Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1747-1748
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1747 CASTELLUS CASTELNAU

practicirtc unglücklich,gab nachmahls einen Advocakenab, fertigte viele Comédien aus, darunter sonder-lich feine Intempéries Apolîinis bekannt worden,undstarb zu Rom 164z den, 16 May, als er kurtz zuvordie Charge eines Postmeisters mit Gelde erkanffthat-te. Nach Erythrai Erzehlung soll er, wir der ande-re Hippias, in allen Künsten und Wissenschafften sichhaben hervor thun wollen, ob er gleich nirgends festgesessen, sondern nur eine» Näscher vorgestellet. Er.W, d. Ke.

CASTELLUS (Petr.), siehe Castellanus.

CASTELLUS ( Petrus) , ei» italiänischer Medirus,von Rom bürtig, hatte sich sonderlich in der Botanicund Pharmacie wohl grübet,lehrte anfangs als Pros.Simplicinm in seiner Geburtsstadt, gieng aber nach-mahls als Professor Mediciiiä primarius nachMes-sina, florirte in der ersten Heîfftc des 17 Scculi,schrieb epistolas médicinales ; optimum mcdicum ;opobalfamum examinatum ; Ccimmentarium criti-cum in lib. I aphorismorum Hippocratis; de vo-miru & vomitoriis; de vilitatione aegrotantium; dehyaena odorifera ; gab unter dem Nahmen Tobiee AI-dini seine deicriptionem plantarum rariorum Hortifarneti.mi zu Rom 1625 m fol. heraus, wechselte mitJoh. Nsanelpho, Aetio < 5 leto, Raym. Mindereround Dav. Verbezio einige Skrcik-Schrifftcn, stellteauch noch unterschiedene andere kleine Pieren an dasLicht, und starb zuMeßina 1662. Man. Ke.

CASTELLUS (Pet.Vascus), ein portugiesischer Me-dicus, und berühmter Praclicus, lebte zu Anfangedes 17 Ceeuli, und schrieb exercirationes médici-nales ad omnes, thoracis affestus, decem tractatibus

absoiuus, die ju Toulouse 1616 in 4 pnblicirek wor-den. Ant.

CASTELLUS (Raph.) ein Jésuite, gebohren zu Bo-logna 1591, lehrte dieRhetoric undThcologiam mo-ral. führte das Direckorium in verschiedenen Colle-giis, schrieb unter erdichtetem Nahmen: de donatio-ne Constantiniîibb. V; deciliones iuutinenses ; fyno-dum inutinensem 1637; confuitationem de prxscn-tia proprii paroclii in sacramento matrinronii unter

dem Nahmen Lasaris Lantelli, und starb zu Ferra-ra 1656, 5 Apr. AI.

CASTELLUS, oder Caüalius,( Wilhelm.), einFran-zoft, war um 1500 Archidiaconus und Canvnicus zuTours, Und schrieb dialogum in landein Jac. FabriSrapul. ; epigrammata ; elegias ; eclogam unter demTitel Eumorphus ; carmen sibyllmum de extremejudicio unb de ftultis mulierum votis, inglelchenopi-stoïas ad diversos. Fa.

de CASTELNAU (Henriette Julie) , eine Gemah-lin des Grafen Nicolai Se Murat, war eine Entke-im zweyer Marschälle von Franckrcich, hatte einensehr aufgeweckteri Verstand, dadurch sie sich unge-mcin beliebt zu machen wüste, gab unterschiedene Ro-manen in einem sehr netten und reinen Stylo her-aus, schrieb einige Coma de fées, und starb auf ihrem

CASTELNAU CASTEL VETRO 1748

Schlosse zu Busardiere in der Laudschafft Marne 1716,29 Sept, NZ.

de CASTELNAU (Michael), ein königlicher fran-zösischer Ordens-Ritter,gchcimder Rath, Gouverneurvou St. Dizier und Abgesandter am englischen Hofe,siorirte 1562, schrieb Mémoires von seinen Affairen,weiche in grossem Aestim sind, sonderlich, nachdemJean le Laboureur schöne Noten darüber gemacht,und solche 1659 zu Paris in 2 T. in fol. cdirt,und über-setzte Petri Rami Tractat von den Sitten der altenGallier ins Frantzösische. Cr. Men.

CASTEL VETRO (Lud.), ein italiänischer Philo-sophas und Poet, gebohren zu Modena 1505, studir-te zu Bologna, Ferrara, Padua und Sicnawider seineNeigung auf Befehl seines Vaters die Rechte, undwurde in denselben Doctor, mnste sich auch einige Zeitzu Rom aufhalte», um sich in den Rechten zu üben,gieng aber heimlich wieder nach Siena, allwo man ihnbereits für emigerZeit in die Académie der Jnkronatiaufgenommen. Er begab sich darauf in feine Vater-stadt, trieb allda die galanten Studia mit solchem Ei-fer, daß er darüber in ein gefährlich viertägig Fieberverfiel, und halff zu Modena eine kleine Académie er-richten. Er gerreth darauf mitAnmbal Laos,einemitaliänischen Poeten, wegen eines Gedichtes, so Laragemacht, Lastclvetro aber etwas scharff censirt, in ei-nen Streit, in welchem verschiedene Schriffte» gewech-selt wurden. Well aber Laro dadurch sehr erhitztwurde, so klagte cr thu bey dcrJnqvisttion an, undgab ihm verschiedene ketzerische Satze schuld. Er wur-de zu Rom 1560 examinirct, gieng aber, weil cr nichttrauere, heimlich davvn, hielt sich einige Jahr in derSchweiß und Franckrcich auf, und hatte dasUnginck,daß er, als er von Aon reiste, den Räubern in dieHände fiel, die ihm nicht nur alles, was er hatte, undso gar seine Kleider; sondern auch seine Bücher, undwas für ihn das Traurigste war, seine ausgearbeitete»Manusenpte nahmen: wieer denn bty dieser Gelegen-heit einen Cvmmcntarium über die meisten Gefprasstdes Platon:« , über pkitti und Terentii, wie anmDanti« Comö-ieu, und eine italiänische UeberfttzM'stdes neuen Testaments verlohr. Er hielt sich nach diestMeinige Zeit bey dem Kayser Maximilians auf, »! 1Pstarb 1571 denotFàzu Clavenna in der SchwelHeyrathcn wolte er niemahls, damit ihm solches m«)an seinem Studiren hindern möchte: lebte sonst sttzmäßig, pflegte nur desAbends ein wenig zu essenM^,nur auf einem Stroh-Sack zu schlaffen. Seine ScyrM

ten sind : la poetiea d’’ Arißoteie vidgarizzata L 7/7ßa ; ragkm di alcune coj’e j'egnate nella caitxone dnibal Caro-, Correzzione di alcune cofe del dialogo "jlingue del B. Varcbi, fguna G'mnta eil primo Irero eProse del P.Bembo, doveji raggionei elidlagna-, le rime del Petrqgca brevemente fpoße i S f 0Z % u ^Julia Rettorica ad Erermio. An. 1727 gab *

LTtutßtOtius besten opéré varie cri'ticbe non .nvi;paie, nebst einer schönen Lebens - Beschreibung v II

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