CAROLUS
CAROLUS
1087
1688
»Sn gestorben , hatim 61 Jahre angefangen einEhronicon aller Könige von Schweden, vom Anfangher, bis auf seine Regierung zu schreiben; hat inglci-chen in schwedischen Versen ftin Leben und Thaten be-schrieben ; auch selbst an den publicirten argumentisex parribus, Luthero & Philippo de unione perso-nal! duarum naturarum. in Christo & sacramento Eu-charistie &c. arbeiten helffen. W,d. Pufendorff derebus Suecicis.,
CAROLUS, ein König in Sicilien , von dem ^Brie-fe, die er zivischen 12z i und 1254 geschrieben, in ö«-luzii mii'cellan. Tom. I stehen. Noch ein andererBriefvon 12%?:, das mit dein König Petro von Ara-gonien vorhabende Duell betreffend, ist im append.
ad Alarcana Hisp. p. 587 und de rebus gestis in Va-sconia. p. 592 befindlich. Fa..
CAROLUS, ein Churfürst in der Pfaltz, des Chur-fürsten Carl Ludewig Sohn, gebohren 1651 den;Mertz, trieb in der Jugend mit grossem Fleiß dieWissenschafften,davon er verschiedene Proben abgelegt,sonderlich in dem Tractat symbola ebristiana , wel-chen er unter demNahmen Philorher heraus gegebenhat. à Als sein Vater 1682 starb, befand er sich inEngelland ; da er denn einen Tag von der Universi-tät Oxford den Doctor-Ticel erhielt, den andern diePost empfieng,daß ihm die Regierung heimgefallen,unddem dritten von ssarolo II den Orden des Hosenban-des bekam. Man machte sich von ihm wegen seinerGottesfurcht und Gelehrsamkeit grosse Hoffnung,wel-che aber durch dessen frühzeitigen Tod 168; unter-brochen wurde. Sein Hofprediger Joh. LudewigLanghaus stand bey ihm in besondern Genaden, mü-sse aber nachdem Tode des Churfürsten, den er zu al-lerhand Dingen verleitet haben soll, ein hartes Schick-sal erfahren. Siehe den Artickcl Langhaus. HL.
C. A R O L U S Ludovicus, ein Churfürst von der Pfaltz,gebohren 1617 den 22 Dec. war des unglücklichenFrievericl V Sohn, und muste demselben ins Exili-tim folgen ; da er sich denn zu Leiden mit grossemFleiß auf die Etudia legte, und sich in Sprachen,ja so gar in den morgenländischen übte. In demrvestphälischen Frieden kriegte er die Unter-Pfaltz wie-der, und erhielt zugleich die 8te Ehur Würde. Erließ sich darauf angelegen seyn,die hcidelbergisch« Aca-démie wieder aufzurichten, verstattete den Luthera-nern die Religions- Freyheit zu Heidelberg, und ließ1678 zu Mannheim die Kirche der Einigkeit für Re-formirte- Lutheraner und Catholicken bauen. Srbe-mührte sich- die beyden ersten Religionen zu vereini-gen, mochte auch sonst etwas in Ansehung der drit-i ten im Sinne haben; wobey die erste Absicht àDannhauern Gelegenheit gab, sein reformirtes Sal-ve zu schreiben. Der Churfürst correspondirte nichtnur mit vies gelehrten Männern lateinisch , sondernlegte auch einigen heidrlbergifcheu Professoren, dieer öffters um sich hatte, manche curieuse und schwereFrage vor,, welches neben andern Henrico Locceja
wegen derReichs-Krcift,und sonderlich der6 alten Völ-ker in Deutschland begegnet. Dessen gehaltener An-trits-Rede de lege salia, wohnte der Churfürst indem heidelbergischen Auditorio nicht allein selbst bey,sondern schrieb auch ad Marginem derselben noch un-terschiedene Anmerckungen. Er konte denen der deut-schen Sprache unkundigen Gesandten, auf ihren Vor-trug in zierlichem Latein fertig antworten. Mit sei-ner Gemahlin lebte er in grosser Uneinigkeit, welchedaher entstand, weil er eine ihrer Cammer-FränleimMarie Louise von Degenfeld liebte. Dieselbe wargleichfalls in den Wissenschafften wohl erfahren; wiedenn der Churfürst viel lateinische Briefe mit ihr ge-wechselt , solche auch öffentlich sich an die lincke Handtrauen lassen. Der Churfürst starb 1680 den 28August. HL.
CAROLUS d’Affringues, siehe Bruno.
CAROLUS Aretinus, siehe Marfupius.
CAROLUS deBayona, ein spanischer Dominicanerzu Ende des 17 und zu Anfange des r8Seculi, hat aufverschiedenen Universitäten die Theologie mit grossemRuhme gelehrt, und Lectiones theologicas geschrie-ben, welche noch im AIS. liegen. Ech.
CAROLUS, von Flavigny,ein frantzösischer Ritter zuEnde des 16 Seculi, hat eine Historie der Könige inFranckreich von dem ersten und zweyten GeschlechteIZ94 heraus gegeben. Par'adini hist. Burg.
CAROLUS de beeapcdis, siehe Ciampimas.
CAROLUS (Andreas), ein würtenbergischerRathund Abt des Klosters St. Georgii, gebohren zu Lei-benstadt, einem Dorffe in Francken, iSza im Augusts,wurde in das Kloster Bebenhausen aufgenommen,nachgehends zu Tübingen und Bebenhausen zumDiMeono, und zu Urach zum Special- Superintendentenbefördert, bis er endlich die Abtey zu St. Georg er-halten; wobey er memorabilia eceleliastica seculidb'cimi septimi,, und eine epistolam apolegeticam p r0memorabilium ipsius Ecclesiasticorum fide historiesingleichen Diss. de historia paflionis e criticis antiq ül ‘rnibus iiiustrata herausgegeben, und 1704, i Sept-gestorben. Pi.
CAROLUS ( Andr. Davides )ein würtenbergisch^Theologus, 1653 zu Calw gebohren, dessen Vater AMdreas, Abt des Klosters zu St. Georg war, studirte j»Tübingen, ward Oeconomus des Collegii martima«daselbst, reiset« darauf, und machte sich mit gclchr"Leuten bekannt, kam 1686 nach Wittenberg, unward daselbst Adjunctus Philvsophiä, that simdurch Disput. Predigen und Collegia ziemlich LAls er wieder in sein Vaterland kam, ward er rv«/erst zu Tuttlingen, hernach 1689 zu Calw Diacondarauf, weil diese Stadt von den Frantzostn J ■ v
gantz in die Asche gelegt ward, Diaconus zu vcm
gen, 1697 zu Freudenstadt,und endlich I 7 ° 7 ( % u L. r ifi>specialis und Pastor zu Kirchheim unterTeck, W ^würtembergische Unschuld, durch rhristucy Efang dessen,, was -Herr Gottfried Arnold v