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B U C H A N A N
sin über bíc Psalmen verfertiget hat. Er reísète dar-auf nach Engelland und Franckreich, wurde 1; 54 Hof-meister des Sohnes vom Marschall von Brissac, undzohe mit solchem einige Jahr in Italien herum, giengaber endlich 1563 wieder nach Schottland, bekanntesich im 54 Jahr feines Alters öffentlich zu der refor-mir.m Kirche, wurde Informator bey dem KönigeJacodo Vf, dessen Mutter Maria er.gleichwohl in sei-ner Historie sehr gravircz ingleichc» Director der kö-niglichen Cantzelcy nnd geheimer Siegel -Bewahret-,und starb zu Ebenbnrg 28 Sept. 1532. Seine Fein-de geben ihm erschreckliche Dinge schuld. Sie sa-gen: Er habe sich stets besoffen, und sey einmahl vol-ler Weise von Bourdeaux im Schlassrock und Pantof-feln mit eurem Schiffe nach Schottland gefahren, undhabe hernach nicht gcwust, wo er wäre, nachdem er-den Tummel m-sgeschlaffen. Als er sterben wollen,hatten ihn die Geistlichen ermähnet, ein Vater Unserzu beten. Als er aber gefragt, was das Vater Unserfür ein Ding wäre, so sey ihm geantwortet worden:Wenn ihm solches zu schwer sey, möchte er nur einenandern geistlichen Scuffrer hören lassen. Doch er sag-te : Er härte sein Tage' kein ander Gebet gebraucht, ■als was in dem ersten Buch des Fropcrtü stünde:
Cynthia prima suis miferum me ccepit ocellis; con-tactum nullis ante cupidmibus. Er soll auch dasOster-Lamm auf jüdische Weise gegessen haben. Dochmögen die ihm gehäßigen Pfaffen vieles erdichtet ha-ben. Als er einst sich gegen die Königin Elijabethin Engelland über seine Armut und Elend beklagte,und sie im Schcrtzc darauf sagte: Pauper ubique ja-cenMettwortete ihr Buehananus alsbald darauf:
In thalamis, Regina, ruis hac noste cubarem,
Si vex-um hoc ester: Pauper ubique jacet.
Da ihn auch einstens ein hochmüthigcr Mensch zu-sprach, und kein Buch bey ihm antraff, stach ihn die-ser bey dem Abschiede mit den Worten an: Sah e Ma-gister sine libris ! Wie aber hierauf Buchanan selbi-gen Prahler besuchte, und bey ihm zwar eine schöne,doch mit Staube gantz bedeckte Bibliotheck sahe, sagteBuchanan hingegen bey dem Abschiede: Salvete übrisine magistro ! Er hat historiam Scotix libris XX ;dialogum de jure regni apud Scotos; paraphrasinPsalmorum ; de Sphxra; epistolas; epigrammata;eîegias; fylvas;' rragœdias; detectionem, oder wiein der folgenden Aufläge derTitel hieß: de MariaSco-
torum regina pJena & tragica plane historia; satyras;rudimenca grammarices Tboma Limicri ex anglicoscrxnone in, latinum versa ; interpretationem Medex
Etiripidis, wie auch sein Leben rc. beschrieben, welchesfür seinen Werden, die Thomas Rudimann 171; zuEdenburg in 2 Folianten, pcrr. Burmann aber 1725zu Leyden in 2 Qvartantcn heraus gegeben, mit vie-len Anmerckungen des Herausgebers, stehet. Unterseinen Gedichten, in welchen man ihn dcmVirgiltogleich achtet, hat seine paraphrasas psalmorum vor al-
BUCHAU BUCHER 1448
Tres Iralos (feil. Sannazarium, Fracaflorium, Fla-minium, Vidam, Naugeriutn & Bembum ) Galli(ncmllch Mich. V Hospital, Adr. Turnebus lindso. Auratus ) fenos vicere, fed unumVincere Scotigenam ( Bucbananmn ) non potue-re virum.
PB. B. Teiss. Mem. Nie.von BUG HAU (Dan. Prin.), siehe Princius.BUCHEL, oder, wiewohl nicht accurat, Buchelllus,(Am.), ein Doctor Juris, und Enckel Arnoldi Bu-cheln, welcher letztere seine schöne Bibliotheck der öf-fentlichen Bibliotheck zu Utrecht im Testamente ver-macht, gebohren 17 Mertz 1565 zu Utrecht, studirtezu Leiden unter Lipsio und Donello, that hierauf ei-ne Reift durch Deutschland, Italien und Franckreich,prackicirte nach seiner Zurückkunfft einige Jahre zuUtrecht, war 1619 auf 2 Jahre lang im Nahmen derStadt Utrecht Director der ost-indischen Compagnie,legte sich aber, nachdenr ihm sein einziger Sohn im 16Jahre starb, völlig auf die Humaniora und Historiammediä Aetatis, und lebte als ein Privatns. Er war.in den Alterthümern, der Historie seines Vaierlair)des, der Heraldik, und der griechischen und lateini-schen Sprache sehr erfahren^ auch dabey ein trefflicherPoet, schrieb deicriptionem urbis ukrajeftinx, die sichbey der 1605 edirten Land-Charte von Utrecht befin-det z diarriben de veteri regimine provincioe ulvraje-ctinx , welche so. de Laet seiner Reip. steig, feeder.einverleibet 3 deferiptionem storurn, frviticum, herba-rufn &c. a C. R. Rojsoto F. xri inciforum; appendi-cein ad C'erb. Mercatoris arlanrem, so Jod. -^ohöius1630 edirt; historiam ultrajectinam f. so. a Beka &Guil. Hedam de epifcopis trajecHnis cum fuis notis,die aber Gisb. Lappius « waveren erst nach seinemTode 1643 ans Licht treten ließ; H. H. i. e. HemiciHottandi herologiam anglicam ex fua recenfione;den Najsoviscbe Orangieboom ohne Nahmen 3 tr. sin-gularem s. diacribam deDurdrechto, so noch nicht ge-druckt ist 3 epistolam ad P. Scriverium, die tu Melliiepistolis; epistolas 2 ad G. J. Voflium, die tu VosfiiBriefen 3 epistolas 3 ad ßeverovicium 8c unam ad Jo.Ist Pontanum, welche in Matthai Episteln stehen 3 in-glcichen viele Aitmerckungen auf den Rand seines Ex-emplars von Boijfardi iconibus , das der letztverstor-benc Petr. Burmann besessen, und starb 1644 heil 15Julii. Burtnanni Trajectum eruditum. , A.
BUCHENRöDER (Michael), ein Prediger zu Grisabey Ebersdorff, und nachgehends Pastor und Superm-tendcns zu Heldberg, gebürtig von Steinfeld, schrieb
de duabus alis Gog 8c Magog 5 vaticinia de irruptio-ne Gog & Magog in montes Istael, horumque iinaliexcidio; Leichen-Predigten 3 Widerlegung des «Desdicht» vsm ncuerstandenen Meßia der Juden,seinem Propheten Nathan rc. und starb 13 J»k-1682, im 71 Jahr. W, d.
len andern den Preis erhalten3 daher Tar. Utenhos LUGHER (-Pgidius), ein niederländischer §h^ä^!^dieses Epigramm* auf ihn gemacht: - Historiens und Prediger, aus der Graychafft