Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1599-1600
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ï 5 í >9 CAMILLUS CAMMEN

Davon einige oben angezogene Bücher geschrieben,auf-zuhelssen; wozu er von Lrancisco I 500 Ducaten be-kommen, 40 Jahr lang daran gearbeitet, seinem Für-geben nach izooDucarcn darauf gewendet, aber dochgestorben, ehe er das Merck zu Stande gebracht. Alssich einst zu Paris ein Löwe bei) einem Kampfs-Jagenlos riß, und unter die Zuschauer, sonderlich aber andiesen Lamillum gerieth, liebkofete und leckte er ihn,legte sich fußfällig vor ihm nieder,und that ihm keinenSchaden. Cad. Chil. Cra.

CAMILLUS (M.), siehe Pifecius (Thom.).

CAMINdSUS (Balthasar), aus Zelle bärtig, warbeyder RechtenDoctor und Professor Logic«, hernachHistoriarum und Poeseos zu Franckfnrt au der Oder;starb i6ig den 2 z April, und schrieb vindicias oppo-llcas ingruenti iterum in Marciiia barbariei; oratio-nem ad electorem brand. Joachimum Fridericum,cum Francofurtum ingrederetur &c. VV, d. J3.

de CAMINICZ (Ambrolius Sehmann), siehe Zim-mermann ( Joh. Jacob).

CAMITÍANU S (Andr.), siehe Andr. Franck.

CAMMANN (Joh.), aus Vraunschweig,ein DoctorJuris, gebohrrn 1612, studirte zu Rostock, Cöllnam Rhein und Giessen, wurde 1624 Syndicus zuBraunschweig, welches Amt er 37 Jahr klüglich ver-waltete , und offtmahls als Depurirter von derStadt verschickt worden, in deren Nahmen er auchein Tauf-Pate des Hertzogs Anton Ulrichs wurde.Er war wegen seiner Erfahrenheit bey dem HertzogeAugusts in grossen Genaden, verstand 16 Sprachen,und war sonderlich der orientalischen überaus kundig,davon ihm Joh. Erncst. Gebhardi in der pr-ekae.seiner Harmonie LL. orientalium ein schönes Zeug-niß giebt. Er starb zu Braunschweig den 21 Mark.1649, im 65 Jahre. Sein Leben hat Thom. Sagst-rarius zu Jena in Versen beschrieben. Er hinterließgedruckt Disput. XII regales s. de juribus Majesta-tis feu regalibus tarn majoribus quam minoribus ;

und imMS. Bericht von der Reichs-Hülsse der StadtVraunfchweig an Volck und Gelde. Leb.

CAMMARATA (Phil.), von Palermo in Sicilien,war allda erstlicl) Blutvogt und Rath bey der erstenAppellations -Cammer, hernach königl. Richter beydem obersten Gericht, und endlich, da es die Rotherforderte, General über die sämtlichen sicilianischcnTrouppen mit einer unumschränckten Gewalt, schrieb

de juridico discrimine inter epilcopos, abbates, re-guläres &c. ; Parrocinium D. Berardi Ferro ; pro-pugnaculum veritatis See. ; refponfa deciliva in 2Tonus ; refponfa legalia, und starb zu Palermo den4 Oec. 167;. m.

van der CAMMEN (Joh.), ein Dominicaner vonBrüssel, starb 5 Aug. 1671, im Z 5 Jahr, nachdem erbereits de communions quoro die raartis per XVhebdomadas in honorem B. Dominici, so sonst fonsvivus beneficiorum ípiritualium a S. Dominico

CAMOENS CAMOTIÜS 1 600

concessorum betitelt wird , und 8. Dominicum ad-vocatum hominum geschrieben. Ech.

CAMOENS (Ludov.), ein portugiesischer Poete,welcher nach der Meinung der meiste» 1517 zuLijsa-bo» gebohre» worden, studirte zu Coimbra, und be-gab sich darauf nach Lissabon , allwo er sich wegenLiedes-Begebenheiten allerhand Verdruß machte,»achSantaren ins Epilinm geschickt wurde, deswegen alsVolontair mit nach Ceuta in Africa gieng, dabeyaber in einem See-Gefechte das eine Auge verlohr;1553 gieng er unter dem Admiral Ferdinand Alva-rez Cabrai nach Ost-Indien, weil er sich aber auchzu Goa mit seinen Satyre» Feinde machte, ward er1556 nach China ins Epilium geschickt, erhielt re-doch zu Macao eine einträgliche Bedienung, undbrachte allda seine Luiiade zu Ende ; wiewohl er aufder Dahinreife an den malabarischen Küsten Schiss-brnch litte, lind nichts als seine Pappiere rettete.Zu Goa klagte man ihn »ach seiner Zurückkunfft an,er hätte sein Amt nicht wohl verwaltet; und feineGläubiger brachten ihn ins Gefängniß. Als er sinkFreyheit wieder erhalten, verließ er Goa, und mach-te sich nach Sofala. Wie er aber auch hier feineRechnung nicht fand, gieng er nach Portugal! zurücke,dedicirte dem König Sebastian seine Lusiade, und er-hielt dafür eine Pension, welche aber nach dem balddarauf erfolgten Tode des Königs verlohren gienst-Er war ein vortrcflicher Poet, und wird von feinenLaudsleuten der portugiesische Virgiiius genannt»hatte aber dabey einen fthrecklichm Hochmuth, wel-cher ihn in solche Armut brachte, daß er 1579 ist*Hospitale verstarb. Man hat von ihm verschiedeneschöne Gedichte : das rvrnchmste aber ist das Hkl-dcn-Gedichte über die Entdeckung von Ost-Indien,so er unter dem Titel As Lusiadas heraus gegeben,wel-ches in viele Sprachen, zuletzt aber von duperon oeLaster« ins Frantzösifchc übersetzt, solche Ucverfeßungin drey Lomis zu Paris 1735 heraus gegeben, n»odieser Ausgabe eine Nachricht von des Lainocn« Le,den beygefüget worden. Ant.

de C A M o S (Marcus Ant.), ein Spanischer von Adel,wardBifchoff zu Trani, im Neapolitanischen, st 1 "^im 6z Jahre seines Alters 1616, und schrieb mies 0 'cofmum f. universalem gubernationem hörnst»christi ani; institutionem de vita honest« & christ 13 'na. W, d. Ant.

CAMOS (Narcistus), ein spanischer Dominicaner a"Aragonien, Hat im 16 Seculo fiorirt, und einde las imagines de! pritteipado de Cataionna Heraus 9 'geben. Ant. Ech.

CAMOTIÜS (Joh. Bapt.), ein in der gricchimst^und orientalischen Sprachen erfahrner Jtalia'wr,der Tarviser Marck, lehrte anfänglich die P')" > ^phie zu Bologna, hernach zu Macerata, m {< jtirte endlich die griechischen Patres zu Rom, c»girte Theophrasti und Aristotelis opéra, gab .comment. «Her den Tbeopbraßum und ® eta P