Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1181-1182
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BOERNER

BOESE

BOEST

BOETHIUS

1181

BOERNER ( Joh. George), tin Sohn George Bóc-ners JCri und Syndici in Dreßden, gebohren 1646den 9 Aug. studirtc erst zu Leipzig, da er 'de controver-siis quibusditn ex Welenbecii paratidis und depatri-

monio Petri respondirte, hernach zu Wittenberg, daer Doctor Juris ward, und de Salario advocatorumdisputirte; ward erst Ober - Ban - Amts - Consulente,denn 1^89 Ober-Consistoriak- und 1692 Hof- Rath,auch in vielen Commißioum gebraucht; starb 171zden 2,May,und ließ einen gelehrten Sohn,Herrn Chri-stian Friedrich Dörnern, Doctorem und Pros. Theol.primarillm zu Leipzig. Eeb.

BOêROVE (M.), ein Holländer, lebte 1633 zu Horn,und übersetzte Mattb. Fiacii martyrologium in seineMutter-Sprache unter dem Titel: Naem-Regißer derGetuigcn der Waarheyd .

BOESCHENSTEIN (Joh.), war zu Eßlingm1472 von jüdischen Eltern gebohren, welches er zwardurch eine besondere Schrifft unter dem Titel : «in die-mutige Versprechung durch Johann Loschenstaingcboxn von christlichen Gestern aus des StadtEsilingcn rviocr etliche, die von ihm sagen, er seyvon jüdischen Stamm und nir von gcbohrnen Chri-sten herkommen, die ohne Zeit und Ort zu melden, ge-druckt worden, zu widerlegen gesucht. Er nahm diechristliche Religion an , und lehrte eine Zeitlang zuWittenberg das Hebräische, fand aber keinen sonder-lichen Applausum, verließ auch nachgehends das Chri-stenthum, und gieng wieder zum Judcnthum über.Nach der Zeit hat er auch zu Basel gclehret: ìvciì esihm aber an Sprachen gefchlet, ebenfalls ohne Bey-fall. . Johann Eck zehlct ihn auch unter seine Lehr-meister, als er zuJngolsiadt das Hebräische profiurt.Man hat von ihm eine hebräische Grammatik, die zuAugspurg 1514 in 4 gedruckt worden. Er hat auchRimchi hebräische Grammatik ebendaselbst 1520 in 4edirt. W.

BOESE (Joh.), ein Philosophas, gebohren 1683 den iAugust zu Königsberg in Preussen, ward 1704 alldaMagister, 1711 Sub-Inspeckor der Alumuorum, 1713Professor Logices und Metaphysices, trat 1715 eineReise an, und hielt sich in Dänncmarck, Deutschland,Holland, Engclland und Franckreich vier Jahr auf,starb auch auf derselben zu Tours in Champagne 1719im August. Man hat von ihm disp. de illustre huma-narum actionum prineipio, proasresi. Arnold.

BOESE (Jo. Georg.), ein Diaconus zuSorau in derLausitz, lebte zu Ausgange des 17 Seculi, war einMann von guten Gaben, hatte sich aber in unterschie-dene ketzerische Schafften vertieffet. Diese recommen-dirte er nicht nur mit ziemlich unbedachtfamen, undvielen frommen Hertzen, sonderlich den Einfältigen,zu grossem Anstoß gereichenden Redcns-Arten in seinenPredigten auf der Cantzek, sondern ließ auch endlich-gar einen Traktat de termino falutis peremprorio mDruck ausgehen, darüber auf unterschiedenen Univer-sitäten ein grosser Disput entstand. Er wurde des-

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wegen verschiedene mahl vors Consistorinm gefordert,und erklärte sich in seiner letzten Kranckheit gegen feineCollegen, er wolle, wo ihn, Gott aushülste,wider gött-liches Wort und unsere Glaubens-Bekenntniß-Bü-cher nichts lehren, sondern mit ihnen allerdings einigseyn. Er starb aber 1700,8 Febr. Gr.

BOEST (Philipp.),.einLicentiatusTheologiavonHel-mont in Brabant, lebte im i6Scculo, war des Di-schoffs von Devcuter Vicarins, wurde aber der Reli-gion wegen von da verjagt, und kam in sein Vater-land zurück, wo er einen Prediger abgab, und libeiiumprecum schrieb, Svv.

BOETHIUS ( Aniciirs Manlius Torquarus Severi-nus), ein christlicher Scribent, gebohren zu Rom 455,hat 18 Jahr zuAthen studiret, und sich auf die Poesie,Lesung des Aristoteles, Euclidls und Ptolemœi gele-get. Er ist zu Rom Bürgermeister, aber nach diesemwegen Argwohn eines heimlichen Verständnisses mitdem Kayser Justiiro vonlLheodorico der Golhen Kö-nige in einem Orie bey Pavia gefangen genommen,und 524 den 23 Oct. enthauptet, öder nach Joh. Cle-rid Meinung in seiner bibliothèque choisie mit ei-nem um die Stirne gelegten Stricke so lange gedrchetworden, bis ihm die Augen zum Kopfe herausgestie-gen, worauf-man ihn recht gothisch zu Tode geprü-gelt ; nachdem er schon in seinen jungen Jahren einigeStücke aus dem Aristorele, Pythagora, Euclide, Pro-lomaeo, Archimede und Platone Übersetzt, auch selbstin seinem Gefängniß de conlblarlone phll-olophi«gcjchricbcn; inglcichen unterschiedene Wcrcke: guodTdniras str unus Deus & non tres Diij instirudo-nem religionis christianae; de aritlirnetica libros 2 ;de musica libros 5 ; de geometria libros 3 ; de diffe-rentiis topicis libros 4 ; de lancta rrininare Iibrum?de duabus naruris in Christo librum; de fidelibrum;,de unitate & uno librum; in isagogen Porphyrii li-bros 2; üb. de divisionibus ; lib. de dcfiniti-oaibus ïlibros 6 in topica Ciceronis; libb. 2: de syllogisme*categorico; libb. 2de syllogismo hypothetico ; lib..de hebdomadibus; de locis rheroricis; de prxJica-tione porestatis; epistolas, verfertiget, welche chenr.Lorirus Glareamm 1546 und 1570zu Basel in fol. zu-sammen drucken lassen. Das Buch de disciplina;,scholarium wird ihm mit Unrecht, Io. Scoto ErigenL-aber mit Recht zugeschrieben. SeinLcbcn hatIuiiusMartianus Rom anfgcfetzl, welches für GlareaniAnf-lage von dessen Wercken stehet, Esfst auch 171; zuParis histoire de Boece Heraus gekommen. PB. Fa.

BOETHIUS (Hector) , fiche Hector.

BOETHIUS (Kenr.), ein Rektor der Schufen zu Hal-berstadt und Riödagehanseu, von Steinbeck im Lü-neburgisclien, wurde zu Helmstädt Professor der grie-chischen und^hebräischen Spräche, und darauf Docckund Pros Theokogiä daselbst, wie auch Gencral-Su-perintcndcns in der Grafschafft Hoya. Er schrieb de

religione vera , falsa, pagana, mähumedana, judaica,pontLficia';, de resurrectione, utrurn ea virtute nie-

rito-