Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1429-1430
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BRUNO

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BRUNO, ei» Scribent, welcher zu Ende des li , undim Anfange des irten Scculi gelebt, und mit Bru-none dem Brnedictiner-Mvnch eine Person gewesen zuseyn scheinet, machte sich über den Commenrarium,welchen paterius aus Gregorii Schrifften über dieBibel unter dem Titel Gregoriale zusammengetragen,und verfertigte dazu den andern und dritten Theil,Welcher von Patern Arbeit verlohrrn gegangen; wie-wohl solcher ietzo gemeiniglich nnterpaterü Nahmen ge-druckt wird. O.Fa.

Bruno d’ Affringues, ein Canonicus der Kirche zuCarpentras, von St. Omer, hieß sonsicn Larolus,und begab sich hernach in den Carthauftr-Ordcn,wor-inne er General wurde, war im Jure, Kirchen-Histo-rie, Sprachen und andern Wiffenschafften wohl erfah-rcn,undstarb i6z2den5Mertz,im82Jahr. 8a.BRUNO (Anton), siehe Bruns.

BRUNO (Christoph), einDoctor und Professor Me-dicinä zu Leipzig, schrieb de variolis; gab deu Lurriummit seinen Supplementen heraus, und starb 1606, Jo.

Fridericbi panegyricus in eum.

BRUNO (Cœlestinus), ein Neapolitaner, gebührenzuDerosa im 16 Srculo,war ein Eremit des heil. An-gustini, Doctor in dem theologischen Collegio zu Nea-polis, und endlich Vischoffzu Bojano. Seine Schriff-ten sind: Logicales disputationes ; quodiibeticxdifputationes. To.

BRUNO (Eusebius), Bischoff zu Angers von 1047 bisio8r, da er gestorben, soll Bcrengario, an den er aucheinen Brief geschrieben, welchen Uaud. Mcmrdus innotis ad Augustini Iibros duos imperfecti operis adjulianum p. gy^edirt, anfangs die Brücke getreten,hernach aber sich als dessen Widersacher bezeiget haben.Mir aus in Auctario de scriptor. eccles. vermenget ihnmit Brrmonc, dem Bischoff von Segni, aus Irrthum.Fa.

BRUNO (Jacobus), ein Professor Ethices und Lingvägracä znÄltorff gebohren 1594801, nzJril. zu Nobelim Mecklenburgischen, studirte zu Rostock und Straß-burg, schrieb ipeculum prudenrilv moraîis aristoreli-ci ; orar.de Jenocinio Socratis; dispur. deamicitia;noras in Agapetum de officio boni Principis ; exer-citationes erhicas , und starb 1654 den 17 Mertz.W,J. Fr.

BRUNO (Jac,Pancratius), einMedictts,JacobeBru-nonis Sohn, gebohren zu Altdorff 1629, studirte inPadua,Jena und Altdorff, promovirte an diesem letz-ter!! Orte in Doctorem Philosoph!« und Medicina,practicirte anfangs zu Nürnberg, sodann zu Hof imVogtlande, wurde aber von hier 1662 als ProfessorMedicinä in seine Gcbnrts - Stadt beruffen, erhieltauch daselbst das Physicat, setzte sich durch seine glück-liche Pra.rin überall in Hochachtung, ließ . 7 #«« ajef-scn jadicium de sanguine vena sestadimisl'o zu Nürn-berg 1668 in 12 mit seinen beygefügten Anmercknn-gen wieder auffegen, gab Banbol. CaßtdsiLtFiconme-dicum vermehrt heraus, schrieb Dogmata medicins

BRUNO BRUNQUELL 14z»

gefteralia und propyleum. medicum , welches letztereBuch ein Auszug des vorhergehenden ist; rémoras acimpedimenta purgationis in scriptis Hippocratis dé-testa, per vera artis principia demonstrata aliisquetestimoniis confirmata; notas in Agapetum de officioboni principis, die er nebst seines Vaters Noten edt-rct; disterrarion.es de sermentarionesanguinis,deme-dicamentis ex homine qua vivo qua mortuo defum-tis, de confuetudine, de Jiquore nutritio Lc anima-it, de merhodo medendi eum subcontrarietate exHippocratis fest. 2 aphorilm. 22, de transspiratiooeinsensibili , de cephalalgia, de flatibus, ‘kiyvwyçu..QUv f. de fuliginibus humanis, de citcuitus sangui-nis in homine ad vitam & valetudinem neeeffitate,de myslerio vel are an o medico veto &catholtco, debile, de epilepsia puerili; Orat.de vira, moribns &scriptis Casp. Ihsmamü , die bey dieses letztem Istlgo-ge medica stehet; hinterließ einen vortrefflichen Com-mentarium über die aphorismos Flippocraris inMSr.und starb zu Altdorffiyoy den 2Z Oet. als Senior fti-nerFaeultat und der gesammten Académie im ZrtenJahre seines Alters. Baieri biographia medicor. al-

torstn.

BRUNO ( Johann), siehe de Brunes.

BRUN’O (Thomas), siehe Broten (Thom.).

BRUNO, oder Braun, (Tobias), ein Doctor Theslogm,war zuerst pfaltzgräfiicher Rath und Hof-Prediger zuNeuburg, hernach von An. 1599 Snperintendent zuBurglengenfekd, ist zu Augspurg 1548 gebohren, und1629 den 20 May gestorben. Er hat 8 Predigten überJoh. VIII von dem Gebet Christi; lckeffiam rypumparriarebarnm ; succum biblicum oder fnrnehmsteSprüche alten und neuen Testamentes hinterlasse».Fr. W, d. Serp.

BRUNONIUS (Christ.), siehe van Eruyn,

BRUNQUELL (Joh.Salomo), ein Rechtsgelehrter,gebohren zu Quedlinburg den 22 May 169;, zog An.1712 nach Jena, und von dar An. 171; nach Leipzig,kehrte An. 1716 nad) Quedlinburg zurück , und waranfangs willens zu praetieiren; fand aber hernach vorrathfamer, sein Glück anderswo zu suchen. Als ihmnun 1717 bey einem Braunschweigischen von Adel dieHofmeister-Stelle angeboten wurde, wandte er sichwiederum nach Jena, unterrichtete allda seinen Unter-gebenen, und andere Studirende mit gutem Fortgang,und ward dadurch bewogen,An. 1720 die Doetor-Wür-de in den Rechten anzunehmen. Er erhielt hieraufAn. 172g die Stelle eines Advocati ordinarii in demsächsischen Hof-Gerichte zu Jena, An. 1728 aber dieProfeßionem Juris extraordinariam, wobey ihm aucheinige Urtheile in der Juristen - Facultat und Schop-penstnhl zu elaboriren aufgetragen wurde. Nach die-sem ward er 1750 Professor Jnsiitutionum, und her-nach Pandectarum ordinarius,wic auch Assessor in demSchoppenstnhl und Hof -Gerichte; worauf ihm An.17g; der Titel eines Hofraths von den beyden Hertzo-gen zu Sachsen-Gotha und Eiseirach beygeleget wur-Xx xx 2 de.