Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1717-1718
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CASAUBONUS

1717

cas ; problemata ab anonymò geometra LugduniBat. propoílta 8c a Paulo Casato explicata; opticasdisputationes , welches letztere der Verfasser m feinem88 Jahre verfertigt, als er dlind geworden. Nie.

Mem.

CASAUBONUS (Isaac), ein gelehrter und vor-trcflicher Mann in der reformirten Kirche, gcdohrenzu Bourdeaux, einem Dorffe in Dauphine 1 559 / 1 * 3 *re sich sonderlich auf die griechische Sprache, Critiqveund Humaniora, war anfangs Professor zu Gcneve,und hernach der griechischen Sprache zu Paris, wieauch Bibliothecarius z begab sich hierauf nach Son-den, woselbst er ein Canonicat, das ihm jährlich2000 Duceiten eintrug, erhielt, auch Königs Iacobi IRath ward, und fieng an, des Baronii annales mitgrosser Gelehrsamkeit zu widerlegen, starb aber dar-über zu Sonden 1614,1 Jnlii, nachdem er exercita-tiones 16 ad Cardinalis Baronii prolegomena in an-nales; notas ad scriptores historice Augusts; ver-iionem Sc notas ad Diogenem Laertium de viris phi-lofophorum , unter dem Nahmen Isaaci Hortibni ;notas ad Perßum, it. de satyrica Graecor. 8cRomano-rum poesi , welches Werckgen man in Crcnii muieophilologico Tom. I finbei; iibrum singularem delibertäre eccleiiastica , unter dem Buchstaben: I. C.G. das ist, sf. Casaubonus, Geneveniis , so in Golda-ßi Monarchia S. R. Imperii T. I stehetz elogia Hen-ricilV, Galliae régis; legern talionis 12 tabularumCard. Baronio a se dictram; Notas ad Franc. Ranchiniprsleftionuin monspelienstum in juramentum Hip-poeratis Tomum I ; Praefationem ad Jos. Just. Scali-geri opuscula varia ; Notas ad inscriptionem grae-

cam, welche nebst 4 von seinen noch nicht gedrucktenEpisteln, in Crcnii muieo stehen; diatribam de voci-bus animalium , welche verlohren gangen; und Epi-steln geschrieben, auch den Polybium mit einer schönenDedication, die vor ein rechtes Muster gehalten wird ;Strabonem; Atbenai dipnosophiston üb. 15; Sueto-nium; Tbeophrafium Erefimn ; C. Plinii Epistolas;/Eneam Taßicum ; Polyani strategemata ; Tbeocritim,unter dem Nahmen Hortiboni ; Dionis Chryßiftumiorationes ; Apuleji apologiam ; Ariftophanem ; jfave-nalem ; Perfium; Gregorii Nyjftni epistolam ad Eusta-chiam, Ambrosiam, 8c Baiilissam ; Arißoteiis opéramit Noten edirt. Die Corona regia oder der Pane-gyricus in Jacobum I magnx Britannioe regem, wel-chen man unter andern in 'fbomafii historia iapien-tiaa Lc stultiri« findet, ist nicht dieses Easauboii Arbeit,sondern ein Pasgvill, so Seioppius verfertigt, undsolchem Lasauboni Nahmen fürgesetzt hat; deswegener auch eine besondere Epistel de Scioppii legato la-trone geschrieben. Er war von sehr kleiner Statur,daher ihn íL Marins aus Verachtung nur Minutu-lum nenuete. An. 1710 Cpb. ^y/'Calaubo-

miana zu Hamburg in 8 ediret. Von ihm liegen auchNoch adversaria anti. baruniana im MaNllstript, UNd

hat daraus einund andere merckwürdige Dinge Sei-denem seinen Büchern de synedriis einverleibt. Er hat

CASAUBONUS CASAUS 1718

mit seiner^Ehefrau 20 Kinder gezeuget, darunter 2Söhne, Johannes und Augrssunug, römisch - cathv-lifch worden. Bey des erster» Religions - Aenderungschmertzte ihn am allermeisten, daß man damals einGerüchte ausgesprenget, als ob er selbst einem Engel-länder, Nahmens Stranchan, aufgetragen, daß erihm die Lehr - Sätze der römischen Kirche beybringensolte. Von dem andern berichtet vu Pin, daß dersel-be, wie er ein Capucincr werden wollen, zu seinem.Vater gegangen , und ihn um seinen Segen gebetenhabe, der ihm denn die Antwort gegeben: mein Söhn,ich verdamme dich nicht, verdamme du mich auch nicht;wir werden beyde vor dem Richter - Stuhl Christi of-fenbar werde». Dessen Leben hat sein Sohn Mericussehr wohl beschrieben. Man findet auch eine schöneLebens-Beschreibung für seinen Episteln, die Theod.Jans. ab Almeloveen nebst seinen Dedicationen, Ge-dichten und Vorreden 1709 zuAmsterdam auflegen las-sen. PB. AE. Sa.

CASAUBONUS (Mericus), ein Sohn des vorige«Isaaci, gebohren zn Geneve 1599., studirte anfänglichzu Sedan, nach diesem aber zu Oxford , woselbst erauch in seinem 21 Jahre den Gradum eines Docto-riö erlangte, und darauf Canonicus zu Canter-bury, wie auch Rector zu Jackham, und An. i6z;Professor Theologiä in Oxford wurde. Er war inSprachen und andern Wissenschafften wohl erfahren,

UNd gab den Optatum Milcvitanmn cum notis criticis;notas in M. Antonini hup. opus de se ipso ; in Hiero-clem de fato ; in Epißeti enchiridion 8c Cebetis tabu-lant ; in Diogcnis Laertii viras philosophorum ; vin-dicationem Partis adversus impostorem, qui Iibrumineptum 8c impium de origine idololatris sub IsaaciCafauboni nomine publicavit; de quatuor ünguis,UNd Viel englische Bücher, als: a Trcatife of Entbu-ßasme divine, inspiration, or diabolicall possession, so auchins Latein übersetzt worden; of credtdity and incre-dulity in tbings divine and spiritual ; of ufe and eußo.nie ; Dill', de enthusiasino precatorio , welche bey I).Ich. Fried. Meyers Dill', de Pietistis Ecclesis: veterisstehet, wie auch die Beschwörung der Geister, so D.Ioh.iOee angestellt, mit einer langen Präfation her-aus. Unter vielen Gefährlichkeiten, daraus er geret-tet worden, ist merckwürdig, daß, als er sich einst überdie Themse setzen ließ, und der Kahn umgeschlagen,auch seine beyden Schiffer ertruncken, er gleichwohldurch seinen langen Priester-Rock aufgehalten wor-den, daß er nicht untergetaucht. Seine Briefe, Vor-reden und kleinen Traetätgen hat Theod. Jans. abAlmeloveen 1709, nebst seines Vaters Briefen druckenlassen, und zugleich von beyder Leben gehandelt. Erstarb 1671 den l4Jul. AE. Wo. Nie.

CASAUS (Albertus), ein spanischer Dominicaner vonSevilien, wurde 1542 Ordens General, hielt darauffleißige Visitationes, und starb zu Valladolid den 16Nov. 1544. Man hat von ihm Registrum ejus epi-stolarum, das im Ordens-Archiv zu Rom im Manu-Ogq qq 2 script