Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1283-1284
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B OTTONI

1283 BOTTI BOTTLESHAM

fieng 1687 seine academifchen Etudia ;u Erfurt ittf,gimg darauf nach Jena, hielt sich ferner einige Zeitzu Saarbrück und Mastrich bey feinen Verwandtenauf, zohe 1692 nach Giessen, ward 169z bey einigenjungen waldeckifchen Grafen zu Kleinern Informator,mit welchen er sich 1696 nach Bilefeld, und da er sichein Jahr daselbst bey ihnen aufgehalten, nach Hollandbegab. Nach feiner Znrückkuufft ward er 1700 HostPrediger zu Aroldsum, im Fürstenthunr Waldeck, wo-selbst er einstens wegen einer Gemüths-Kranckheit bey-nahe ein halb Jahr feinem Amte nicht vorstehen kön-nen. 1707 ward er Prediger und Vifitator in Lan-dau, wie auch waldeckischer Consistorial-Assessor. Daer aber allda in die pietistifchen Streitigkeiten verwi-ckelt ward, gicug er 1711 nach Magdeburg, allwo erzum Probst an der Marien-Kirche crwehlct, daraufCousistorii Assessor, sodann zum Adjuncto des AbtBrcirhauptü in der magdcburgifchcn iLmperintendurernennet, 1721 aber in fein Vaterland zum waldecki-fchen General - Superintendenten, Consistorial - Rathund Obcr-Hof-Prcdiger bcruffen wurde. Er starb den3 Scpt. 1726, und seine Schrifften sind: der vonsich selbst entlarvte Gvack'cr; Rettung seiner Gut-achten ; erste Gründe der evangelischen Lehre;Predigt über Luc* XVI, 19-31; oratio in f'ynodocorbacerdi de dftsotfuvitf in miniltroecclell*; votu Ur-sprünge heiliger Schrifft. ll. P. Steinrück hat 1726eine Lebeus-Bcschreibung desselben herausgegeben.

BOTTI (Ant.), einCanonicusregttlaris, vorheroaberein Carmcliier, von Palermo in Sicilien gebürtig, lehr-te die Philosophie und Theologie hüt und wieder, wol-le auch keine andern Ehren-Aemter airnehmen, schrieb

dikvutationes in Arillotelis logicam, philosophiammoralem 8c metaphyllcam; theologiam in 4 Tomis;opéra nonnulia theologix moralis, welche beyde letz-tere noch «»gedruckt liegen, und lebte noch zu Rom1684. M.

BOTTIFANGA, siehe Botte&ngo.

B O T TIGLI (Timoth.) , siehe a S. Antonino.

BOTTILIERIUS (Carolus Antonios), ein neapoli-tanischer .fCrus, starb 1656 an der Pest, und schriebde fucceilionibus ab intestato ; dislertationes foren-ses. To.

di BOTTINGATA, siehe CarboneIIi(?onr.).

BOTTINI (Franc.), beyder Rechten Doetor undPro-tonotarius apostolieus, wie auchOber-Allmosenier desFürsten von Monaco, florirte in der Mitten des 17Seculi, und schrieb díícuríum unter dem Titel: >ndi-tus 8c honoratus fol Grimaldus : ingleichen relationemparentalium Honorati Monœci unter dem Titel: Fe-lix Lc illustris occaiiis Honorati solis familix grimal-dat. OI.

BOTTINI (Thom.), ein Dominicaner von Lucca,flo-rirte 163 t , und gab in solchem Jahre memoire delT

ongine e progresß delle monache di Sän Paolo d’ Or-

vieto zu Orvicto in 12 heraus. Leb.

BOTTLESHAM (Wiih.), siehe Wilhelmus.

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BOT TONI (Albertinus) , ein italiänischer Medicus,gebohren zu Pndua aus einer vornehmen Familie,

. lehrte erstlich daselbst die Logic, erhielt aber 1555 einemedicinische Profession, practicirte glücklich, erwarbein ansehnliches Vermögen, und starb in seiner Ge-burts-Stadt 1596 oder 1598, nachdem er Consiliamedica, welche der von Jos. Laurcrbachen 1605: juFranckfurt edirtcu collection] conliliorum medicina-lium einverleibet worden ; methodum medendi, undeinen tract, de vira coniemmda geschrieben, auch einBuch de morbis muli.ebribus ausgefertiget hatte, wel-ches etliche n:ahl a Part gedruckt worden, auch in Spa-ck)» Sammlung der Gynasciorum, die zu Straßbtwgi;97 in'fol. heraus gekommen, siehet. Tom. Ei.

BOTTONI (Beruh.) , gemeiniglich Bernhardus Par-meniis genannt, ein JCtus, war Canonicus und Dc-crctaliunsProfessor zu Bononicn, hernach sacri Pa-latii Qväsior, oder Capellanus und Auditor Causarumsacri Palatii zu Rom, und endlich Cantzler der hohenSchule zu Bononien, trug um 1240 die Glossen allervorhergehenden Canonisten zusammen, und vermehrtesolche mit seinen Erklärungen. Sie wurden 1487 zuBononien unter folgendem Titel gedruckt: Incipiuntcasus celeberrimi ac famoliffimi Juris utriusque Do-ctoris ac Monarchas, Domini Bernardi Parmensis, ca-nonici eccleiia: Bonon. ac mirifici glofliitoris decre-talium, in corpus feu volumen earundem decreta-lium. Panz. Goetze.

BOTTONI (Dominicus), ein Medicus, gebühren zuLeontini den 6 Oct. An. 1641, bekam, nachdem er zuMcßina studiret, und An. 1653 den Gradum Docto-ris augcnvmnien, eine starcke Praxin, lind ward hier-auf von den; Ertz-Bischoff von Mcßina, ingleichen vonverschiedenen Vice-Königcn in Sicilien zu ihrem Lcib-Medico crwehlct. Als der Graf von St. Stcphanozum Vice-Re in Ncapolis bestellet worden, beruffteihn derselbe gleichfalls nach Ncapolis, und machteihn allda unter einer Besoldung von 1000 Ducatenzum Proto-Medico des gantzen Königreichs, ob ergleich als ein Ausländer, und weil ihm die Privilégiades Reichs im Wege stunden, den Titel einem andernüberlassen muste. Er lehrte auch in dieser Stadt 4Jahre die Philosophie mit grossem Beyfall, und ver-sähe zugleich das Amt eines Medici in dem Hospitalzu St. Jacob, bis er endlich selbst einen Anfall vondem Podagra bekam, da er denn sich wieder nach Mes-sina begab, und die ihm von dem Könige in Spanienvormahls ertheilte Bedienung eines Medici in dem kö-niglichen Hospital von neuem antrat; Er starb 1699,war auch seit An. 1697 ein Mitglied der königlichenGesellschasst der Wissenschafften m Londen, und derallererste von seinen Lands-Leuten, dem diese Ehre wie-derfahren ist. Seine Schrifften sind: Pyrologia ro-

pogtaphica; idea historico-physica de magno TTrina-crite terrae motu ; hiiloria medica febris rheumaticxmalignos &c. Mangeti bibl. script, medic. AI. ^

BOTTONI (Marcus Xaverius), ein Sohn des vori-

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