* 4 $i BULTEAU EUMANN BUNCKEN BUNELLUS 1481
und Sohn Richard», gab seines Vaters Schrifftcn,ingleichcn 1692 zu Lvndrn <r» Essay of transmigrationin defenje of Pythagoras, or a dif course of naturalphilosophie heraus. AP.
ßULTEAU (Can), war zu Rouen 1627 aus guterFamilie gebohrcn, legte sich souderlich auf die frantzö-sische Historie, wurde auch 1661 königlicher geheimerSecrerarius, welches Amt ihm sein älterer Bruder,der folgende Ludovicus rcsigniret hatte; schaffte sicheine vortreffliche Bibliothek, davon der Catalogus1711 gedrucktworden; schrieb übrigens, wiewohl oh-ne Nahmen, de la preßance des Rois de France J'ttrUs Rois d'Espagne-, communicirte auchRuinarto vielzu seiner Edition des GregoriiTuron. tmb starb 1710den 28 May, im 83 Jahr. Praef. Bibl. bulrelliani'.
BULTEAU, ober BulteBius, (Ludovicus), ein Bru-der (Efttolt Lulreau, gebohren 1625 zu Rouen, warköniglicher gcheimder Secrerarius, trat aber solchesAmt seinem Bruder ab, und begab sich darauf alsein gemeiner Commis und Lapen-Vrnder zu Et. Ger-main in die Gesell schafft St. Mauri, war auch nichteinmahl auf Zureden seiner Obern dahin zu bringen,daß er die so genaimten Ordiues facros, oder einen hv-Hern Rang, augenomen hatte. Schrieb darauf défenses
des sentiment de Laß ance furie sujet de /’ Ufitre gegCIl 8 er-vatium Galiaeum : l’liffay de Phifloire monaßtque es 0 -rient; Abrege de /’ hißoire de s Ordre de S. Benoit ;dialogues de S. Gregortus le Grand avec des Notes ; in-trbdtsßion à la fageJfe,ou la petite murale desean LouisVives traduite du latin ; le faux depot , ou réfutationde quelques erreurs touchant lusure ; curam clerica-lem, welches Buch so wohl lateinisch als frantzösischzum öfftcrn aufgelegt worden, hinterließ auch nochmehr im Manuscript, sonderlich Historiam monasti-cam Secuii X, und siarb 1693,21 April. Prsf.Bibl.bultell. Pez.
BULTELIUS (Gislenus) , ein Patricius zu Dpernund Bürgermeister allda, florirtc um 1627, war eingeschickter Poet, und schrieb viele Gedichte, von denenetn Theil noch im MSr. liegt. Sw.
BULTELLIUS, siehe Bulteau.
BüLYOVSZKI de Dulicz (Mich.), ein ungarischerEdelmann, siudirte zu Witkenberg, Tübingen undEtraßburg, und brachte es in der Theologie, der1 Rechtsgclahrheit, Mathematick und Poesie ziemlichweit, war auch ein guter Instrumental-Musicus,wurde Rector erst zu Oeringen, dann zu Stutgard,endlich zu Diirlach, wo er auch Kirchen-Rath gewe-sen, schrieb von Verbesserung des Vrgelwcrcks la-teinifch und deutsch; hodegurn gyrnnvsti hohenloicica'endariographum ipeeuium libroruni poiiricorum7 «//. Lipfii, und starb zu Anfang des 18 Seculi. Cz.
“UMALDüS (Joh. Ant.), siehe Montalbani (Ovi-
dius).
^ M A NN, oder Baumann, (Carl), war erst ProrektorUnd Rector an der Catharinen- Schule zu Bracht-schweig; An. 1^98 berief man ihn zum Rectorale an
dem Kloster-Gymnasio zu Berlin. An. 1604 abergicng er wieder zu feinem braunschpocigischen Rectorate.Jedoch er wurde von dem Churfürsten zu Branden-burg Joachim Friedrich, als derselbe zu Joachims-thal in derNeumarck 1627 eine Land-Schule anlegte,die letzt in Berlin ist, wieder aus Braunschweig weg-genommen, und z»m ersten Recror im Jochimsthalebestellet. Dieses Amt verwaltete er bis 1612. Erschrieb Theses de divinitare Christi ; Dialect. sacr.soerat. & ariiloteJicam ; Hypomnemata logica; deMajestate Christi : Passionem Christi fecundum car-nem factam ; Orationem in obitum Jo. Georg. Elect:.brandenb. ; Meditationes de Threnodia discipulorumMartini Episcopi &c. Rcrhmeiers draunschweigi-sche Chronik. Eeb.
BUNCXLN (Christian.), etn gelehrter Hamburger, 1brachte es schon auf Schulen in der Philosophie und-Mat best ziemlich weit, und legte sich zu Jena, Helm-stadt und Liessen auf die Medicin, erhielt in solcher1652 die Docchr-Würde zu Giessen, ward nach seinerZurückkunfft aus Franckreich 1651 Professor zu Gies-sen, und erlangte 1652 dasPhysicat r» feiner Vater-Stadt, schrieb ipeculum optimi ac perfecti medici ;anatomen Principis cujusdam hastiaci; ließ poetische
Gedichte und Lieder von allerhand Erfindungen undMaterien unter dem Titel: dek Jugend Thorheit imM8t. und starb 1659. Sein einziger Sohn -Hartwig,welcher zu Leyden die Medicin studirte, ertrunck da-selbst 1631. Mol.
BUNDEtylUS (Joh.), ein Prediger-Mönch von Gentund Inquisitor in den Niederlanden, schrieb dsreLkio-nem nugarum Lutheri ; compendiumdiffidii quonm-dam haereticorum atque theologorum, fo hernach un-ter dem Titel esrnpenäturn concertarionis hujus se-culi fapientium & theologorum super erroribus mo-derne temporis, und zum dtittenmahl unter dem^Ti-tel compendiurn rerum théologie rrum zu Antwerpen1562 in 4 aufgelegt worden; de veto Christi bapri-imo contra JVlenncnem; scutum fidei orthodoxie;verfertigte auch Indicem Codicum MS. in bibliothe-cis Belgii vicinarumque proviijciarum , den er abernicht völlig zu Stande gebracht, und siarb zu Gent1557, 8 Junü. A. Ech.
BUNELLUS (Petrus), ein frantzösifcherHumanist im16 Seculo, gebürtig von Toulouse, hat durch fei-ne Schrifftcn zu Zeiten Francisei I bit clceromanifcheSchreib-Art wieder hervor gebracht, welchen Ruhmihm auch die Jtaliäner nicht streitig machten, und Ma-nutius gestand, er habe von Lunello gut Latein schrei-ben lernen. Er studirte zu Paris im Eollegio vonEoqvcret, und weil er nach geendigten Studien, inseinem Vaterlande keinen gnugsamen Unterhalt fand,gieng er nach Padua, wo er von Aemilio pcrotro er-halten wurde. Darauf verschaffte man ihm eine sehrvorthcilhaffte Bestallung beyFrancisci I Ambassadeurzu Venedig, La;aro Baysio, der ihn 3 Jahr lang beysich behielte, und ihn so gar griechisch lehrte; daraufAaa aa z begriff