BOECREL
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Wilhelm zu Zelle, 1566 aber bey Hertzog Julis zuBraunschweig Leib-Medicus, und 1575 der erste Pro-fessor Medicinä zu Helmstadt, endlich 1601 Scadt-Physicus zu Hamburg, schrieb rr. de philtris ; rr.de peile hamburgensi 1565 ; synopiin novi morbis. catarrhi febrilis ; anatomen ; disputationes ; or.inobitumDucisJulii See. gab auch die Pest-MrOnungder Stadt Hamburg heraus, hinterließ im MSr.comni. in artem parvam Galeni ; quxstiones physi-c® & medicinae practic®; praxin medicam, nebst 4Episteln an Paul von Eiycn, und starb 21 Mertz162;,im 59Jahr. Beehmeri memor. medicor.heim-slad. Mol.
BOECKEL, ober a Boeckeln, (Joh.Gotthard.), einSohn des folgenden Martini, gebohrcn zn Ratze-burg 9 Jul. 1645, ward zu Lübeck erzogen, und legtesich zn Rostock auf die Rechte, nahm auch allda, alser solche gu Hclmstädt, Heidelberg, Straßburg undTübingen weiter exeoliret, 1671 die Doctor-Würdean, rcisete darauf etliche Jahre, wurde sodann erstProfessor Jtrsiitut. und Juris crim. hernach Jur.fcud. und canon, zn Helmstadt, auch Beysitzer deswolsscnbüttelischcn Obcr-Hof-Gcrichts, schrieb diarr.de novo anno ejusque riribus ; de jure hospiriorum;disputationes; or. de necestitate & ufu philofophi*praclic® in studio Juris ; de prima mediatorum in-stanria ; gab auch Henr. Hahnii obiervariones adWelenbecium 8c Bachovium in digesta Mit Vielen
Zusätzen heraus/ und starb ;Fcbr.i/02, im ;7 Jahr.
Mol. Pr.
BOECKEL, oder aBoeckeln, (Mart.), ein Rechts-gelehrter, gebohrcn zu Gnstrau , im Mecklenburgi-sche'.!, den Tag vor Johanuis 1612,und stammte ausden Niederlanden her, wo feine Voreltern das Land-gut Böcke!» ohnweit Antwerpen besessen. Sein Va-ter gleiches Nahmens, war in die 40 Jahr lang her-zoglich.mecklenburgischcr Seeretarius. Er siudirtezu Königsberg, und brachte eine so gute Wissenschaftin der Litteratur, Philosophie, Historie, Politic unddem bürgerlichen, auch Staats-Rechte mit dahin,daßer bereits in seinem 18 Jahre in dergleichen Dingenandern eine Anweisung zu geben vermochte. Nachdemer seine Studien auch zu Rostock, Grcissswaloe undLeipzig fortgesetzet, und in der Svitc des Landgra-fens von Hessen, Franckreich, Hott- und Engellanddurchreiset, ward er 1637 gräflich -.oldeuburgischerRath, rüzyDoctor znGrciffswalde,i64Z dcs Stisstszu Ratzcburg, 1647 aber der hottsteinischen Rittcr-schafft, und 1648 der Rcpublic Lübeck Syndicus,danckte aber, als er indessen viele wichtige Gesand-schassten verrichtet, 1666 ab, und erlangte bald dar-
' auf den Character eines schwedischen Hofraths inDeutschland, ward auch 1667 nebst dem berühmtenMevius als Gesandter nach Heilbronn gebraucht, woer die zwischen Mayntz und Chu'r-Pfaltz obschweben-de Streitigkeit wegen des Wildfangs, glücklich bey-legen half. Nach diesem , als er in die schwedischeNitterschafft aufgenommen worden, gab er bis 1670
BOECKEL ßOECKELMANN 1164
einen ordentlichen schwedischen Gesandten zn Ham-burg ab, da er geheimer Rath und Cantzlcr zu Bre-men und Verben ward. Im Iahe 1674 bekleideteer das Cantzler-Amtz-r Braunschweig-Wolffenbüttel,1676 aber zu Halle tu Sachsen, und 1678 wieder-um zu Wolffenbütrch ward endlich 1630 Premier-Mi-nister des Hertzogs von Hollstein-Gottorff, sie! aber1683 in des Hofs Ungenade, und hielte steh nach die-sem zu Lübeck auf, wo er ic>8; vvm Schlag gerühretworden, und zu Hanrburg den 2 Sept. iü88 gestor-bcir. Man hat ausser feiner Jnangu, al-DisPntatioude paklorurn materia Von ihm coram. de jure pro-tectionis clientelaris , N!td epist. de officiis historici6i historiarum cricici. Mol.
BOECKEL (Petr.), von Antwerpen, wo fein VaterLornclius ein Mahler gewesen, der sich aber der Re-ligion wegen nach Hamburg gewendet, wurde nichtnur allda erzogen, sondern legte sich auch nebst derGeometrie, auf feines Vaters Profeßion, und wardMecklenburg - schwcrinischer Hof-Mahler, begab sichaber hernach von da weg, und lebte zu Wißmar alsein Privatus. Er florirte in der ersten Helfte des16 Scculi, lind verfertigte mappam geographicamde Thiermaribrum regiunculachngleichen delineatio-nem Daniœ. Mol.
BOECKELMANN ( Joh. Frid.) , einssCtus undAnteccssor zu Leide», gebohrcn zu Steinfurt 1633, stu-dirte zu Heidelberg, woselbst er 1661 nach gehaltenerdick. de polygamia 8c divortio in Doctorem promo-viret, und hernach zu Leiden dociret, schrieb Comm,
in digesta, codicem, novellas ; de navigatione ; detempore legali ; de differentiis théorisé & praxeos;compendium institutionum ; medicum romanumlervum 64 solidis a-stimatum, ohne feinen Nahmen ;justiciam causse palatin® f. defeníionem j uris realispalarini in homines proprios , dawider der ältereJo. Henr. Boeder vindicias geschrieben , Böckelmannaber in dem prodromo solid® Sc copiosœ confutatio-nis scripti antecedentis contra palatinum Wildfan-giatum, ohne seinen vorgesetzten Nahmen geantwor-tet, welcheControvers-Schrifften im lannd i4Toniodes Diarii europaei stehen ; dialogum inter iplum 8cGe. Cour. Cnwfium , an per compendia juris meliusaddiscatur jurisprudèntia, quam ex iplis sextibus ?dessen Inhalt in Ulr. Hnberi distogo de ratione do-cendi & discendi juris , so bey dessen digreckonibusjustinianeis z» sindcn , zu lest» ist; adnotationes adCorn. van Eck _ difFerenrias juris civilis, canonici 8chodierni ; dick de polygamia 8c divorrio ; ad L. 40ÍF. de rebus creditis; ad SCtum vellejanum; inquanruin cestionarius contra debitorem agere pos-sit? de compensationibus; de jurejurando; de man-date vel contra3 de rescindenda venditione 8 c jureretractus ; de societate ; de differentiis juris civilis,ccelarei, provincialis, prutenici Sc polemici; de legeaquilia, tt. a. IN. welche 1687 zu Leiden und 1694 zuUtrecht in 4 zusammen gedruckt worden; synopstn ju-ris publici, und starb zu Leiden 1681. hl.
BOECR-