Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1787-1788
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i 7 87 C A WS T O N CAXTON

bnicfí, und von Joh. Lasp. Troste,, mit Anmerckun-gen ins Deutsche übersetzet worden. HL.

CAWSTON (Thom.), ein englischer Mönch zu Can-tcrbury, lebte zu Ende des i; Seculi., und schrieb hi-

storiam de mo na eins eccleluc Christi cantuarieniis aban. 1207 ad 1486. O. Fa.

CAWTON (Thon,.), ein englischer puritanischer Pre-diger, legte sich in Rotterdam beyRob. Sheringham,der dahin aus Eugeliaud geflüchtet war, auf die he,'bräische, syrische und arabische Sprache, docirte.her-nach in Oxford, so er iedoch verlassen raufte, und hieltPrivattZusammenkünffteAn Wesimünster. Er cdirtein Utrecht Dill. de issu lingure hebr. in philosophiatheoretica, utib starb 1677. Wo.

C A X A N E S (BernarJus) , ein spanischer Medicus ausdem Ende des 16 Seculi, schrieb was wider die Me-dicos zu Valentin. Anr.

C AX I C A (Johannes), ein spanischer Augustiner-Mönchaus Biscaya, war ein Mißionarius in Indien, starbzu Caxabamba nach 1591, und hinterließ mehr alsg2'Voll. seiner Schrifften, die zu Lima in seinem Ordcns-Eonveut im JVISr. liegen. Anr. '

CAXTON (Wilhelm), der erste Buchdrucker in En-geliand, gebohren in den Wäldern von Kent, wurdenach Londen zu einem reichen Krämer in die Lehre ge-than, der ihm, als er 144, verstarb, eine ansehnlicheSumme Geldes vermachte. Er gieng daraufaufRei-sen, und hielt sich über zo Jahr in Brabant, Flan-dern, Holland und Seeland auf. e Die Hertzogin vonBurgund trug ihm auf, ein frantzösisch Buch, welcheseine Sammlung der Historien von Troja war, insEnglische zu übersetzen, welche Uebersetzung er 1468 zuBrügge ansieng, und solche 1471 zu Cölln vollendete.Weil er aber vielen von seinen Freunden eine Abschl ifftvon dieser Uebersetzung versprochen, das Buch selbstaber so offt nicht copiren konte, so dachte er auf einander Mittel, und lcrnete mit viel Mühe und Unko-sten die Kunst Bücher zu drucken, gab auch seine Ue-bersetzung unter dem Titel.- The recuycll ofthe Historyojf Troye heraus. Um f 474 gieng er wieder nach En-Lelland, seine neue Kunst zu treiben, und ließ sich zuWestmünster nieder. Er hat noch viel andere Dingein seine Mutter - Sprache übersetzt, darunter Cicerode senectute Le amicitia, Virgilius , Ovidii metamor-pholis, Vegetius, historia Hibernix aus Rain. Higdenipolychronico , Hicronymi vitae Patrum, Bonaventurade vira Christi, historia lombardica, Capgravii cata-logus Sanctorum, historia excidii trojani, Joannitade ludo scaccorum ; auch ei.Il Werck, fructus tempo-rum genannt, oder Chronica Angliac Lc Hibernix aBruto usque ad excessum Eduardi V s. 148z> fernerAngliac, Scotiae, Walliae, Hibernice; historiam régisArthuri; viram Eduardi confessons; imaginent mun-

. di und appendices ad Jo. Trevisam, alles in engli-scher Sprache geschrieben. Er ist 1494, über 80 Jahr-alt gestorben. John Lavis hat 1737 zu Londen eheEise of Mayster Wyllyam Caxton, of ehe Weald of

CAY

CAYET

1788

Kent, die Erst Printer in England heraus gege-ben. B.

CAY, siehe Casus.

CAYET, oder Cajetanus, (Petrus Victor Palma), eistFrantzosc, gebohren 1525, studirtc zu Paris die Phi-losophie nebst der Theologie und Rechts - Gelehrsam-keit, in welcher letztem er auch, wie aus einigen Um-ständen zu vermuthen, die Doctor-Würde angenom-men; bekannte sich aber bald darauf, nach dem Exem-pel Peter Rami, seines Freundes, zu der reformirkenKirche, und legte sich sodann mit allem Ernst auf dieTheologie, besähe unterschiedene deutsche Universitä-ten, und ward nach seiner Wiederkunfft znMontreuil-Bounin, nicht weit von Poitiers, ins Predigt -Amtbefördert. Als er in dieser Stelle unterschiedene Jahre,gestanden, kam er An. i;84nach Pau an den H»kder Printzeßin Latharin.r von Dear», eiucrSchweßerdes Königs Henrici IV, und war derselben Hof-Pre-diger, bis er endlich An. 159; auf einem Eynodo derRcformirten seines Amts entsetzet wurde. Die Ursa-chen, welche Ve M onrigny in einem besonders gedruck-ten Avertissement diesfal's bekannt gemacht, bcstcheueigentlich darinnen daß er seine Gemeinde ohnwettPoitiers verlassen, und sich den fürwitzigcn Kunsieudergestalt ergeben, daß er deswegen gemeiniglich nurPetrus Magus gencnnet worden; ingleichen, daß eein Absicht auf ein gewisses Frauenzimmer Aergernißgegeben, wozu C Aubignc nicht ohne Grund, indemer dessen auch auf vorbemeldrem Synodo beschuldîgckworden, annoch setzet, daß er in einer Schriffr dieöffentlichen Huren - Häuser angerathen, und behauptethabe, daß in dem 6 Gebot weder Hurcrey noch Eh^brueh, sondern Nur allein datz peeearurn onaniticu"'verboten sey ; wiewohl (Zayet selbst an einem P l 'l emeldet, daß er diese Schrisst nicht aufgesetzet, und auwniemahls tm Sinne gehabt, dieselbe in Druck zu 9 ( 'den. Wie aber Layet, ehe er noch seines Amts em(setzet worden, schon entschlossen war, die römisch-^)tholische Religion vom neuen anzunehmen: so bewEstetilgte er auch solches in Gegenwart der gantzrn U" ■vcrsitar zik Paris den 9 Nov. 1595, und lebre darM'in denk Kloster St. Martin des Champs bis '-V1601, da ihm endlich in dem navarrischen Collegü' 'ne Wohnung angewiesen wrirde. Mittlerweile bet"er 1596 den Titel, und An. 1599 selbst die Stelle Pssncs Professons rcgii der morgcnländischen Speuck (und wurde An. 1600 Doctor Theologiä, nachdem ^sich vorhero zum Priester weihen lassen. Er ( taïí \; r e22 Jul. An. 1610, und hat eine chronologie ßP te> L /de /’ bijtoire de la paix entre le Roi de France c/.Espagne, ingleichen chronologie novenaire sousde Henri VL S paradigmara 4 linguis orientalibus >bica, armena, lyra & xchiopica, ir, Reniede auXsolutions publiques , darinne er die Hurcreytopographiam Romx, Weiche nebst Ranvimsund Boijsardi topographia 1627 zuFninckflWt , ' 1 'liante» herausgekommen, und anderOLachcn stelben. lî. Co. Nie. vY^O'