ad, S 7 -Arn.
BODERIANUS, fjeíje Guido Faber.
de la B O D E RI Gestehe Guido Faber.
BODERIUS (Thomas), ein frantzösischer Medicusvon Rouen aus der Normandie, lebte in der Mittedes 16 Seculi , und schrieb de ratione & nlu dierumentkomm , welches Buch , nebst dem noch nie ge-druckten traft. Hermetis Trismegifii , de decubitu in-firmorum, jtt Paris 1555,4 ans Licht getreten. Ei.
de BODESEEE (Wilhelm), siehe Baldenlel.
BODINÜS ( Gerhardus) , ein lutherischer ThcologuS,gebohren zu Lipstadt in Westphalen 1620, 24Sept.studirte daselbst, wie auch zu Soest und Minden,that1640 eine Reise in Holland und an andere Orte, hieltsich darauf einige Zeitbey Scheidlcrn zu Dortmundauf, bis er sich 164, auf die Universität Rostock be-gab, gieng 1644 nach Rütteln, wurde 1645 Con-rectorzu Minden, 1650 Professor Eloqventiä zuRin-teln, 1663 Pros. ord. Theol. auch 1683 primarius,iugleichen des Consistorii Assessor und der Kirchen da-selbst Jnfpector. Er zeugte aus einer Ehe 1 3 Kinder,unter denen 10 Töchter waren, und starb 1697, 24September. Man hat von ihm einige Diiputationes,Pro.
BOD INUS (Henricus), ein Sohn Gerhard! Bovini,gebohren 1652,6 April zu Rinteln, solte anfangs einThec logus werden, daher er sich gar fleißig auf dieorientalischen Sprachen legte ; erwehlte aber hernachmit seiner Eltern Einwilligung das Studium Juris.Da er kaum 21 Jahr alt, disputirte er 16'zzuH.lm-städt pro Licenria. Nachdem er sich zur PraH ge-schickt gemacht, auch eine Tour in die Nttderlundegethan, übte er sich nach feiner Zurückkunfft imDoci-ren, ward 1682 zu Rütteln, und >693 zu Halle Pro-fessor Juris, auch 1694 Consistorial-Rath, und starb1720. Man hat zwar keine grosse Wercke von ihm,aber wohl sehr viel weitläufftige Diiputationes, als:de jure circa ebrietatem ; de erroribus communi-bus circa matrimonialia ; de anticipato concubitu ;
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