Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1639-1640
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i 6 ì 9 CAPELLUS

CAPELLUS (Jo.Franc.), ettt ?Dîc&icttá aus Ligurien,florirte tu des Mitte des 17 Seculi, und gab 1657Epilogum anridotorum in pestilenriam heraus,starb

oberm dem drauf folgenden Jahre selber an der Pestzu Genua. Ol.

CAPELLUS (Ludovicus), ein Theologus, mit demBeynahmen vvnMoniambert,war ein Sohn Jacobsköniglichen Raths und Advocaten bey dem Parlament,und zu Paris,allwo er den 1; Ja». 15Z4 geb. worden.Er studirte mit fo befonderm Fleiße, daß er in dem 17Jahre seines Alters zu einem Lehrer in dem Collegiodes Cardinals le Moine bestellet wurde. Als er die-ses Amt ; Jahre verwaltet, gieng er nachBourdeaux,und legte sich eine Zeitlang auf die Jurisprudentz,warddarauf Professor der griechischen Sprache, und bekamzu gleicher Zeit eine so grosse Neigung zu der reformir-ten Religion, daß er sich endlich entschloß, sich nachGenev zu verfugen, und allda in den Lehren dieserKirche sich unterrichten zu lassen. Er kehrte alsdennwieder nach Paris, und wurde, nachdem die Reformis-ten An. 1561 das freye Religions - Exercitium inFrauckrcich erlangt, fast wider seinen Willen zu einemPrediger an der Kirche zu Meaup ernennet; konnteaber wegen der bald darauf erfolgten Unruhen diesesAmt nicht lange bekleiden, sondern müsse sich erst nachGenev, und folgends nach Sedan refiriren, von ban-nen ihn An. r;6g die Reformirten zu Antwerpen zuih-renl Pastore beruffken; wiewohl er auch allhier keinerechte Sicherheit fand, und dahero bald wieder nachSedan zu gehen genörhiget wurde. Einige Zeit dar-auf wurde er zu Paris Pastor an der Kirche zu Clcr-mont, aber An. 1572 durch die Massacre von S-Bar-thelemi auch von dorten vertrieben, wobey er zugleichsein gantzes Vermögen einbüßte. Nach diesem wur-de er von seinen Religions-Verwandten nachDeutsch-land geschickt, um allda von protestantischen Fürsteneinen Suceurs zu begehren, und kam von solcher Rei-se kaum wieder zurück, als ihn der Printz von Ora-nien, wilhelmus, zu einem Professore Theologiä nachLeiden verlangte. Hiefelbst hatte er die Ehre, die all-da neu aufgerichtete Universität durch eine Orationeinzuweihen, die bey Jo. MeurjiiAthems batavis an-zutreffen ; wurde aber sogleich im folgenden Jahrewiederum nach Sedan beruffen, allwo er endlich alsPrediger und Professor Theologiä den 6 Jan. 1586Mit Tode abgieng. Er hat de ecclesia 8c ejusdemnotis; spéculum papisini; commentarios in Calvin!Catechetin, ». a. m. geschrieben, welches aber vielleichtniemahls im Druck heraus gekommen. Meur.

CAPELLUS (Rudolphus), ein lutherischer Theolo-gus, des vorhergehenden Jodoci Sohn, gebohren1634 bat 24 Jan. zu Hamburg, studirte zu Witten-berg und Giessen, wurde 1655 zu Giessen Magister,1660 Professor Eloqventia in feiner Vaterstadt, undin eben diesem Jahre Doctor Theologiä zu Giessen,1675 aber Professor Historiarum undgräcaLingväandem Gymnasio zu Hamburg. Er gcricth, wiewohlunschuldig, mit dein Professor Rirste» allda in Streit,

CAPELLUS CAPELLUTIUS 1640

der ihn wegen der Satyre Alitophilus in Verdachthielte, und deswegen eine überaus stachlichte Schrifftwider ihn hcratis gab, schrieb Pfeudo - PhilalethenìXíy^í.ur/ov ; nummophylacium liiderianum hambur-gense, so er an Tlaudii Lhiff'ctii Buch de antiquonuinmo prcecipue romano drucken lassen; natalitiaMessixj triumphum Messias ascendentis ; syntagmalectionum bibliothecariarum ; syllogen hymnoruinde angelis ; Rariora becceleriana ; Byzantina; mi-scellanea in festa torius anni ; Vcrzeichnlss be-reu von alten und neuen Lehrern den Arla-nern, photiniancrn re. entgegen gesetzten Gchriss-tcn; Beschreibung der Glaubens - und Lebens,Ta-fel des wahren Lhristenthums; 'Vorstellungen desNorden, oder Bericht von einigen Nordländern,absonderlich Grönland ; discursum de Johanna Pa-pissa; achtmahlige Uebcrscyung in deutsche Verseund heilsame Bcrrachcungen des 91 Psalms; Redevon des Meßia Auferstehung von den Todten; et-liche schedialmata, als de locis lacris terra: limite& de peregrinarionibus ad sepulcrum Christi, deincremento lixresuun in Britannia, und de Marti-naJiis & Ganzaliis ; programmata ; Episteln ; ließferner unter seiner Zuhörer Nahmen, als Cmveli), hi- _storiam viras & scriptorum Galen! ; Kreffti, exclatna-tionem de B. Luthero ejusque divina reformationisopere, und unter dem Nahmen Locbuvii Ciceronia- 7naans Licht treten , gab auch (lavai tabulas icri-ptorum eccleiiasticorum ; Philippi U Pomer. duciscomment, in nummum aureum Zenonis imp. ; Mart.l'brbijjéri historiant navigationis ; Ghmentis AleX-hymnum catecheticum grcece & lat. cum notis;Baltb. Metizen expoiìtionem dostrinas de S. Cœna tttHeroischen Versen ; hymnum Ambrojii er Aagußtm :Te Deum. laudamus, ebenfalls in griechischen unddeutschen Versen übersetzt, und mit Anmerckungen;Paul Flemmings Thun und Leiden Christi; Joh.Andrea, eines bekehrten Mahometaners, confuiionemfeite mahumedan* ins deutsche übersetzt; und eineshochgelahrten Mannes treugcmcinte Erinnerung, esine öffentliche Bibliotheck anzurichten, zu erhalten undzu vermehren heraus; ließ über dieses testimonia au-torum pontistciorum de veteris ecclelias scriprorpbus; hemerologium , menologium 8c martyrologi'um hamburgense ; anonymi vetus chronicon reruriihamburgenstum profaico-metricum notis illustra-tum & c. im MS. Er war ein Mann, dem es nichtam Gedächtniß, aber am Judicio fehlte, deswegen siPne Schrifften, die ohne dieß meist aus andern zustch^men getragen, schlechten Estim haben, und st"^1684 den 20 April, da er eben eine Schrifft von demCreutze Christi drucken ließ. G, e, t. Mol.

CAPELLUTIUS, über Capellutus, (Rolandus), einMedicus und Chirurgus zu Parma, von Belancoi

hurtig, florirte in der letzten Helffte des i;Secun,un

hinterließ einen traft, de curatione pestiferorum apstematum , der zuBraunschwcig 1640,8 und cteuu 'selbst 1648,4 zum Vorschein gekommen. Einige «