Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1477-1478
JPEG-Download
 

1477 BULICH BULLAUT -BULLEN BULLINGER 1478

und zum Beysitzer i» dem Staats? und Regierungs-Collegio ernennte, 1667 aber zum Präsidenten vonCoppenhageit machte. Er hat das Dispensatoriumrnedicum hasniense, welches 1658 heraus gekommen,revidirt und reccnsirt, und ist 1671 aus übermäßigemFriniren, indem er bey dem Eintritt des Vollmondsallezeit 3 mahl mehr Wassers von sich gelassen, als erEetrancke zu sich genommen, ohne daß er offenen Leibgehabt, gestorben. Mol.

BULICH (Titus), von Flensburg, ein Sohn Pétri,wurde Bürgermeister zu Coppenhagen, königlicherEommercien-Rath und des Ober-Hofgerichts Beysi-tzer, gab eine Or. de regno Danioe heraus, und starbden 9 Aug. 1684, im 45 Jahr. Mol.

Bu LIFON (Ant.), ein gelehrter Buchhändler zuNeapolis,ausFranckreich,geb. 24JUN. 1640, fluchtete 1678 nachNcapolis, und etablirtc daselbst seine Handlung unterdem Zeichen der Sirene schrieb: Compcndio délie vitedci Ré di Napoii ; Gronicamerone overo annali bifloricidella cittn e regno di Napoii; accuratiffima delineazio-ne del Regno di Napoii con le sue province dìflinéîa;raguaglio iflorico deW incendia dell mante Vesuvio Juc-ceduto nel mcje d' ^Aprile idp^. ; ragionajtiento intornod' un antico uiarmo dijcoverto nella città di Pozzualo;Lettere memorabiü , darinne viele so wohl V 0 N ihmselbst, als seinen 2 Söhnen, dem Abt Ll!i>apo undriicolao verfertigte Briefe anzutreffen; und übersetztedes Abts Gerardi compendium philosophie naturalisaus dem Frantzösischen ins Italiänische; und desBischoffs Von Bifeglia, Pomp. Salerai , guida de fore-IHeri per Pozzoli, Baia, Mil'eno, e Cu.ma ins Frau-zösische. Er war ein leutseliger und sonderlich gegendie Fremden sehr höflicher Mann. Unter dem seinenLettere vorgesetzten Kupfer-Bilde stehen diese Verser

Regibus hic vitam, doctis lucem, tibifamam,Parthenope argue iibi grande decus peperit.Aus seinem Namen floß dieses anagramma : Fui no-vus^nobilitatus. Sein Symbclum war ein offenesBuch mit der Beyschrifft: non ultra; „nd um feinenverzogenen Namen stunden diese Worte: Implicausexplicat. .AiißbjiNoyrige d’Italie T. III. "Vergnü-gen mustlgcr Stunden.

liUEEckiU 8 (Ant.), ein deutscher .sCtus zu Rüttelnum die Mitte des 17 Seculi, war des Bischoffs zttMiitdcn Rath, und schrieb etliche responla juris cir-ca ßibbathum & circa fevitiam mariri in uxorem ;annotarioncs & remiffiones in Caroli V constituno-nes criminales ; wie auch Consilia und responla Ju-ris über eben diesclbigcu; opéras horarum subciüva-rum; penradem conliliorum s. responsorum juris;de quœstione, quibus competat jus nobilitatis ; dejure publico ; rel'ponsum juris in casu castritiano ;de ulurario contractu; diipp. Und orationes juridico-poliricas. Hend.

“Ullaut (.so.), ein frantzösischer Baumeister zuEseoan, ohnweit Paris, lebte i;6r, und schrieb traitéde Geometrie & d' Horologiograpbie pratique ; Recueild Horologiograpbie &c. Cr.

BULLEN (Christian.), ein Schiffer von Femern, derzwar nicht studiret, aber ein gutes Nachdeucken'Hatte,suchte die fast überall eingerissene übele Lebens-Artdurch eine strenge Zucht, wegen deren Einführung ermit verschiedenen Gottesgclchrtcn Raths pflegte, ab-zuschaffen, und reisete zu deut Ende 1664 nachStral-sund, wo er dem Superinteudeuten D. cBosmaiiucitdie Greuel, darinnen nicht nur seine Zuhörer, sondernauch die dasige» Prediger lebten, nach der Länge hererzehlte, tutd von ihm verlangte, daß er ihre Lasteröffentlich von der Eantzel bestraffen solle. Als nundas letztere nicht erfolgte, kam endlich die Sache vorden Richter, gegen den er wider das Ministerium soviele Beschuldigungen vorbrachte, daß cr darüber iitsZucht-Haus gebracht wurde, und raspeln mustc,at!chals er sich nicht weisen lasten wolte, aus der Stadtverwiesen wurde. Er kam also nach Rostock und vondar nach Amsterdam, wo er noch 1668 am Leben ge-wesen, und seine vorige Meinung beständig beybehal-ten. Man hatven ihm verschiedene Schrifftcn, als:vox clamantis in deserto, und einen siarckcn Tandvon allem, was mit ihm zu Stra'simd vorgegangen,der aber noch im MSr. liegt. -Heinrich Beck, einBuchführcr zu Amsterdam, hat eine Auflage aller sei-ner Schrifftcn ans Licht zu stellen versprochen. Mol.

BULLEN ( 6 erh.), ;urBurg zugenamt, Weiler sichin dem K loster Burg zu Lübeck aufgehalten. Die Zeit,wenn er, florirt, ist unbekannt. Er hat ein chroniconlubeccnse, dessen (tour. «b Haveln in der Vorrededer lüneburgischcn Vorkrefflichkcitgcdenckct, int -MSr.hinterlassen. Mol.

BULLENUS, oder Pulcius, (Rob.), einEardmalausEngelland, darzu ihn Innoeentius Il ntachte, war eingrosser Freund der Gelehrten, verfertigte auch selberverschiedene Schrifften, als lententiarum libros VIII ;de conceptu mundi; commentaria in Apocalyplin& in Psalmos; sermones; pralestiones &c. und starb1149. Öl.

BULLIALD, siehe Bouilleau (Ifmael).

liULLlNGER (Henricus), ein reforniirter Theolo-gus, gebohren zu Bremgarten 1504, 18 Jul. woltesich anfangs in den Cartheuser-Orden begeben, bekamaber durch Lesung der Schrifftcn der Alt-Bäter undRuthen eine höhere Erkenntniß der Wahrheit, undwin de darauf in ein Kloster in dem Zürchischen, da-selbst z» lehren beruffcn, worauf cr auch zu Zürchsrvinglium gehört, und sich in der hebräischen undgriechischen Sprache ferner geübct: alsdenn 1529 zumPrediger zu Bremgarten, und endlich an "Frvingliistat nach Zürch beruffen worden. Er schrieb widerdas Coittilium zu Trident, die Anabaptistcn, Luthe-ruin, Brentium und Heßhusium; consellionem fi-dei im Nahmen des Ministern zu Zürch: catechesinpro adultioribus; compendiumreligionis christianas;Commentarium in varios Scripturs libros, als Con-cionesin Jesaiam; conciones 170 in Jeremiam ejus-qtteThrenos; homilias 66 in Daniele,;: ; inMatthx-A a a a a 2 um,