Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1259-1260
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BORRHAUS BORRI

BORRI BORRICHIUS ntfo

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aus/ und starb 1683/ 21 Octobr. im 34 Jahr. W, d.

Cattenburgb in Biblioth. Remonstr.

BORRHAUS (Martin), ein Doctor und ProfessorTheologiä zu Bafel, sonst Cellarlus genannt, gebohren1499 zu Stutgard, lernete die hebräische, syrische undchaldäische Sprache unter Reuchlino, wurde zuHey-delberg Magister, gieirg hierauf nach Wittenbergund nrachte sich mit Melanchtsne besannt, ließ sichaber dabey von Marco Stübnern,^ einem der vor-nehmsten Anabaptiste», zur Wiedertäuferischen Secteverleiten, und suchte solche mit Macht in die Höhe zubringen, hielt deswegen 1522 eine Unterredung mitLuthers, wurde auch 1525 in Preussen wegen seinerIrrthümer gefängkich eingezogen. 1536 fand er sichaus gedachten Irrthümern wieder zurechte und zohenach Basel, allwo er sich eine Zeitlang mit Glaser-Ar-beit und Fenstermachen ernehrte. 1542 ward er Pro-fessor Rhetorices und 1546 Professor Theologiä, inwelcher er auch 1549 die Doctor-Würde erhielt. Er

schrieb Notas in politica Aristotelis; Commentar. inrhetorica Aristoteles; Ist», de censura veri 8c fälstin logicam Aristotelis; çcnxtïu mathematica; Com-mentar. in Pentateuehum, Judicum, Ruth, Samuel,Regum, Hiob, Ecclesiasten, Jesaiam 8c Apocalypsin ;de veteris 8c novi hominis ortu ; de operibus Dei ;de Jubilxis 8cc. und starb an der Pest den 11 Oet.1564. Fi. Ad. Teils. Pant.

BORRI (Adrian), ein remonstrantischer Prediger zuLeiden, lebte in der ersten Helffte des 17 Seeuli, undschrieb Brief van wegen de Renronstrantcn aan* 5 ,unne Gemeenken, nopende de Conspiratie ; Mot-moedig Vertoog en verzoelt der vitge;eide rcmon-strantjche prcdikantcn aan de Staaten Generaalovcv de Lonspiratie; twecdc Vertoog. Cattenburgbin BibliorheeaRemonstrantium.

BORRI, ober Burrhus (Joseph FrancisciK), ein berühm-ter Alchymist von Mayland, wurde wegen Erfindungdes lapidis philosopborum, wegen gerühmter Offen-barungen und anderer uirgereimten Dinge, in Ver-dacht der Ketzerey gesetzt, dannenhero er sich vonRomnach Straßburg, Amsterdam, Hamburg und Coppen-hagen retiriret ; und als er sich von dar nach der Tür-key wenden wolle», ward er nach Wien geführet,demPabste nach Rom ausgeliefert, und daselbst zu Abschwö-rung seiner Lehren und ewigen Gefängniß verdammet;doch endlich auf die Engelsburg geführet, allwo erseine Zeit mit Studiis und chymischenOperationibuszugebracht, bis er 1695, im 79 Jahr gestorben. Erlehrte, die Mutter GOttes sey eine wahrhafftige Gott-heit, und eigentlich der eingefleischte Heilige Geist; derFall des Lucifers habe darinne bestanden, daß er denSohn und die heilige Jungfrau nicht anbeten wollen ;die Seele des Menschen sey von der Substantz der bö-sen Geister ein Ausfluß, und daher sterblich; der Pabstsey der Antichrist. Sonst gab er zwey Briefe an Bar-tholinum, einen de ortu cerebri 8c usu medico, denandern de artificio oculorum humores restituendi;

Inßruzioni poüticbe al Re di Danamarca, nebst andernitaliänischen Schrifften heraus, als: U Cbiave delsueGabinetto, welche nebst seinem Leben 1681 zu Cöllu ini2 heraus gekommen. So trat auch 1670 eine deut-sche Erzehlung von seinem Leben, Thaten und Glau-ben nebst einem Anhange de tribus bujus seeuli im-postoribus in 8 ans Licht. B. Scbelbornìi amoenita-tes literariae. AE.

BORRI, oder Bor, Borraus, (Petr. Christ.), ein Ge-schichtschreiber ausHolland/gebohren zü Utrecht 1559,war Notarius des Reittmeisters von Nord-Holland,und ward endlich 1622 Historiographus derer Staa-ten von Utrecht, unter einer Besoldung von 600 Gul-den. Er ichrieb: Oorspronk, Begin en Vervolg der ne-derlandfe beroesden , die 1621 und 1630 zu Utrecht in6 Folianten, und 1679 zu Amsterdam in 4 Foliantenheraus kamen; belegeringe en befcbryv'mge van s Her-togen husch ; Oorfpronck der nederlantsche Qarhgen tu

Reimen; brachte den letzten Theil der Fortsetzung vonLarionis Chronick, die sein Vetter Willcm Suyleirvan Nyevelv zu übersetzen angefangen, ins Hollän-dische, gab das gantze Merck 1632 zu Amsterdam infol. heraus und starb 1635 ,16 Martii, im 76 Jahre.Er war zwar ein aufrichtiger Historiens, bekannte sichaber äusserlich zu keiner Religion. Bur.

BORRICHIUS (Andr,), ein Anverwandter des lv-

' lai, war ein guter Philologus zu Ende des 17 Secu-li, und schrieb de lat. ünguae ortu & occasu; deper-sico imperio 8c recta numerandarum 70 Danielishebdomadum ratione; de curlu studîorum, und ÜberCellarii appendicem curarum posteriorum de barba-rismis 8c idiotismis sermonis latini. Hend.

BORRICHIUS (Claudius), ein Poet, gebohren zuBorchen in der ripischeu Diöces, wo sein Vater ÄlausLlaudii Pfarrer war, erhielt auch daher seinen Zunah-men. Er ward 1646 Prediger in Schonen, konnteeinen geschickten Vers machen, sonderlich aber in gé-néré lyrico, und hinterließ verschiedene Gedichte.Man setzet ihn unter die vornehmsten dänischen Poe-ten. Mol.

BORRICHIUS (Olaus), ein Ehymicus und Philo-logus, gebohren zu Borchen in Hollstein, wo sein Va-ter ivlaus Llaudii Prediger war, 1626,7 April, nahmhernach, wie sein Bruder Claudius ebenfalls ge-than, den Zunahmen von seiner Geburts-Stadt, da-mahliger Gewohnheit nach, an, nennte sich auch, weiler in der Nachbarschafft von Ripen gebohren,öffters vondiesem Orte. Erzohe 1644 nach Eoppenhagen undsiudirte nebst der Medicin die Philosophie und schönenWisscnschafften mit so gutem Fortgange, daß er be-reits 1650 an der dasigen Stadt-Schule die Stelle ei-nes Docenten, und auf des Cantzlers Seestadt« Rc-commendation, von König Lriderico III ein Canoni-cat zu Sunden erhielt. Er solte 1654 das Rectoratu Herlow annehmen, schlug aber solches bescheident-ich aus, und als er i6;6 eine Reise in fremde Länderthun wolte, muste er bey den jungenHerrenvonGers-vorf einen Hofmeister abgeben, dabey er zugleich dir

Besor-