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CABAEUS
CABALLINUS CABASSOLA 1530
Scepanowsky den Tauf-Nahmcn Stanislaus. Erbüssete seine Eltern, als er kaum 2 Jahr alt war, durchdie Contagion ein, begab sich zu Crac.au in den Domi-nicaner-Orden, worauf er zu Meyland die Philosophieund zu Bologna die Theologie gelehret. Als er her-nach wieder in seinem Vaterlande geprediget, wurde erPrior des Dominicaner-Klosters zu Cracnu, hieraufbegab er sich nach Rom, da er denn die Annales desBaronii in 12 Tomis continnirte, wiewohl nur 9 da-von gedruckt sind; wodurch er einen Proceß mit denrChurfürsten von Bayern kriegte, weil er den KayserL-ur>ovicum Bavarum aus der Zahl der Kayser her-aus stoßen wollen, auch mit den Franciscancrn undJesuiten Streit gehabt. Er hat noch über dieses 1-0-
manum Pontificem s. Commentarrum de prsestantia,officio , au&oritate,. virtutibus, felicitate rebusquePrxclare gestis fummorum Pontificum a D. Petro adPaul um V in 3 Büchern; Paulnrn V Burg hélium ;.vitam S. Cunegundis Poion ix reginx, welches Kíúínecciua picua im Italiänischen beschrieben hatte ; no-menclatorem Sanctorum profeffione medicoram f.de sänftis medicis ; fertum glorix S. Hyacinthi; pro-paginem S. Hyacinthi s. historiant provinci® Polo-nix Ord. Prxd. ; Thavmaturgum polonum s. vitamS. Hyacinthi ; Silesi® tutelarem s. vitam B. CeslaiOdrovansii ; annales Ordinis FF. Prxd. in 2 Tomis,die aber noch nicht gedruckt sind; sacmm Pancatpiumdominicale 1'. conciones dominicales in 4 Tomis; do-res ex Scriptura S. & SS. Patribus ad christianamEthicen exceptos; conciones detempore & de San-ftis in polnischer Sprache in 2 Tomis ; precationuma d Deum colleftarum opus, auch in seiner Mutter-sprache; monile gemmeum D. Virgini deiparentiEicrum; floridam marianam; trilogium B. Virginis;
- rolarium; de rosario 3 Bücher polnisch ; rosirium B.H V. vermuthlich in italiänischer Sprache ; Comm.ln I & III Partem summ® S. Thomx, und ejusdem.[Ehomx summam cum Commentatiis Card. Cajeraniw formam syllogisticam ab eo redactam, welche beyde
Atzten, Wercke aber noch im MSt. liegen, verfertiget.Cr starb ZI Jan. 1637. Er. B. St. All. Ech.IIend.Nie.
c.
P'AAB ben Zoheir, ein arabischer Poete, lebteimAn-^ .fange des 7 Seeuli, zu Mahomets Zeiten, und ver-eng sich durch ein sächsisches Gedichte dergestalt andemselben, daß dieser, als er im Jahr 630 die StadtAeeea eroberte, ihn nebst einige!?andern vogelfrey er-klärte. Laab aber wagte sich selbst zum Mahomet,'darff sich zu dessen Füssen, bat um Genade und Ver-ödung, legte ihm auch ein schön Gedichte vor, so eriu dessen Lobe verfertiget; wodurch er nicht nur seinveven, sondern auch eine Belohnung erhielt. Ger-y«vd Johann Lette hat gedachtes Gedichte 1747 zu[‘wi. nebst einer lateinischen Uebersetzung dnrckewCaT'!,- Prideaux im Leben Mahomets.
AEUS, siehe Cabebs,
CABALLINUS (Caspar), siehe Molinxus (Caro-lus) .
CABALLINUS (Marcus), ein gelehrter Jtaliäner,war beym Cardinal Marco Lornelio Sécrétait, einFreund und Beförderer der Gelehrten, lebte im 15Seculo, besaß selbst eine grosse Gelehrsamkeit, verfielaber einst, als ihm eine gewisse Sache fehl schlug, erauch bey einem Freunde um viel Geld kam, in eineTollheit, und erstach sich selbst in seinem Zimmer. Va-lerianus de Litterat, infelicir.
CABALLUS, oder deCaballis, (Francisais) , ein Me-dicus von Brescia, war Professor Medicinä practicäzu Padua, und lehrte allda mit einem grossen Zulauf.Er verstand die griechische und hebräische Sprache,nebst der Astrologie, welches letztere Gelegenheit gab,daß ihn einige der Magic wegen in Verdacht ziehenwollen. Er begab sich zuletzt wieder in sein Vater-land, und starb daselbst in einem hohen Alter A. 1540.Man hat von ihm einen Trackat de serpente theria-cali, welcher bey des Cennifmi consiliis anzutreffen;ingleichen in pbysicam Aristotelis disceptationes &meditationes; Comment, in Averroem. Pap. Ghil.
CABALLUS (Jo. Jac.), ein Actuarius der RepublickGenua, daher er auch gebürtig war, florirke in der er-stenHelfftc des 17 Seeuli, und schrieb canthmcuias mu-licas ; ein Werck unter dem Titel Cithara genuensis,nebst verschiedenen andern Gedichten in italiänischerSprache. Ol.
CABALLUS (Petrus), des Groß - Hertzogs von Flo-rentz General-Auditcnr und Rath 3» Anfange des 17Seeuli, schrieb resolutionescriruinales centür. 3 cumtractatu de omni genere homicidii.
CABANES (Jac.), eilt spanischer Dominicaner ausCatalonicn, war Baccalaureus Theologia, und 1672Prior seines Profeß - Hauses zu Girona. Man hat
von ihm EJpeja de amor; Iman de la voluntad ; cami-tto del cielo; Maria sacratißima (£sc. Ant. Ech.
de C AB ARS (Esprit), siehe de Villermont.
CABASILAS (Nie.), siehe Nilus.
CABASILAS (Simeon), hat 1603 Aisopi Fabelnund Isocratis Reden in gemein griechisch gebracht.Fa.
CABASSOLA, oder de Cabasole, (Phil.), ein Cardi-nal und Bischofs zu Sabina, von Cavaillon in der Pro-vence, allwo er bey der Carhedral-Kirche Canvnicus,ferner Archi-Diaconus, Probst und Bischoff gewesen,wur de hierauf Patriarch zu Jerusalem, und unterUrbano V .Cardinal, gieng auch als Legat nach Jta- ,lien und Deutschland, war unter Grcgorio AI Admi-nistrator der päbstlichcn Länder in währender Zeit, d»derselbe seine Residentz zu Avignon hatte, schrieb de
vita & miraculis B. Mari® Magdalenx ; poemata; denugis curidlium & miseria curiarum, wie auch einigeSermones, und starb zu Perugia, woselbst er ebenpäbstlicher Legat war, den 27 August 1374. Fl. Ol.
Sa. Eg. Fa.
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