BRISSON
iZ8s BRISMAN
Gemeine ;u Lotbus drucken, fand aber grossen Wi-derstand. Nachgchcnds schrieb er auf Luther! An-suchen eine Schutz-Schrifft vor Luther» gegen Sas-gcrn, ad Gasparis Schatzgeri plicas responsionempro lutherano libello de voris monasticis. An. 1523
wurde, er nach Preussen beruffcn, aüwo er in Kö-nigsberg predigte, aber auch viel Hinderniß antraff.An. 1527 musie er nach Licfland, und verfertigte dierigische Kirclien-Ordnung, die unter dem Titel Ord-nung des Gottesdienstes der Stadt Ryga gedrucktworden, kam aber wegen der Wiedcrtauffer, fo sichin Preussen cingefchlichen hatten, zurück, und theiltedarauf, nebst andern, das gantze Land in gewisseParochien; blieb auch, ob er gleich nach Rostock,Riga,und Lübeck zum Superintendenten beruffcn wurde,zu Königsberg, da er nachmahls Präsident des sam-landifchen Bißthums wurde, und die Errichtung desArchipädagogii und der Académie , deren Procancel-larius er war, beförderte, mit Grapheo Streit führte,und 1549 den 1 Oktober verstarb. ' Er schrieb auchzwey Predigten aus dem 4 £«p. Gencfeos, samt ei-nem Trost Briefe an die christliche Gemeine;» Ro-stock. Erleutertes Preussen. Arnold. Un.
BRISMAN, oder Brisomannus, oder Bryschman,oder Bürschman, (justus Ludov.), gebohren zu Trip-titz im Vogtlande, wurde Rector zu Naumburg,und hernach Professorgracä Linguä zu Jena, schriebformam disciplinas scholasticas , hatte die Worte zumSymbols: Est nil scire pudor, pudor est nil disce-re volle, und starb 1585, 19 Aug. Als er nachJcnakam, und in seinem Umgänge sehr pedantisch seynmochte, auch daneben einen Mantel trug, der mitFuchs-Fellen gefüttert war; so gaben ihm die Stu-denten von seiner ehemahligen Station und daniah-ligem Habit eigen Beynahmen, und nenneten ihn ei-nen Schul-Fuchs, welches Sprichwort hernachmahlsgenge und gebe geworden. Z. Sn.
BRISOMANNUS, siehe Brisinan.
BRISSEL (Johannes), ein Jésuite, von Lövcn bärtig,war zu Antwerpen Professor Eloqv. und nachgchcndsdes Präpostti generalis zu Rom Epistolographus,übersetzte des Scrìbanii meditariones sacras aus demHolländischen ins Lateinische, und starb 1634, 12Mertz,im 52 Jahr. AI.
BRTSSIANUS (Hieronymus), siehe Brisianus.
BRISSON (Barnabas), ein Rechtsgelehrter und Bru-der petri Briffonii, gebohren 1531 zu Fontenai leComte in Poitou, practicirte sehr glücklich, wurde1575 Advocat-General im Parlamente zu Paris, undl 580 President a Mortier, und der König HeinrichHl, der ihn zu seinem EtaatsRathegcmacht/brauchteihn in verschiedenen Ambassadcn. Als sich die StadtParis 1589 wider de» König empörte, blieb er allda,und wurde von der Ligue zum obersten Präsidentendes Parlaments gemacht; aber auch von einer Par-tey derselben 1591,15 Nov.an einen Balcken gchän- Ìget. Er schrieb desorrnulis Lc -solennibus populiro-
BRISSON BRiSTANUS 1386
mani verbis ; selectas ex jure civil! antiquitates,de veteri riru nupriarum 8c jure connubiorum, wel-ches Tom. IX tract, tract, wie auch in Gravit the-sauro antiquitat. roman. Tom. VIII stehet ; de régisPersarum principatu, davon diejenige Austage diebeste ist, welche Lederlin 1710 zu Straßburg her-aus gegeben; ad legern Juliam de adulteriis, so inGronovii thesauro Tom. VIII steht ; de solutionibus& liberationibus ; de verborum , quae ad jus perti-nent , lignificatione ; parerga; Comment, in L. Do-minico C. de Ipectaculis, 8c L. omnes dies C. defe-riis, so gleichfalls in Gronovii thesauro Tom. VIIIsteht; Codey du Roy Henry rédigé par écrit par Bris-son; Notas in Wtum Livium , die IN Franc. ModiiLexico juris stehen. Es sind 1606 zu Paris einigedieser Schrifften zusammen gedruckt worden, unterdem Titel: opéra B. BriiTonii varia. So findet mgnauch in den deliciis poëtarum latinorum Gallice ver-schiedene seiner Gedichte. Er hatte die Worte zumSymbols : nondum effugimus fortunce laqueos, wel-che ihm gar fatal gewest. König Heinrich III hieltso viel auf ihn, daß er sagte, es könne sich kein Po-tentat rühmen, einen so gelehrten Mann zu besitzen,als Brissonius sey. PB. Sam. Le.
BRISSON, oder Busonius, (Johannes), ein nieder-ländischer Theologus aus dem Hennegau, lebte zuEnde des i6Seculi, hielte sich zu Rom auf,und gab
daselbst historiant & harmoniam evangelicam feu vi-rant Jesu Christi e IV evangelistis congestam her-aus. Sw.
BRISSON (Petrus), Herr du Palais, ein BruderBarnabä Brissonii, von Fontenay le Comte, woselbster auch Senechal war, lebte im i6Scculo, und schriebvon der Unterrichtung eines Fürsten. C.
BRISSONET (Wilh.), einFrantzose, trat nach demTod seiner Frauen, mit welcher er Söhne und Töch-ter erzeuget hatte, in den geistlichen Stand, wurdemit der Zeit Bischoff zu Rimes und Mascon, endlichaber Cardinal. Er verlohr zwar diese letztere Charge,weil er das conciliabulum pisanum veranstaltet hat-te, erhielt aber dieselbe, als er solches verlassen, vonLeone X wieder, administrirte die ErtzbißthümcrRheims und Narbonne, schrieb enchiridion precumchristianarum , ingleichen acta synodi maclovienlis,
und starb zu Narbonne 1514 oder 1515. OI.
BRISSOT (Petrus), ein Medicus, gebohren zu Fon-tenay le Comte in Poitou 1478, hat zu Paris studi-ret, und daselbst die Philosophie und Medicin gcleh-ret, der Araber Methode abgeschaffet, und über desGaleni Schnfften gelesen, auch 1514 dcnDoctor-Ti-kel angenommen; ist hiernechst nach Portugall ge-gangen, und hat zu Evora practiciret, worauf er1522 gestorben. Er hat einen Tractat de mislìonesanguinis in pleuritide, und andere gelehrte Schrif-ten verfertiget. B.
BRISTANUS, ein engelländischcr Benedictiner-Mönch und Präcentor in Croyland, war ein Must-S s ss 3 cus