Band 
Erster Theil A - C.
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1555-1556
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1555 CALANCHA CALAVERONUS

de la CALANCHA (Ant.), ein Augustiner-Mönch,aus Peru, lebte im 17 Seculo, schrieb historiam pe-ruanam ord. Eremit. 8, August, in spanischer Spra-che; lateinisch aber de immaculat« virginis Alariseoonceptionis eertitudine. Ant.

CALANDRINU8 (Phil.), war von Sarzana, undanfangs Canonicus, auch Archidiaconus zu Luni,her-nach Cardinal, Bischoff von Bologna , Groß-Pöni-kentiarius, Legat von der Marcá de Ancona, starb24 Iul. 7 ^76 als Bischoff von Porto, und hinterließconstitutiones 8 c statUta pro monachis ccenobii Saxo-vivi. Ol.

C A L A N IS (Prosper), ein Doctor Medicin« von Sar-zana im Genuesischen, practicirte in Rom, Bologna

^ und andern Orten, um 1530, schrieb enchiridion decautione a venenatis ; Consilia medica; paraphralinlibelli Galeni de inaequali intemperie; epistolas;Comment, de atra bile ; de sanguinis miffione in pleu-ritide; de lapore austero , acri &acido; de cordistremore; de melancholia statuosa; de tuenda vale-

rudine, welche zu Lion 1638 zusammen in 8 ge-druckt seyn. 80.01.

CALANIS (Thomas Centurionus), eilt berühmterMedicus practicus und Redner von Genua, florirteallda 1557, und schrieb Comment, de noxiorum hu-morum purgatione ; orat. de vera principis lande.Ol. So.

CALANUS, ein indianischer Philosophtts, zur Zeitdes Königs 2l!ej°«nöri M. hat 73 Jahr ohne den ge-ringsten Anstoß einiger Kranckheit zugebracht, und sichhernach, als er mit einer Colica befallen gcwesi, dasLeben vcrkürtzen wollen; daher er den König ersucht,einen Scheiter-Haussen anzurichten, und denselben,so bald er sich darauf gelegt, mit Feuer anzustecken;welches auch nach vieler Bitte, mit den allerherrlich-sten Speccreycn, und wohlriechenden Sachen gesche-hen. H. Cicero. Strabo.

CALARITANUS (Lucifer), flehe Lucifer.

de CALASIO (Marius), ein Franciscaner,und Pro-fessor der hebräischen Sprache zu Rom, gebohren indem Neapolitanischen, ist 1620, im 70 Jahr gestor-ben, und hat eine grosse hebräische Concordantz-Bi-bcl, in 4 Vol. in fol. verfertiget, da er den Grund aus °R. Nathans Sömi'e genommen, welche 1621 zu Romgedruckt worden, W, d. Wa. Simon bibliothèquechoilie.

C A L A T I A N U S, siehe Demetrius.

C AL AT8,fleheR. Tehuda.

CALAVERONÜS (Joh. Guil.), ein Jesuite ausItalien, war Rhctor. Phil. und Theologiä schol. Pro-fessor zu Mayland, undDirector der gautzen Universi-tät, starb 19 Iul. 1665, und schrieb unter dem er-dichteten Nahmen b'rancifci Sanbeneäiiii Colle&oris,«rationes, it. ad histor. mediolanenfem Tristani Cal-thi epitomen, notas Se indiceä 8cc. welche letztere inGravit und Burmantii theil antiquit. 8c hist.IcaLT.ilstehet. AI. W, d.

CALBO CALCAGNINI 155 «

C A LB O (Petr.), flehe Calvo.

de CALBULO ( Franc. Paul. ), flehe Pauluccius(Francilcus).

CALCAGNINI (Augustin.), ein Canonicus derMe-tropolitan-Kirche in seiner Vaterstadt zu Genua, warin der Kirchen-Hisiorie wohl erfahren, schrieb im Ita-liänischen de imagine edellena ; vitamstoh. Baptist«;sacras palmas genuenfes f vitas SS. martyrum ge-nuenlium; relationem 18 juvenum justinianorum,qui pro fide catholica vitam & fanguinem profude-runt ; relationem vitx Car. Spinulx apud japponesoccisi, hinterließ auch historiam ecclesiasticam ge-nuenfem; historiam familice Auriae; Carmina, undstarb 1657. Ol. So.

CALCAGNINI ( Cœlius) , ein in der lateinischenSprache sehr erfahrner Poet und Redner, wie auchCanonicus der Kirchen zu Ferrara. Sein Vater,Nah-mens Lalcagniiü, bekleidete zu Rom das Amt einesProtonotarii apostolici, und gab ihm den NahmenLölius, weil er eben eine Epistel des Ciceronis ad M-Cölium las, da man ihm die Nachricht brachte, daßihm dieser Sohn geb. worden. Nachdem er in seinerJugend dem Studiren fleißig obgelegen, wolte er sichauch imKriege versuchen, und diente anfänglich demKayser, nachgehends aber dem Pabsi Julia II, alsderselbe An. 1506 die Stadt Bononien belagern ließ,that auch ferner dem Hertzoge von Ferrara in unter-schiedlichen Negotiationen gute Dienste, und machtesich dadurch bey demselben so beliebt, daß er ihm da-für ein Canonicat zu Ferrara verschaffte. Nach die-sem that er eine Reise nach Deutschland und Ungarn,und legte sich nach seiner Wiederkunfft in Italien mitgrossem Eifer auf die Studien, wie er denn auch einelange Zeit zu Ferrara die Humaniora lehrte, bis.er zuRom die Würde eines Protonotarii apostolici erlange-te. Er machte einen guten Vers, womit er mehr Eh-re, als mit seinen andern Schrifften, einlegte, hatte anM. A. Majoragio und Jac. Grifolo sehr hefftige Ad-der sarios, wegen seiner difquisitionum in Ciceroni*libros officiorum , welche ihm aber in manchen Stü-cken zu viel thaten. Er starb 1540 zu Ferrara, und

Verließ : Quœstiones epistolicas criticas & familiäres;Comment, de talorum &c.ludis, welcher IN GronovBthefauro antiquit. grœc. T. VII stehet; de re navali»so gleichfalls in Gronevii thefauro T. XI zu finden;tr. quod studia funt moderanda ; quod Stoici äicantmagis fabulofa, quam poet« ; librum apologorum >

eitle lateinische Uebersetzung von Arisiotelis Buche decoloribus, die in der bafelifchen Auflage der WerckeAristotelis vom Jahre 1542, Tomo III stehet; einBuch vomHoflebe», welchem er den Titel de panen-tia gegeben; dicta moralia; carmina, die unter an^dern mit Joh. Lapt. pigna und Lud. Ariosti ihren,1553 zu Venedig in 8 heraus gekommen; apolog^»*

literx t contra r lucianea: accusittioni refpondentein ; Dionyßi Afri periegelin griechisch mit Ast »st ^Lungen; Comment, äe redus «gyptiacis ; de sMtta