Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1737-1738
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»737 CASTAGNOLA CASTALIO

CASTAGNOLA (Vinc.), ein griechischer Jesuit?/aus Chio, war anfangs ein Capitain auf einem Schif-fe, trat hierauf 1583 in seinem 47 Jahr in den Je-suiter- Orden, übersetzte Jacobi Ledesma in spanischerSprache geschriebenen Catechismum ins Griechische,und starb den 13 Dec. 1604, im 6g Jahre. AI.

C AST ALDI, stehe Gastaldi.

CASTALDUS (Andreas Pifcara), ein Clcricus re-gularis von Neapolis, im i/Seculo, schrieb sacra-rum ceremoniarum distributionem; iücrarum cere-moniarum eccleiice romanas praxin. To.

C AST ALDUS (Hier.), siehe Gastaldus.CASTALDUS (Job. Baptista), ein Clericus regttla-ris von Neapolis, hat um den Anfang des 17 Seculi

gelebt, und rnonurnenra parrum guinguaginra Cleri-toruin regularium virtuce prcestanrium ; das hebenAndrea: de Avellino; Cajetani; Joh. Marioni unbandere Dinge geschrieben. To.

C A S T A L D U S ( Joseph) , ein neapolitanischer Poet,lebte in der Mitte des >7 Seculi, und schrieb la Vic-toria suggitiva ; la senke d' Avila Teresa di Giesu.To.

CASTALDUS ( Jul. Ca:sar),_dii neapolitanischerPoet, lebte im Anfange des 18 Seculi, und schrieb lehagrime di Giuseppe ss Nicodemo. To.CASTALDUS (Restaurus), eilt JCtus von Perugiain Umbrien, lehrte anfangs die Rechte in seiner Va-ter-Stadt, hernach zu Bologna, erhielt darauf au demerstem Orte die oberste Profession in der Rechts-Ge-lahrhcir, und ward Confulror St. Offlcii, worzu ihmseine beyden Schüler, die Cardinale Alexander Far-ncse und Guido Ascanius Sforria beförderlich wa-ten. Er schrieb de Imperarore, ingleichen liber etli-che Titel aus den Insticurionibus, und starb den 9Dec. 1564. ja. OI.

Castalio (Franc,), ein genuesischer Franciscancr-Mvnch im Anfange des 17 Seculi, hat viram Le mi-racula Cafp. de Bono im Italiänischen heraus gege-ben. Ol.

CA STALIO (Felder.) , ein Sohn des folgenden Se-bastian!, gebohren zu Basel 1562, legte sich nach demExempel seines Vaters vornemlich auf die Humanio-ra, Mnstc, Poesie und die hebräische Sprache, undSab, weil er dabey die Theologie stndirt, eine Zeitlangeinen Prediger ab, wurde darauf 1589 Professor gra-tà Linguä, hernach Rhetorices, ferner Oratoriä, undiuletzt wiederum Rhetorices in seiner Vater-Stadt,»>nd starb 1613 am Schlage, oder, wie andere sagen,r n>l der fallenden Sucht, HL.

-AStaLIO (Joseph), stehe Casligüone.

TalI O, oder Castellio, int Frautzösischeu Cha-“.eilion, oder Chatillon, (Sebast.), ein Professor gracä"»nguä zu Basel, gebohren in den Gebirgen von Sa-chen, war in der griechischen und frantzösifchm Spra-ye wohl erfahren, wurde anfangs Rector zu Geneve,""b kriegte mit Calvins und Be;a grosse Streitigkei-

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ten; machte sich durch die Ucbcrsetzung Ochini ausdem Italiänischen ins Lateinische, und durch die latei-nische Ucbersetzung^dcr deutschen Theologie, die er un-ter dem Nahnken Iohannis Thesphili i;,7 zu Bafelin 8 ediret, verdächtige übersetzte auch die gairtze hei-lige Schrifft, welche Uebcrsetzung wegen allzu grosserHochachtung, so Gastalio darinne für die lateinischeSprache bezeiget; noch mehr aber dessen frantzöstscheUebersetznng eben derselben (indem er seine Mutter-Sprache nicht so gut, als das Hebräische, Griechischeund Lateinische verstand ) getadelt wird; brachte auch

Xenophontem de republica Athenienfium ; Cyril! umAlexandrinum de exitu anima: ; Sibyllina oracula;Homerum; Thucydidem; Thom. de Kempisde imi-tarione Christi, ins Lateinische; schrieb de prxdeslina-tione & justiiieatione in c. IX epist. ad Romanos :dialogos facros &c. Er lebte auf einem Vorwergevor der Stadt, pflegte seine Aeckcr selbst zu bauen undzu pflügen, und starb zu Basel in höchster Armut 29Dec. 1563, im 49 Jahre seines Alters. Erwar übri-gens ein tngendhaffter, bescheidener, und der gelehrte-ste Mann seinerzeit; ward aber von den Thcologiszu Gent) sonderlich Calvins und Bcza, deswegen ver-folgt , weil er ihre Meinung vom absolute decreconicht annahm, und ihr hitzig Verfahren gegen die Ke-tzer vcrwarff; wie man ihn denn auch unschuldige)?Weise aus seinen Dialogis zu einem Vorlauffer desArminianiimi gemacht. Seine lateinische Bibel istam besten 1697 zu Franckfurt in fol., am letzten aber1729 zu Leipzig in groß 8, mit Wollii diss. de eo, quodpulchrum est in veriione lacri Codicis Farina- Seb. Ca-stelüonis , heraus gekommen, wiewohl dabey dessenAnmcrckungen und die Vertheidigung seiner Ucberse-tzung fehlen. Seine Opusoula sind 1613 zu Hartemin 4 holländisch, lateinisch aber am letzten 1696 z»Franckfurt in 8 zusammen gedruckt worden. Cr. PB.Sam. Teilst Arn. B.

CASTALIUS (Willi.), siehe Caste Ilus.

CASTANEACEUS (Julianus) , einAcadeniicilsIn--sensatus zu Perugia, florirte in der ersten Helfftc des17 Seculi, und schrieb Briefe, welche in Ja. B/ipt.Lauri Comm. de annulo pronubo zu Cölln 1626 ge-druckt worden, gab auch eine Collection von derer in-lensarorum lucubrationibus, ingleichen Leandr. Rnva-rini diieurfum de gemma ins Italiänische übersetztheraus. Ol.

de CASTANEDA (Ferdihandus Lopez), siehe Lo-pez (Ferdinandus).

de CASTANEDULO (Dominicus), ein Doniini-caner aus Brescia, war ein geschickter Prediger, undnm 1517 berühmt , bekleidete ausser andern Ehren-Stcllen das Amt eines Vicarii gcneralis, lebte nochgegen die Mitte des 16 Seculi, und hinterließ Sermo-nes de tempore, de Sanctis Lc Quadragesimales.Ech.

de CASTANETS (Petr. Andreas), ein ProfessorThcologiä, Carmeliter - Ordens, von Florentz, florirteRrr rr 3 1460,