Band 
Erster Theil A - C.
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1565-1566
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CALIXTUS

1565 CALISIUS CALIXTUS

1566

for Christi Geburt, und suchte durch Erfindung eint/fler Cyclorum die annos solares und Lunce mit ein-ander zu vereinigen. Vo.

^ALISIUS (Jo. Henr.) , ein evangelischer Prediger vonWohlau aus Schlesien, gebohren 7633, ward an-fangs Prediger zu Limburg, hernach Pastor zuSultz-öach, schrieb 1655 unter dem Titel: Cloridans vonWohlau aus Elisien blauer Rorn- Blumen, einfälti-Zcr Wirten Gesrngc Vreyfaches Bünvlcin, ir. an-dachtige Haus- Rirche rc. bleu.

c Alis SER, (Thomas), VON Frauenberg, wurdeMagister Philosophiä, und denn Burgemeister zu Gor-litz, lebte in der Mitte des 16 Seculi, und schrieb

codicillum in grammatica pro juvenibus ; commen-îar. in veterem artem; carmina; epigrammata; epi-üolas. Ma.

^■ALISTONI (Carlo), siehe Aprosius.

C ALISTUS, siehe Callistus.

^ALISTUS Placentinus, siehe Placentinus.

C ALIXTUS, sieheCallistus.

^•ALIXTUS (Frider. Ulr.), ein Sohn Gesrgli Ea-"tti, gebohren zu Helmstädt 7622,8 Martii, hatte an-fangs eine sonderliche Lust zur Medicin, applicirte sichüber hernach mit Ernste auf die Theologie; gerieth,als er 164; mit seinem Vater auf das Colloqviunknach Thoren reisete, zu Königsberg, seines Vaterswegen, mit Doctor Myslema, in einen gar scharffenDisputât ; that hieralif eine Reise durch Ober - Sach-en, Böhmen, Oesterreich und Ungarn, nach Ita-lien und Franckreich, weswegen ihm auch DoctorStrauch in öffentlichen Schriffken vorwarff, er habedie Orthodoxie in den Huren-Häusern der Frantzoscnund Jtaliäner nicht finden können; und wurde nachseiner Wiederkunfft von seinem Dater zum DoctoreAcheologiä creirct, auch hernach zum Professor Theo-lvgia primario zu Helmstädt, fürstlich - wolffenbütte-'ischen Consistorial-Rath und Abt zu Königs -Lutteràacht. Er mischte sich in die Streitigkeiten seinesVaters, schrieb wider den von Abr. Lalovio verfertig-ten Consensum fidei verelutheranx repetitum witte-° er gensem, und starb 1701, 73 Jan. nachdem er ei-fert Tractatum oder vielmehr etliche Di/sertationesoe diversis rorius mundi religionibus ; de chiliasmo ;

spirituum discretione; epicrisin ad viam pacis;jurnmam capitum religionis Christians; de universe-1S primitivieecclesiae automate; de creatione ; pie-tat ein Academias Julias contra/Egid. S'rrauchii calu-^nias ; de hoeresi & schismate ; de vario hominis sta-historiant immaculats conceptionis B. Mari*p lr ginis cum examine constitutionis Alexandri VIItr. de chiliasmo cum antiquo, turn pridem re-ato ; Responsiones ad Abr. Calovii thefes anti-syn-^ r erilH cas ; Justificationem rétorsions contra chgi.îrauchitim ; Laster - und Lügen-Lunst aus Aeg.

Schriffken gezogen; Widerlegung desn Aeg. Sträuchen fälschlich erdichteten caiixtini-Glaubens-Lciienntniffes, ohne Nahmen; Ab-

lehnung etlicher von Aeg. Sträuchen ausgestürtzterInjurien, auch ohne Nahmen; de Judsomm &Mu-hamedanorum idololatriajde cultu religiöse vita de-funstorum Sanctorum, horiim reliquiarum atque ima-ginum, dégénérante in idololatriam; de cultu reli-giöse Hosti* consecratae, in materialem dégénéran-te idololatriam; orat. de uberrimo lectarum pro-ventu pseudo - pietistica 8c chiliastica lue ; Progr.de' Paschas aliorumque sestorum institutione & jure; ei-ne lateinische Uebersetzung von seines Vaters Discoursvon der christlichen Religion; auch verschiedene Schriff-ten seines Vaters nebst andern Wcrckcn und vielStreit-Schrifften heraus gegeben, deren Catalogumman bey der Consultatione de tolerantia Reformato-rum findet. Er soll sein Latein ohne Grammatik,und bloss durch die tägliche Uebung, erlernet haben;,daher er im Schreiben so furchtsam gewesen, daß ernichts cdiret, was nicht zuvor ein guter Grammati-cus durchgesehen. Fr. Ulf. Calixti memorh oratio-ne parentali reprxsentata 8c edita a Jo, Fabricio.Pi. Arn.

CALIXTUS, ober Kalliscn, (Georg.), ein lutheris Theo-logus, gebohreuzu Medelby, einem Dorsse in Schleß-wig 1586,14 See. allwo sei» Vater Johann in die;c>Jahr lang Prediger gewest, studirtc sechs Jahr langzu Helmstädt, darauf zu Jena, Giessen, Tübingen undHeybelbcrg, besiihe darauf die vornehmsten Städte inOber-Deutschland, und hielt mit Becano in der Je-suiter-Bibliothek zu Mayntz etliche Stunden lang ei-ne Unterredung, brachst ihn auch durch gründlicheUeberführung von der Unbilligkeit der zu Trident un-ter dem Bannstrahl ausgemachten 7 Sacramcntenso sehr ins Enge, daß er wenig dargcgcn aufbringenfonte. Er kam 1611 mit (Pvcrbccf, einem reichenHolländer, den er zu Franckfurt angetroffen, nachGiessen zurück, und that mit demselben, als er sichdaselbst durch Pnvat-Vorlesungen und philosophischeDisputationes, auch 15 theologische de prscipuischristianx religionis capitibus als Vorsitzender her-vor gethan, eine Reise in Holland, Engelland undFranckreich, kehrte sodann, weil er sich seiner Schnff-ten wegen die Reise nach Italien vorzunehmen scheue-cke, seine Freunde auch ihm solche widerriethen, in seinVaterland zurück, kam aber 1613 wieder nach Helm-siädt. 1674 trat er auf dem Schlosse Hemelschenburgin Gegenwart eines vornehmen jungen Herrn vonAdel, welcher die römisch -cathvlische Religion anzu-nehmen willens war, wenn er sähe, daß in dem über dievornehmsten Glaubens-Puncte angestellten Colloqvioder Cathvlische die Oberhand behielte, diesen Streitmit dem aus Hildesheim verschriebenen Jesuiten, Au-gustins Turriano, an, und brachte diesen so weit, daßer den folgenden Tag, an dem die Disputation fortge-setzet werden solte, sichln aller Frühe wieder davonge-macht. Er wurde darauf von dem HertzoffFriederi-co Ulrico zu Braunschweig, dem solches nicht verbor-gen geblieben, noch in ermeldetem Jahre zum Pro-fessor Thevlogiä ernennet. Er hielte seine Antritts-

Rede,